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Es ist unübersehbar: Die Freude am Kinder kriegen greift um sich. Nicht nur melden Schweizer Spitäler hohe Geburtenzahlen - die Mütter sind wieder jünger und es zeichnet sich ein Trend zur Drei-Kind-Familie ab. Der Wert der Familie hat wieder an Bedeutung gewonnen. Vor allem bei Schweizerinnen.
Es werden wieder mehr Kinder geboren.
Jede Frau kennt das Phänomen: Sie sieht plötzlich überall runde, pralle, schwangere Bäuche. Das hat meistens zwei Gründe: Entweder hat sie Angst, schwanger zu sein - ein Kind würde im Moment gar nicht zur Lebenssituation passen – oder sie wünscht sich nichts sehnlichster als ein Baby. Doch wer heuer durch die Strassen läuft und selbst weder zur ersten noch zur zweiten Kategorie gehört, der (oder sogar dem) fällt auf: Werdende Mütter allenthalben.
Hohe Geburtenzahlen in den Spitälern
Rodrigo Javier Perez kam am 2. September dieses Jahres zur Welt. Der Bub ist das 1000. Baby, das im laufenden Jahr in der Frauenklinik des Kantonsspitals Winterthur das Licht der Welt erblickte. Das Spital meldet, dass sich für 2008 eine sehr hohe Geburtenzahl abzeichnet. Auch die Geburtenabteilung im Zürcher Triemlispital hat fast zeitgleich die Tausendermarke erreicht. Bereits mussten dort zwei Frauen, die sich für die Geburt anmelden wollten, an andere Spitäler verwiesen werden. Das Triemli rechnet bis Ende 2008 noch mit rund 600 weiteren Geburten. Dann werden es insgesamt 120 mehr sein als im Jahr zuvor.
Der Wert der Familie hat heute wieder eine gewisse Bedeutung. Traditionelle Werte erleben unter den Jungen eine Art Renaissance. Und damit nimmt auch der Trend zur Kinderlosigkeit ab.
Auch in anderen Kantonen verzeichnen die Geburtenabteilungen einen regen Zulauf: Im Basler Bethesda-Spital etwa kamen schon 2007 40 Prozent mehr Babys zur Welt als im Vorjahr, und im Kantonsspital Baden ist der Trend zu mehr Geburten bereits seit drei Jahren ungebrochen. Im Jahr 2008 ist in der ganzen Schweiz mit einer Zunahme der Geburten von fünf Prozent gegenüber 2007 zu rechnen. Letztes Jahr strampelten gemäss Bundesamt für Statistik fast 74'500 Neugeborene in den Babybettchen der Geburtenabteilungen.
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