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Nicht alle Paare haben so viel Glück wie dieses bei der Adoption.
Alles beginnt mit einem Kinderwunsch. Doch dieser bedeutet bei der Adoption meist den Beginn eines langes Weges. Wer sich für ein Kind aus der Schweiz entscheidet und sich an die zuständige Behörde wendet, kann bis zu fünf Jahre warten. Bei Kindern aus dem Ausland können es auch bis zu vier Jahren werden. Neben Zeit kostet eine Adoption auch Nerven und Geld. 25'000 Franken an Reise- und Vermittlungsgebühren etc. sind keine Seltenheit.
Es besteht Nachfrageüberschuss und ein Mangel an Kindern. Pro Jahr werden gerade mal um die 20 in der Schweiz geborene Kinder zur Adoption freigegeben. Deshalb wichen adoptionswillige Eltern auf Kinder aus dem Ausland aus und tun es noch heute. Doch auch hier wurden 2008 gerade noch knapp 300 ausländische Kinder adoptiert. Von 1980 bis 1993 waren es jährlich 600 bis 800 Kinder.
Heute werden bei einer Fremdadoption von Kindern aus dem Ausland immer mehr Kinder in Familien ihrer Herkunftsländer untergebracht. Die internationale Adoption untersteht Regeln zum Schutz der Kinder, welche im UNO-Abkommen über die Rechte des Kindes und im Haager Adoptionsübereinkommen festgehalten sind. Bisher sind 70 Staaten dem Haager Übereinkommen beigetreten. Die Folge: Weniger ausländische Kinder für Adoptiveltern in der Schweiz.
Rolf Widmer von der Schweizerischen Fachstelle für Adoption gegenüber NZZ Format: Wir sagen eigentlich, eine Auslandadoption soll nur dann zustande kommen, wenn das eigene Land dem Kind keinen sicheren Lebensraum garantieren kann, und ich bezeichne einen sicheren Lebensraum in drei Aspekten, dass es ihm keine Sicherheit, kein Beziehungsnetz und feste Bezugspersonen, im Idealfall eine Ersatzfamilie geben kann, und dass es keine Perspektiven entwickeln kann.
Wer bei der Adoption den offiziellen Weg einschlägt und sich für eine der anerkannten Vermittlungsstellen entscheidet (siehe Informationen am Ende des Artikels), muss sich im Klaren sein: Es werden Eltern für Kinder gesucht und nicht Kinder für Eltern.
Angehende Adoptiveltern müssen deshalb einen behördlichen Hürdenlauf und diverse Eignungstests über sich ergehen lassen. Die Vermittlungsstellen und kantonalen Behörden bieten Vorbereitungskurse für Adoptiveltern an – bei manchen sind sie eine Voraussetzung für die Vermittlung. In den Vorbereitungskursen lernen die angehenden Eltern Zentrales über ihre bevorstehende Elternschaft und die Bedürfnisse der Kinder, mit denen sie sich in Zukunft auseinandersetzen müssen.
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