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Grundprobleme bei Trennungen

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Da läuft doch gewaltig etwas schief. Warum kommt es überhaupt zu solchen Fällen?

Nehmen wir ein ehemaliges Liebespaar, bei denen die Gefühle erkaltet sind. Sie gehen auseinander. Das Gestürm das entsteht, beziehungsweise die Ursache des Gestürms sind die Emotionen angesichts der Paarsituation. Das müsste man eigentlich von der Situation des Kindes getrennt betrachten, tut man aber nicht. Die Aufgaben, die für ein Kind erfüllt sein müssen, damit es lebenswert aufwachsen kann, sind immer etwa gleich – sie hängen nicht von der Situation der Eltern ab. Bei einer Scheidung ergreifen Berater und die Anwälte Partei – aber nie die Partei des Kindes, sondern immer nur die der Mutter oder des Vaters. Dann kommen die Richter, die wissen, dass man den Vater finanziell nicht zu sehr belasten darf, da er sonst demotiviert werden könnte, seine Erwerbstätigkeit fortzuführen, wenn er in die Nähe des Existenzminimums manövriert wird. Ob die Mutter und mit ihr das Kind in die Gefahr der Armut geraten, spielt in dieser Diskussion überhaupt keine Rolle.

Lassen sich die Probleme denn nicht mittels der bestehenden Regeln und Gesetze lösen?

Nein, denn sie sind vielerorts kontraproduktiv. Das Alleinerziehen in diesem Wesen ist politisch noch überhaupt nicht verstanden. Zudem herrscht heute ein neokonservatives Klima. Unsere politische Welt ist ein geistiges Bergtal. Es fehlt die Bereitschaft, Kreativität und Offenheit und die Weite, sich endlich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und sie zu lösen. Es sind ja nun wirklich keine neuen Themen.



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Kommentare

  • hampi baumann 18.06.2010 22:23 Uhr
    Liebes Ursi

    1000 + Kinderzulage genügen für Studenten nicht. Hingegen genügen für einen Lehrling 500 + Kinderzulagen. Muss man für diese Berechnung ein Studium vorweisen?
    Ich bin seint 13 Jahren alleinerziehend und habe bei der Alimentenberechnung gemerkt, dass die Gesetze eher zu Gunsten der Frau ausgelegt werden. Also keine Alimente für 2 Kinder und mich - usw. Wenn ich heute von den hohen Berechnungen höre, frage ich mich schon, welchen Luxus müssen wir den Kindern bieten. Wir jammern in der Schweiz auf sehr hohem Niveau. Es geht auch etwas bescheidener und wer will, findet auch ein Zusatzeinkommen. Habe heute 2 tolle Fräulein in der Ausbildung, die gelernt haben: Das verzichten keine Schande ist und wenn man die Ärmel hochkrempelt, einem eine gerechte Belohnung winkt.
  • Ursi 07.01.2010 04:29 Uhr
    Erstaunlich, dass Ihre Tatsachenschilderung nicht mehr Kommentare hervorruft! Nach wie vor ist offenbar die Frau selber schuld, dass sie durch Scheidung und/oder Kinder in die Armut fällt. Sie hätte ja nicht zu scheiden und/oder Kinder gebären müssen! Eine absolut beschämende Einstellung unserer "feinen" Gesellschaft und der meisten Gerichts- und Sozialbehörden! Sie ist in diversen wissenschaftlichen Arbeiten belegt.

    Ausserdem: Dass auch Kinder alleinerziehender Eltern so intelligent sein können, dass sie zu einem Hochschulstudium fähig sind, ist für die Behörden offenbar völlig unmöglich. Deshalb erhalten diese Kinder wegen der Armut des sorgeberechtigten Elternteils zwar problemlos Stipendien bis sie volljährig sind. Bis dahin haben sie meistens die Matura geschafft. Dann werden sie abgestraft und erhalten nichts mehr, weil nun Vermögen und Einkommen des Vaters zur Berechnung der Stipendien beigezogen werden. Die Kinder müssen aber schon froh sein, wenn sie die im Scheidungsprozess dank heruntergefahrenem Einkommen und Vermögen ihres Vaters viel zu tiefen Kinderalimente während des Studiums weiterhin bekommen, ohne dass sie gegen ihren Vater klagen müssen. Dass erfahrungsgemäss Einkommen und Vermögen des Vaters meist nach dem Scheidungsurteil wieder in die Höhe steigen, die Alimente für Ex-Frau und Kinder nach Laune des Vaters von den Gerichten wohl problemlos bis unter das Existenzminimum gesenkt, aber kaum je entsprechend erhöht werden, ist eine weitere traurige Tatsache. Aber CHF 1'000.00 plus Kinderzulage reichen auch für den bescheidensten Studenten heute nicht zum Leben. Mit dem Bologna-System ist auch das Nebenbei-Arbeiten sehr schwierig geworden, und die früher typischen Studentenjobs (z.B.Sihlpost etc.) sind automatisiert oder ins Ausland ausgelagert worden. Der Vater kommt durch die Bezahlung der im Scheidungsurteil viel zu tief festgesetzten Kinderalimente seiner Unterstützungspflicht nach. - Da diese nicht zum Leben reichen und für die Berechnung von Stipendien und Studiendarlehen für volljährige Kinder Gelder herangezogen werden, auf welche das Kind weder einen Anspruch noch einen Zugriff hat, ist diesen Kindern behördlich die Zukunft verbaut!

    -Bildung ist die Ressource der Schweiz.
    -Kinder haben Anspruch auf eine ihren Fähigkeiten und Neigungen gemässe Ausbildung.
    -Ein Studium soll nicht vom Geldbeutel des Studierenden abhängen.

    Für die Kinder von Alleinerziehenden ohne Geld wird Tertiäre Erstausbildung durch behördliche Regelungen verunmöglicht! D. h. diese Kinder werden ganz konkret und schuldlos behördlich diskriminiert.

    Bravo - schöne Bildungsschweiz!
  • Verena 11.10.2009 13:06 Uhr
    Wie recht Sie haben. Ich bin 47,ledig,alleinerziehende Mutter. Meine Kinder sind mittlerweilen 19J. und 13J.Ich musste immer voll Arbeiten, bekam nie Hilfe.Unterdessen bin seit fast vier Jahren krank,Posttraumatische Belastunfsstörung,bekomme 100% IV-Rente.Es war alles viel zu viel,und heute,immer noch keine Hilfe, ich habe alles verloren. Für mich und meine Kinder eine absolut extrem Situation und ich weiss nicht, wie lange ich noch überleben kann.Das schlimmste für mich sind die wahnsinnig hohen Wohnungsmieten, wohnen ist ein Luxus für mich.Ich bin meines Erachtens, ein vom Staate produzierter Sozialfall und habe mich,in dem Moment wo ich mich für die Kinder entschieden habe,ins aus katapultiert.

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