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Sex nach Plan: Wie Romantik, Sex und fruchtbare Tage zusammenpassen

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Wenn Sie schwanger werden möchten, haben Sie in jedem Monat nur an wenigen Tagen die Chance dazu. Ungefähr fünf fruchtbare Tage gibt es pro Zyklus. Da kann es schnell zu Stress kommen, und aus der schönsten Nebensache der Welt wird eine Pflichtübung zum Eisprung. Wie geht es anderen damit?

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Sex nach Plan kann bei Kinderwunsch nötig sein.

Auch geplanter Sex kann Spass machen. Foto: Stockbyte, Thinkstock

In der Theorie ist es die einfachste und natürlichste Sache: Mann und Frau haben Sex und neun Monate später ein Baby. In der Praxis sieht es jedoch oft etwas anders aus. Wenn ein Eisprung nach dem anderen passiert und es zu keiner Schwangerschaft kommt, kann es schon sein, dass man(n) oder frau darüber in Panik und Stress gerät. Sex wird dann irgendwann vom Kinderwunsch diktiert und an den fruchtbaren Tagen verordnet. Aus dem spontanen Spass der ersten Verliebtheit wird harte Arbeit. Mit Romantik hat das nicht mehr viel zu tun. Das Internet ist voll mit Berichten und Kommentaren von Frauen, die Sex mit dem Terminkalender planen – oder das gerade nicht wollen.

Kinderwunsch-Sex ist schlechter Sex?

Die Meinungen gehen dabei weit auseinander. Viele Frauen belastet es, ihr Sexleben nach den fruchtbaren Tagen ausrichten zu wollen. Manche Frauen berichten, dass ihnen bei dem Gedanken schon die Lust vergeht. Nadja spricht im Forum von gofeminin.de gar von dem Gefühl, sich «besamen zu lassen». Und Landara bringt es auf mamilounge.de auf den Punkt: «Ich möchte kein ichmusstesexhaben-Kind sondern schon gern eins aus Liebe.»

Doch nicht für alle Frauen ist solch ein Liebeskind einfach zu bekommen und viele sehen es wesentlich pragmatischer. Manche berichten auch, dass sie der Kinderwunsch-Sex noch mehr zusammengeschweisst hat, schliesslich sei das «Projekt Kind» ja auch ein gemeinsames Projekt. Wenn die Libido des Mannes stärker ausgeprägt ist, freut sich der zudem, dass es nun einen guten Grund für regelmässigen und häufigen Geschlechtsverkehr gibt.

Beim Eisprung muss er ran

Nicht alle Männer sehen das aber so und manche fühlen sich unter Druck, auf Befehl funktionieren zu müssen und ziehen sich zurück. So berichtet Julia in wunschkinder.net «Dann ging auch nichts, wenn man immer im Kopf hat, dass man jetzt muss.» Viele Frauen verstehen das und raten dazu, dem eigenen Mann nicht das Ovulationsstäbchen unter die Nase zu halten, sondern die aktive Rolle zu übernehmen und ihn zu verführen. Wenn er dann allerdings trotzdem nicht will, kann das zu Frust und Ärger führen. Pinklady auf gofeminin.de beschreibt ihr Problem so: «Mittlerweile läuft gar nichts mehr, wir fühlen uns unter Druck gesetzt und ich werde wütend und frustriert wenn die heisse Phase wieder mal nicht genutzt wird. Ich hab das Gefühl, dass ich schon aufdringlich wirke und mein Mann fühlt sich wie ein Samenspender. Ich versuche es ja schon so verwegen wie möglich anzugehen. Aber egal wie - er kriegt dann wieder die Krise und schottet sich ab, denkt ich will ihn benutzen.»

Es lebe die (geplante) Romantik

Wie viel Planung und Pragmatismus das Sexleben verträgt, muss natürlich jedes Paar für sich selbst entscheiden. Vielleicht finden Sie sich in einer der zitierten Frauen wieder, die beim Sex nur noch an Eisprung und Baby denken,  vielleicht geht es Ihnen aber auch wie Alexandra auf wunschkinder.net: «Seit unserem Kinderwunsch ist unser Sexleben sicher besser geworden.»

Sex planen: So kann es leidenschaftlich und romantisch werden

  • Verführen Sie Ihren Partner mit einer Massage.
  • Gönnen Sie sich zusammen ein Bad mit Kerzen. Sicher bringt Sie das in die passende Stimmung.
  • Wer sagt denn, dass ein Baby im Bett gezeugt werden muss? Ungewöhnliche Orte können für Spannung sorgen.
  • Verabreden Sie sich zu einem richtigen Rendezvous. Und vergessen Sie bei allem Kinderwunsch nicht, die Zeit miteinander zu geniessen: Wenn es denn mit dem Baby-Sex klappt, werden Verabredungen zu zweit in Zukunft schwieriger.
  • Wissen Sie noch wie es war, als Sie sich gerade kennengelernt hatten und die Finger nicht voneinander lassen konnten? Vielleicht haben Sie ein Lied aus dieser Zeit, das den Funken der ersten Verliebtheit wieder aufleben lässt?
  • Ein einfacher, aber meist erfolgreicher Klassiker: Mit verführerischer Unterwäsche wird es bestimmt eine leidenschaftliche Nacht.

In einem sind sich Userinnen und Experten einig: Stress ist schlecht für die Zeugung neuen Lebens. Und Sex mit Blick auf die Eisprunguhr kann Stress pur sein. Carina berichtet auf 9monate.de davon, wie sie die Diagnose, dass es mit einer Schwangerschaft bei ihr und ihrem Mann schwierig werden könnte, eigentlich entstresst hat. «Der Druck ist ein wenig raus. Wir mussten uns zwangsläufig darüber Gedanken machen, was wäre, wenn keins kommt. Habe nicht auf ein Kind gewartet um aus dem Job auszusteigen (war überhaupt nicht zufrieden) sondern gekündigt usw., Hobby wieder aufgenommen, Urlaub geplant und mein Leben neu ausgerichtet.» Und sie kommt schliesslich zu einem Schluss, der für viele Frauen hilfreich sein kann: «Denn diese Jahre wären verschenkt. Man weiss nie, wie lange man drauf wartet.»

Sex nach Plan muss nicht das Ende der Romantik und Leidenschaft in einer Beziehung bedeuten. Und wenn Sie am Ende Eltern geworden sind, dann stellen Sie eventuell fest, dass Planung für das Sexleben gar nicht so schlecht ist. Denn spontaner Sex und Baby gehen oft nicht sehr gut zusammen.

Kein Rezept für Leidenschaft, aber das kann den Kinderwunsch-Sex erfolgreicher machen:

  • Der richtige Zeitpunkt: Wie im Haupttext erwähnt, muss es an den fruchtbaren Tagen passieren, damit ein Baby entstehen kann.
  • Häufigkeit: Wer auf Nummer sicher gehen will und täglich Geschlechtsverkehr hat, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nicht unbedingt. Zu viel Sex kann nämlich die Spermienqualität herabsetzen. Aller zwei oder drei Tage ist besser.
  • Die richtige Stellung: Zeugungsfreundlich ist es, wenn die Frau unten und der Mann oben ist, eventuell sogar mit einem Kissen unter dem Gesäss der Frau. So hat es der Samen einfacher, das Ei zu finden.

Autor: Julia Wohlgemuth

Wie ist Ihre Meinung zum geplanten Sex? Schreiben Sie uns. Hier geht es zum Kommentarbereich.


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