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Vermeiden: Work-Family-Balance Killer

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  • Überstunden. Wer keine Überstunden macht, hat viel weniger Probleme, Arbeit und Familie zu vereinbaren.
  • Samstagsarbeit, Wochenendarbeit.
  • Karriere. Geschäftsleitung und Kader haben mehr Probleme mit der Work-Family-Balance. Allerdings haben sie mehr Autonomie am Arbeitsplatz, und das wiederum kann Balance fördern.
  • Gleitende Arbeitszeit. Bedeutet real oft mehr Überstunden für den Arbeitnehmer und ist oft nicht mit mehr Autonomie verbunden.
  • Dauererreichbarkeit.
  • Mobilität.
  • Hobbys. Untersuchungen belegen, dass bei Überstunden und einer Arbeitszeit von über 40 Stunden pro Woche zuerst die Familienaktivitäten massiv heruntergefahren werden. Erst in zweiter Line verzichten Eltern auf ihre Freizeitgewohnheiten.
  • Stress. Work-Family-Konflikte erhöhen nachweisbar Stress und Burnout. Wer aus der eigenen Balance gefallen ist, schafft auch keine Work-Family-Balance. IV-Fälle mit psychischen Ursachen nehmen massiv zu.
  • Unachtsamkeit. Work-Family-Konflikte bergen grosse gesundheitliche Risiken und führen zu mehr Stress.

Gleichzeitig nimmt die sogenannte Normalarbeit ab. Gerade mal noch fünf Prozent der Schweizerinnen und Schweizer haben noch Normalarbeitszeiten - laut Untersuchungen von Prof. Friedhelm Nachreiner von der Gesellschaft für Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologische Forschung GAWO.

Der Trend geht weg von normalen Arbeitsstrukturen und hin zu gleitender Arbeitszeit, zu Nacht-, Schicht- und Wochenendarbeit und Arbeit auf Abruf und vor allem zu Überstunden. Der Feierabend und der eigentlich arbeitsfreie Samstag geraten dadurch unter Druck, die eigentlich im Arbeitsgesetz verankerte 42.5-Stunden-Woche und der Sonntag als Ruhetag verlieren an allgemeiner Verbindlichkeit.

Problem dabei: Arbeitnehmer werden durch die wirtschaftliche Situation und durch Arbeitgeber dazu veranlasst, immer mehr wirtschaftlichen Druck und unternehmerisches Risiko mitzutragen. Die Folge ist, dass die Erwerbstätigen ein Interesse an der gesundheitlichen Selbstgefährdung entwickeln und die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit immer weiter gesteckt werden.



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Kommentare

  • Rita 20.07.2011 18:57 Uhr
    Endlich mal wird hier Tacheles geredet! Was mich aber immer ärgert ist, dass es heisst entweder Kinder oder Karriere. In vielen anderen Ländern (USA, UK, China, Indien, Australien, Frankreich) ist beides möglich, nur in der Schweiz leben wir noch wie zu Gotthelfs Zeiten. Sind wir Schweizer eigentlich total bescheuert? Während unsere Kinder im Muki Turnen verblöden, überholen uns die Inder und Chinesen. Ich bin Chinesin, aber in der Schweiz aufgewachsen. Ich werde meine Kinder chinesisch erziehen, d.h. die Eltern geben den Ton an und die Kinder lernen - neben Spass und Spiel - auch Disziplin, Ordnung und schnellstmöglich Selbständigkeit und Durchsetzungsvermögen. Wir erziehen keine Plüschtiere sondern Menschen, die eines Tages selbständig und erfolgreich sein sollen.
  • Sandro 22.02.2010 14:36 Uhr
    Endlich kommt dieses Thema in die politische Agenda. Es wird Zeit, dass sich hier ein öffentliches Bewusstsein entwickelt. Nur so kann sich etwas an dieser Situation ändern.
  • margrith Lenz 27.08.2009 20:22 Uhr
    bin an den Kommentaren intressiert!

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