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Ferien im fernen Neuseeland oder in der Karibik sind kein Problem. Flugzeuge machen es möglich. Sie haben nur einen grossen Nachteil: Der Treibhausgas-Ausstoss und die Lärmbelästigung sind enorm.
Flugreisen tragen viel zur Umweltbelastung bei.
Flugreisen und Nachhaltigkeit passen auf den ersten Blick nicht zusammen. Wer denkt, die eine Ferienreise in die USA mache den Unterschied im persönlichen Kohlenstoffdioxid-Fussabdruck nicht aus, hat sich getäuscht.
Nach Berechnungen der Schweizer Stiftung «myclimate» entspricht ein Retour-Flug von Zürich nach New York mit rund drei Tonnen CO2-Ausstoss etwa einem Drittel der jährlichen Kohlenstoffdioxid-Emissionen eines Durchschnittsschweizers von etwa sieben bis zehn Tonnen CO2.
«Myclimate» ist eine gemeinnützige Organisation, die freiwillige Kompensationsmassnahmen anbietet. Aus einem Projekt von Studierenden und Professoren der ETH Zürich hervorgegangen, unterstützt die Stiftung heute Klimaschutzprojekte mit Kompensationsgeldern. Konkret heisst das, man rechnet seinen eigenen CO2-Austoss für die nächste Flugreise per Online-CO2-Rechner und erhält daraufhin einen genauen Spendenvorschlag. Mit der Spende wird zum Beispiel die Verteilung von Solarkochern im Südwesten Madagaskars unterstützt.
Nicht nur der CO2-Austoss ist bei Flugzeugen hoch. Sie emittieren auch Stickoxide, Schwefeloxide und Aerosole. Kondensstreifen und die Bildung von Zirruswolken tragen ebenso zur Klimaerwärmung bei. Der Flugverkehr hat laut «myclimate» in der Schweiz einen Anteil an Treibhausgas-Emissionen von 14 Prozent.
Das Autofahren gehört neben dem Fliegen zu den «Hauptverschmutzern» was Treibhausgas-Emissionen anbelangt. Deutlich wird die Umweltbelastung durch den Flug-und den Autoverkehr an einer einfachen Berechnung, die das Bundesamt für Umwelt im Magazin «Umwelt» herausstellt. Demnach verursacht eine Reise von Zürich nach Hamburg mit dem Flugzeug die gleiche Klimabelastung wie anderthalb Wegstrecken mit dem Auto, drei Fahrten mit dem ICE oder fünf Fahrten mit dem Nachtzug, der langsamer und daher energiesparender fährt.
So ganz auf das Reisen mit dem Flugzeug oder Auto verzichten muss die Familie deshalb nicht. Richtet man sich nach den Empfehlungen des Uno-Klimarates IPCC, wonach pro Jahr jeder nur ein bis zwei Tonnen CO2 verbrauchen sollte, sind Flugreisen nicht komplett ausgeschlossen. Alle drei Jahre sei eine Flugreise auf die Kanarischen Inseln oder auf Kreta möglich, alle 15 Jahre auf Bali, so «myclimate». Pro Jahr können pro Person nach dieser Berechnung auch insgesamt 1000 Kilometer mit dem Auto gefahren werden. Für eine vierköpfige Familie wäre das eine Autoreise nach Neapel und 2000 Kilometer über das Jahr verteilt.
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