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Klappt es nicht auf natürlichem Weg schwanger zu werden, kann eine Insemination den gewünschten Erfolg bringen. Diese künstliche Besamung wird beispielsweise dann angewendet, wenn beim Mann eine leichte Fruchtbarkeitsstörung vorliegt.
Wenn sich der Kinderwunsch auf natürlichem Weg nicht erfüllt, gibt die Insemination vielen Paaren Hoffnung. Foto: WavebreakMediaMicro - Fotolia.com
In einem Kinderwunschzentrum wird vielen Paaren, die verzweifelt versuchen, ein Baby zu bekommen, wieder Mut gemacht. Hier können Ärzte mit Hormonbehandlungen, künstlicher Befruchtung wie IVF oder anderen Methoden wie ICSI zum Kinderwunsch verhelfen. Zu einer der vielen medizinischen Therapien zählt die künstliche Besamung, die sogenannte Insemination. Dabei wird das aufbereitete Sperma des Mannes mit einem Katheder direkt in die Gebärmutter der Frau gespritzt. So verkürzt sich der Weg des Samens zur Eizelle.
Ärzte raten mitunter zu einer Insemination, wenn der Muttermundschleim bei der Frau zu zäh ist und die Spermien sich dort nicht fortbewegen können. Möglich ist die Methode aber auch bei leichter bis mässiger Fruchtbarkeitsstörung des Mannes. Das ist dann der Fall, wenn die Samenqualität nicht gut genug ist. Das heisst, der Mann nicht genug gut bewegliche Spermien produziert.
«Von normaler Qualität der männlichen Samen spricht man, wenn deren Anzahl über 20 Millionen pro ml Sperma liegt. Davon sollten 14 Prozent normal geformt und 50 Prozent gut beweglich sein», heisst es in der Broschüre «Kinderwunsch» des Zentrums für Gynäkologie, Fortpflanzungsmedizin, Mikrochirurgie und minimal invasive Chirurgie in Zürich. Würden diese Werte nicht erreicht, sei die Zeugungsfähigkeit des Mannes eingeschränkt. Auf natürlichem Weg ein Baby zu zeugen, wird dann schwierig. Deshalb kann die Insemination zum Einsatz kommen. Sie wird aber auch durchgeführt, wenn der Mann unter Erektions- oder Ejakulationsstörungen leidet.
Voraussetzung für die Insemiantion ist, dass die Eileiter der Frau gesund sind. Das Kinderwunschzentrum Luzern prüft beispielsweise in der Regel vor der Behandlung zunächst die Durchgängigkeit der Eileiter mit einem Ultraschall oder einer Bauchhöhlenspiegelung. Zudem sollten gemäss Kinderwunschzentrum Luzern für die Insemination mindestens 1-5 Millionen aufbereitete Samen vorliegen.
Für die Behandlung wird eine Samenprobe des Mannes benötigt. Diese wird im Labor aufbereitet, sodass möglichst viele normal geformte und gut bewegliche Spermien verwendet werden können. Wenn bei der Frau der Eisprung stattfindet, wird das konzentrierte Sperma mit einem feinen Katheder in die Gebärmutterhöhle gespritzt. Das hat den Vorteil, dass die Samen einen kürzeren Weg zur Eizelle haben und zudem nicht durch den sehr zähen Gebärmutterhalsschleim hindurch müssen. Gemäss der Broschüre «Kinderwunsch» ist die Insemination «in der Regel schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.»
Manchmal wird die Insemination mit einer Hormonbehandlung kombiniert. Mit Hilfe von Tabletten oder Spritzen kann der Eisprung der Frau so zusätzlich gefördert werden. Die Ärzte können durch einen Ultraschall feststellen, wann ein Eibläschen vorhanden ist. Dann können Sie beispielsweise mit einer Spritze den Eisprung auslösen.
Eine anschauliche Darstellung der Insemination erhalten Sie in diesem Video.
Video: Essex Pharma, bei YouTube von kinderwunschnetz hochgeladen
Die Angaben der Kinderwunschzentren über die Erfolgsaussichten sind sehr unterschiedlich. Die Schwangerschaftsraten liegen demnach zwischen 5 und 15 Prozent pro Versuch.
In der Schweiz übernehmen die Krankenkassen die Kosten der Insemination bei Frauen unter 40 Jahren. Allerdings werden nur 3 Versuche pro Schwangerschaft bezahlt und ausschliesslich eine Insemination mit den Samen des Partners. Es kann aber bei den Krankenkassen andere Bestimmungen geben. Informieren Sie sich daher vorher bei Ihrer Kasse.
Sollten Sie sich für eine Behandlung mit Hilfe von fremden Samen entscheiden, die von einem Spender kommen, übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht.
Erste Anlaufstelle für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ist in der Regel der Gynäkologe. Er kann Ihnen ein geeignetes Kinderwunschzentrum in Ihrer Nähe empfehlen. Sie können sich aber auch direkt an ein Kinderwunschzentrum wenden.
Autor: Angela Zimmerling
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