Weitere Artikel

Internationaler Tag der Familie: Work-Family-Balance im Fokus
Der Tag der Familie am 15. Mai 2012 steht unter dem Motto: Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Lesen Sie dazu die Kolumne von Lucrezia Meier-Schatz
weiterlesen

Job und Kinder: Arbeiten ohne schlechtes Gewissen
Mütter mit Job haben oft ein schlechtes Gewissen ihren Kindern gegenüber. Doch auch berufstätige Frauen können «die beste Mama der Welt» sein.
weiterlesen

Moderne Mütter sind trotz Mehrfachbelastung zufriedener
Moderne Mütter sind trotz Mehrfachbelastung zufriedener als Mütter vor 30 Jahren. Zu diesem Resultat kommt eine von P&G veröffentliche Studie.
weiterlesen
Aber wie familienschädigend sind unsere Arbeits- und Lebensweisen eigentlich wirklich? Eine Untersuchung der Europäischen Union von 2005 zeigt, dass ein Viertel der Bevölkerung unter einer psychischen Erkrankung leidet - auch in der Schweiz. Eine Studie des Deutschen Jugendinstituts von 2009 belegt einen bedenklichen Grad von Belastungen der Eltern. Viele Eltern sind erschöpft, sie befinden sich am Rande der Überforderung, resümiert Familienforscherin Dr. Karin Jurczyk.
Zuviel berufliche Mobilität erschwert das gemeinsame Familienleben, Zeitlücken für die Familie müssen mühsam gesucht werden, erschöpften Eltern fehlt die Energie, sich wirklich aufeinander und auf ihre Kinder einzulassen. Erschöpfung macht abwesend. Wo aber keine aufmerksame Anwesenheit mehr stattfindet, findet auch keine Erziehung mehr statt. Die Betreuung der Kinder leidet. Die Folgen spürt die Gesellschaft heute schon. Die Familienpolitik ist wie noch nie gefordert, Lösungen zu erarbeiten.
Mehr zum Thema:
«Überforderte Eltern brauchen Hilfe»
«Wer Eltern hilft, hilft Kindern»
«Familienstress bewältigen lernen»
Wissen um die Mechanismen
An der Gesundheitsförderungskonferenz im Juli 2009 stellte Dr. Oliver Hämmig vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Uni Zürich Resultate einer vergleichenden Analyse von 67 Studien vor. Als Folgen von Work-Family-Konflikten werden am häufigsten genannt: Burnout und Stress bei der Arbeit, gefolgt von Depression und familiärem Stress, körperlichen und psychischen Beschwerden, Suchtprobleme. Die Lebenszufriedenheit sinkt, ebenso die Zufriedenheit mit Ehe oder Partnerschaft. Die Arbeitszufriedenheit geht zurück und die Kündigungsabsicht steigt. Die Untersuchungen belegen ferner: Alleinerziehende und ihre Kinder tragen ein massiv grösseres Gesundheitsrisiko, alleinerziehende Mütter sind stärker von Burnout betroffen.
Die Herausforderungen liegen auf dem Tisch. Work-Family-Balance gehört auf die staatliche gesetzgeberische Agenda. Sie gehört aber ebenso ins Pflichtenheft der Arbeitgeber und Firmen. Und drittens gehört sie auf den Küchentisch, also in die Agenda jedes Einzelnen. Entscheidend für einen erfolgreichen Umgang mit Work-Family-Konflikten sind einerseits die Rahmenbedingungen (Arbeit, Kinderbetreuungsangebote, sozioökonomische Faktoren), andererseits aber auch die persönlichen Fähigkeiten und Bewältigungsstrategien. Denn solange trotz neuer Möglichkeiten positive familienbezogene Vorbilder im Berufsleben nicht gelebt werden, solange man mit Selbstausbeutung und Verschleiss weitermacht, so lange sind die Prioritäten nicht optimiert und der Work-Family-Konflikt führt zu einer Gesellschaft von erschöpften Eltern.
Text: Kathrin Fischer
Familienfreundliche Unternehmen können Sie hier finden und bewerten: http://jobundfamilie.ch
Das könnte Sie auch interessieren

Internationaler Tag der Familie: Work-Family-Balance im Fokus
Der Tag der Familie am 15. Mai 2012 steht unter dem Motto: Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Lesen Sie dazu die Kolumne von Lucrezia Meier-Schatz mehr
Job und Kinder: Arbeiten ohne schlechtes Gewissen
Mütter mit Job haben oft ein schlechtes Gewissen ihren Kindern gegenüber. Doch auch berufstätige Frauen können «die beste Mama der Welt» sein. mehr
Moderne Mütter sind trotz Mehrfachbelastung zufriedener
Moderne Mütter sind trotz Mehrfachbelastung zufriedener als Mütter vor 30 Jahren. Zu diesem Resultat kommt eine von P&G veröffentliche Studie. mehr
Hier können Sie mitdiskutieren
-
- Herausforderung Teilzeitkarrier...
10.05.2012 14:58 Uhr
- Herausforderung Teilzeitkarrier...
-
- Kindesmisshandlung erkennen und...
10.05.2012 13:27 Uhr
- Kindesmisshandlung erkennen und...
-
- Streit um Geld in der Beziehung...
02.05.2012 08:23 Uhr
von jumbo07
- Streit um Geld in der Beziehung...
-
- Was koche ich heute: Einfache R...
01.05.2012 19:43 Uhr
- Was koche ich heute: Einfache R...
-
- Schweiz ist nicht familienfreun...
12.04.2012 19:49 Uhr
- Schweiz ist nicht familienfreun...
-
- Kindern Tod und Trauer erkläre...
12.03.2012 14:50 Uhr
von buffy_ch
- Kindern Tod und Trauer erkläre...
Eventkalender
Was koche ich heute

Schnelle Rezepte für die ganze Woche
Zum Beispiel Kartoffelsalat sweet and sour ...
Haben Sie Fragen?
Swissmilk-Ernährungsberater geben gerne Auskunft.
Lokale Suche
Freizeitgestaltung
Ausflüge, Spielplätze und Restaurants...
...über 6000 interessante Orte für Ihre Familie finden Sie mit der neuen Kartensuche
Video

Haustiere sollen glücklich und gesund sein
Was können wir tun, um die Bedürfnisse von Haustieren zu erfüllen?
Unsere Partner
Neueste Beiträge im Forum
Babynamen

Die beliebtesten Vornamen
Sie sind schwanger und suchen einen schönen Vornamen für Ihr Kind? Hier finden Sie die beliebtesten Vornamen in der Schweiz.








Kommentare
Endlich mal wird hier Tacheles geredet! Was mich aber immer ärgert ist, dass es heisst entweder Kinder oder Karriere. In vielen anderen Ländern (USA, UK, China, Indien, Australien, Frankreich) ist beides möglich, nur in der Schweiz leben wir noch wie zu Gotthelfs Zeiten. Sind wir Schweizer eigentlich total bescheuert? Während unsere Kinder im Muki Turnen verblöden, überholen uns die Inder und Chinesen. Ich bin Chinesin, aber in der Schweiz aufgewachsen. Ich werde meine Kinder chinesisch erziehen, d.h. die Eltern geben den Ton an und die Kinder lernen - neben Spass und Spiel - auch Disziplin, Ordnung und schnellstmöglich Selbständigkeit und Durchsetzungsvermögen. Wir erziehen keine Plüschtiere sondern Menschen, die eines Tages selbständig und erfolgreich sein sollen.
Endlich kommt dieses Thema in die politische Agenda. Es wird Zeit, dass sich hier ein öffentliches Bewusstsein entwickelt. Nur so kann sich etwas an dieser Situation ändern.
bin an den Kommentaren intressiert!
Zu den weiteren Kommentaren