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Ist es wirklich sinnvoll, dem Kind eine Gitarre, Geige oder ein Klavier zu schenken? Und wenn ja, wie wählt man dann das richtige Instrument aus? Ab welchem Alter Kinder am besten mit dem Musik-Unterricht anfangen und wie Sie das ideale Musik-Instrument für Ihren Nachwuchs finden, erfahren Sie hier.
Eltern sollten die Wahl des richtigen Instruments den Kindern selbst überlassen.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Die wichtigste Voraussetzung für den Beginn der Instrumentalausbildung ist der Wunsch des Kindes, dieses und kein anderes Instrument erlernen zu wollen. Der weitaus häufigste Grund, dass eine Instrumentalausbildung abgebrochen wird, ist nämlich die oft recht zufällige Wahl des Instruments.
Das passende Instrument findet das Kind am besten, wenn man ihm Gelegenheit gibt, verschiedene Instrumente in die Hand zu nehmen und auszuprobieren. Zu diesem Zweck bieten die Jugendmusikschulen, aber auch Kindermusikläden immer mal wieder Schnuppernachmittage an, wo die kleinen Musikanten ganz ungeniert die unterschiedlichsten Instrumente ausprobieren dürfen. Wenn sich das Kind dann für eines entscheidet, ist es schon mal auf einem guten Weg, auch mit Freude darauf spielen zu lernen.
Ein typisches Einsteigerinstrument gibt es nicht. Ein Kind braucht also keineswegs mit der Blockflöte seine ersten musikalischen Schritte zu tun. Einzige Einschränkungen sind allenfalls physischer Natur: Ein fünfjähriges Kind dürfte Mühe haben, den Kontrabass in die Musikstunde zu schleppen, und sein Lungenvolumen reicht kaum aus, um einer Posaune Töne zu entlocken. Im übrigen merkt das Kind (und seine Eltern) schon beim Ausprobieren, ob das Instrument einfach noch eine Nummer zu gross ist für die kleinen Hände.
Kinder müssen mit dem Instrument üben
Bei aller Freude am Spielen – ohne Üben wird auch ein noch so begabtes Kind nicht weiterkommen. Wenn das Kind aber vor allem in den ersten drei Monaten täglich übt, dann sieht es relativ rasch einen Erfolg und ist motiviert weiterzumachen. Das Üben wird nämlich meistens dann zum «Absteller», wenn trotz allem keine Erfolge sicht- oder besser hörbar werden. Eltern können viel zur Motivation beitragen, indem sie Interesse zeigen und vielleicht einmal wöchentlich ganz bewusst zuhören, wenn das Kind am Üben ist.
Nebst der Befürchtung, das Kind müsse ständig zum Üben gezwungen werden, scheuen viele Eltern die Kosten. Teuer ist allerdings nicht das Instrument, sondern der Unterricht. Statt bei einem Privatlehrer können die kleinen Musiker Unterricht an einer Jugendmusikschule nehmen, die subventioniert ist und deshalb recht günstig Musikstunden anbietet. Und Instrumente können auch gemietet werden, wenn man nicht sicher ist, ob das Kind auch wirklich dranbleibt.
Tipps und Infos:
- Nutzen Sie die Schnuppernachmittage der Jugendmusikschule bzw. der Kindermusikläden.
- Lassen Sie dem Kind – in Absprache mit dem Musiklehrer – freie Hand.
- Manche Jugendmusikschulen stellen gratis oder sehr günstig Musikinstrumente zur Verfügung.
- Zeigen Sie Interesse am Musizieren ihres Kindes und gehen Sie mit ihm auch mal an ein Konzert.
- Vermeiden Sie Sätze wie «Erst üben, dann spielen.» Damit wecken keine Lust am Lernen.
- Betrachten Sie das Üben als Training, das zur Gewohnheit werden soll wie Zähneputzen.
Text: Marianne Siegenthaler
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