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Forderungen des SVAMV

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Sie und der SVAMV fordern Renten für die Kinder. Warum dies und wie soll das funktionieren?

Das Verrückte ist ja: Wir haben das Wissen und brauchen nur neue Formen der Regelung. Aber hier tun sich Politiker und Behörden schwer. Wir haben eine AHV mit Rentenleistung – das gleiche Modell könnte auch bei Kindern zum Zuge kommen. Allen Kindern aus Scheidungen könnte eine Standardrente bezahlt werden, etwa vom Bund. Der Bund oder eine andere Instanz als Rentengeber könnte dann dafür sorgen, dass die Alimenten entsprechend gesprochen und eingezogen werden. Die Systeme sind da, aber sie werden nicht für unsere Zukunft – die Kinder – genutzt.

Wir haben es mit Stereotypen und veralteten Familienbildern zu tun, die in Parlament und Amtsstellen weit verbreitet sind. Und wir haben kein solidarisches Modell und kein unterstützendes System für Alleinerziehende.

Würde eine Anpassung der bisherigen Alimentenregelung nicht genügen?

Heute ist das Nichtbezahlen von Alimenten immer noch ein Kavaliersdelikt. Die Mutter muss klagen und hat die administrativen Aufwände und weniger Zeit für die Kinder. Wir haben heute in der Schweiz eine rechtliche Situation, die die Eltern aufeinander hetzt. Hier muss man ansetzen. Und endlich die finanzielle Sicherheit der Kinder ins Zentrum stellen und Strukturen schaffen, die das Wohl der Kinder gewährleisten.

Ich war lange alleinerziehender Vater. Man steht 24 Stunden zur Verfügung, Immer wenn mit dem Kind etwas ist, muss man Tag und Nacht auf Abruf sein. Alles das, was in dem Tag stattfindet, das macht man alleine. Alleinerziehende müssen in der Regel auch viel mehr Zeit investieren im Umgang mit Behörden. Die Alleinerziehenden sind häufig sehr müde von ihrem Alltag, mitunter ein Grund, dass sich nichts bewegt.



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Kommentare

  • hampi baumann 18.06.2010 22:23 Uhr
    Liebes Ursi

    1000 + Kinderzulage genügen für Studenten nicht. Hingegen genügen für einen Lehrling 500 + Kinderzulagen. Muss man für diese Berechnung ein Studium vorweisen?
    Ich bin seint 13 Jahren alleinerziehend und habe bei der Alimentenberechnung gemerkt, dass die Gesetze eher zu Gunsten der Frau ausgelegt werden. Also keine Alimente für 2 Kinder und mich - usw. Wenn ich heute von den hohen Berechnungen höre, frage ich mich schon, welchen Luxus müssen wir den Kindern bieten. Wir jammern in der Schweiz auf sehr hohem Niveau. Es geht auch etwas bescheidener und wer will, findet auch ein Zusatzeinkommen. Habe heute 2 tolle Fräulein in der Ausbildung, die gelernt haben: Das verzichten keine Schande ist und wenn man die Ärmel hochkrempelt, einem eine gerechte Belohnung winkt.
  • Ursi 07.01.2010 04:29 Uhr
    Erstaunlich, dass Ihre Tatsachenschilderung nicht mehr Kommentare hervorruft! Nach wie vor ist offenbar die Frau selber schuld, dass sie durch Scheidung und/oder Kinder in die Armut fällt. Sie hätte ja nicht zu scheiden und/oder Kinder gebären müssen! Eine absolut beschämende Einstellung unserer "feinen" Gesellschaft und der meisten Gerichts- und Sozialbehörden! Sie ist in diversen wissenschaftlichen Arbeiten belegt.

    Ausserdem: Dass auch Kinder alleinerziehender Eltern so intelligent sein können, dass sie zu einem Hochschulstudium fähig sind, ist für die Behörden offenbar völlig unmöglich. Deshalb erhalten diese Kinder wegen der Armut des sorgeberechtigten Elternteils zwar problemlos Stipendien bis sie volljährig sind. Bis dahin haben sie meistens die Matura geschafft. Dann werden sie abgestraft und erhalten nichts mehr, weil nun Vermögen und Einkommen des Vaters zur Berechnung der Stipendien beigezogen werden. Die Kinder müssen aber schon froh sein, wenn sie die im Scheidungsprozess dank heruntergefahrenem Einkommen und Vermögen ihres Vaters viel zu tiefen Kinderalimente während des Studiums weiterhin bekommen, ohne dass sie gegen ihren Vater klagen müssen. Dass erfahrungsgemäss Einkommen und Vermögen des Vaters meist nach dem Scheidungsurteil wieder in die Höhe steigen, die Alimente für Ex-Frau und Kinder nach Laune des Vaters von den Gerichten wohl problemlos bis unter das Existenzminimum gesenkt, aber kaum je entsprechend erhöht werden, ist eine weitere traurige Tatsache. Aber CHF 1'000.00 plus Kinderzulage reichen auch für den bescheidensten Studenten heute nicht zum Leben. Mit dem Bologna-System ist auch das Nebenbei-Arbeiten sehr schwierig geworden, und die früher typischen Studentenjobs (z.B.Sihlpost etc.) sind automatisiert oder ins Ausland ausgelagert worden. Der Vater kommt durch die Bezahlung der im Scheidungsurteil viel zu tief festgesetzten Kinderalimente seiner Unterstützungspflicht nach. - Da diese nicht zum Leben reichen und für die Berechnung von Stipendien und Studiendarlehen für volljährige Kinder Gelder herangezogen werden, auf welche das Kind weder einen Anspruch noch einen Zugriff hat, ist diesen Kindern behördlich die Zukunft verbaut!

    -Bildung ist die Ressource der Schweiz.
    -Kinder haben Anspruch auf eine ihren Fähigkeiten und Neigungen gemässe Ausbildung.
    -Ein Studium soll nicht vom Geldbeutel des Studierenden abhängen.

    Für die Kinder von Alleinerziehenden ohne Geld wird Tertiäre Erstausbildung durch behördliche Regelungen verunmöglicht! D. h. diese Kinder werden ganz konkret und schuldlos behördlich diskriminiert.

    Bravo - schöne Bildungsschweiz!
  • Verena 11.10.2009 13:06 Uhr
    Wie recht Sie haben. Ich bin 47,ledig,alleinerziehende Mutter. Meine Kinder sind mittlerweilen 19J. und 13J.Ich musste immer voll Arbeiten, bekam nie Hilfe.Unterdessen bin seit fast vier Jahren krank,Posttraumatische Belastunfsstörung,bekomme 100% IV-Rente.Es war alles viel zu viel,und heute,immer noch keine Hilfe, ich habe alles verloren. Für mich und meine Kinder eine absolut extrem Situation und ich weiss nicht, wie lange ich noch überleben kann.Das schlimmste für mich sind die wahnsinnig hohen Wohnungsmieten, wohnen ist ein Luxus für mich.Ich bin meines Erachtens, ein vom Staate produzierter Sozialfall und habe mich,in dem Moment wo ich mich für die Kinder entschieden habe,ins aus katapultiert.

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