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Ob Babysitter, Tagesmutter oder Kita, die meisten Eltern sind irgendwann auf Kinderbetreuung angewiesen. Wenn Sie sich auf die Suche nach einer geeigneten Kinderbetreuung machen, sollten Sie sich am besten zuvor einen Überblick über die Kosten für Kinderbetreuung verschaffen. Wir stellen Ihnen die zu erwartenden Kosten für die unterschiedlichen Formen der Betreuung zusammen.
Ob Babysitter, Tagesmutter oder Nanny: Die Kinderbetreuung kostet. Foto: © micromonkey - Fotolia.com
Sie wollen gelegentlich ohne Ihr Kind für ein paar Stunden das Haus verlassen? Dann können Sie Ihr Kind zum Beispiel von einem Babysitter betreuen lassen. Babysitter spielen mit Ihren Kindern, essen mit ihnen und bringen sie auch ins Bett. Oft verdienen sich kinderliebe Jugendliche mit Babysitting etwas Geld nebenbei dazu. Der Lohn für Babysitter ist auch gar nicht so hoch.
Babysitter-Lohn tagsüber:
Babysitter-Lohn abends:
(Quelle: Handbuch: Alternativen zur Kita, Stadt Zürich)
«Für ältere Jugendliche gibt es keine offiziellen Empfehlungen», so die Stadt Zürich. «Hier richten sich die Preise nach Alter, Ausbildung und Erfahrung sowie nach Angebot und Nachfrage. Fahrtkosten werden in der Regel zusätzlich vergütet.» Die Kosten für Babysitter, die über Dienstleistungsagenturen vermittelt werden, liegen allerdings meist höher.
Weitere Tipps & Infos zu Babysitting und Babysitter: www.familienleben.ch/babysitter
Wer regelmässig ausser Haus ist, kann zum Beispiel eine Tagesmutter engagieren. Tagesmütter betreuen Kinder in der Regel bei sich zuhause – einzeln, mit anderen Kindern oder ihren eigenen Kindern zusammen. Die Kinderbetreuung in einer Familienstruktur wie sie von Tagesmüttern angeboten wird, gilt als persönlichere, familienähnlichere und re Betreuung gegenüber Kinderkrippen und Kindertagesstätten
Viele Tagesmütter gehören einem Tagesfamilienverein an. Tagesfamilienvereine vermitteln Betreuungsplätze und organisieren die professionelle Ausbildung sowie Weiterbildung der Tageseltern. Elternüberweisen hier deshalb den Lohn für die Tagesmutter in der Regel an den Tageselternverein.
Die Höhe der Kosten für eine Tagesmutter ist von Tageselternverein zu Tageselternverein unterschiedlich. Sicherlich aber sind die Vereine bemüht, die Kosten für die Tagesmutter so gering wie gerecht für beide, Eltern und Tageseltern, zu halten.
Tageseltern, die ihre Betreuungsleistung selbstständig über Inserate, Mund-zu-Mund-Propaganda und das Internet anbieten, handeln die Höhe des Betreuungsgeldes selbst mit den Eltern aus. «Weil es keine verbindlichen Tarife gibt, schwanken diese beträchtlich zwischen 5 und 15 Franken pro Stunde», so die Stadt Zürich.
Weitere Informationen über Tagesmütter: www.familienleben.ch/tagesmutter
In der Kinderkrippe werden die Kinder den ganzen Tag betreut, doch auch hier gibt es Kosten. Foto: © micromonkey - Fotolia.com
Kinderbetreuung von morgens bis abends: Dieses Angebot machen Kinderkrippen und Kindertagesstätten für Kindern zwischen 3 Monaten und 6 Jahren. Die Tarife für Kinderkrippen und Kindertagesstätten sind unübersichtlich: Fast jede Schweizer Gemeinde oder zumindest jeder Schweizer Kanton hat eine eigene Tarifpolitik in Sachen Kinderbetreuungskosten.
Folgendes ist aber allen Krippen und Kitas gemein: In der Regel sind die Kosten für die Kinderetreuung einkommensabhängig. Darüber hinaus spielt es eine Rolle, ob das Kind halb- oder ganztags die Einrichtung besuchen soll, oft auch, wie hoch die Zahl der Geschwisterkinder ist.
Die Stadt Bern hat für die Kosten eines Kita-Platz einen Tarifrechner ins Internet gestellt: www.bern.ch/kinderbetreuung
Neben den öffentlichen Kinderkrippen und Kitas gibt es auch private Kinderbetreuungsangebote, die in der Regel von Vereinen getragen werden. Auch hier können die Kosten für die Kinderbetreuung unterschiedlich sein.
Ein Beispiel: Die Kindertagesstätte Cevi Ottilotti in Bern, die bis zu 12 Ganztagsplätze für Kinder von sechs Monaten bis zum Schuleintritt anbietet, verlangt als Aufnahmegebühr 200 Franken. Die Ganztagsbetreuung kostet 120 Franken, ein halber Tag ohne Mittagessen 60 Franken, ein halber Tag mit Mittagessen 85 Franken. Eltern von Babys, die zwischen sechs und 15 Monaten alt sind, zahlen für die Ganztagsbetreuung 140 Franken, für den halben Tag ohne Mittagessen 70 Franken und für einen halben Tag mit Mittagessen 100 Franken.
Kinderfrau, Kindermädchen oder Nanny: Sie betreut – wie auch immer sie genannt wird, alle Kinder einer Familie im Haus der Eltern, und zwar meist tageweise. Die Kinder können also in der vertrauten Umgebung bleiben.
Eine spezifische Ausbildung zur Nanny gibt es zwar nicht, doch viele Familien setzen eine pädagogische Ausbildung und gute Referenzen voraus. Der Lohn für die Nanny ist in der Regel Verhandlungssache und orientiert sich an Ausbildung und Erfahrung der Nanny:. Die Nanny gilt als Angestellte in einem Privathaushalt», erklärt die Stadt Zürich. «Der Anstellungsvertrag ist immer Sache zwischen den Eltern und der Betreuungsperson.» Muster für ein Arbeitsvertrag für die Nanny lassen sich zum Beispiel unter www.hauswirtschaft.ch finden. Der Verein «Childcare Service Zürich» empfiehlt einen Stundenansatz von 25 bis 35 CHF bzw. 3.800 bis 4.800 CHF brutto bei monatlicher bei Vollanstellung.
Haben Sie weitere Fragen zu den Kosten der Kinderbetreuung? Schreiben Sie einen Kommentar zum Artikel.
Autor: Sigrid Schulze
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