Weitere Artikel

Bundesrat lehnt Familieninitiative der SVP ab
Steuerliche Förderung für Familien, die ihre Kinder zu Hause betreuen? Der Bundesrat wies eine Inititative der SVP zurück.
weiterlesen

Billigkrippen oder was?
Was darf eine Kinderkrippe kosten? Sind Billigkrippen gut? Jacqueline Fehr fragt sich, ob günstige Krippen eine gute Idee sind. Lesen Sie Ihre Kolumne.
weiterlesen

«Pflegeeltern wird nicht genug Gehör geschenkt»
Möchten Sie Pflegeeltern werden? Erfahren Sie hier von der Expertin Barbara Raulf, was es bedeutet Pflegeeltern zu sein.
weiterlesen
Immer mehr Eltern möchten ihre Kinder in eine Kita geben und von deren Vorteilen profitieren, denn die Kita ist eine Bereicherung zum Familienleben. Die Kinder erhalten neue Anregungen, knüpfen Kontakte und werden ihrem Alter gerecht gefördert. Anderssprachige Kinder lernen frühzeitig die deutsche Sprache – eine wichtige Voraussetzung für die Integration und den Schulerfolg.

Kitas sind aber ein Gewinn für alle, nicht nur für die Kinder. Eltern erhalten so die Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren. Die Stadt Bern erhöht ihre Attraktivität als moderne und soziale Wohnstadt für Familien, der Wirtschaftsstandort Bern kann dank der familienergänzenden Kinderbetreuung auf viele gut ausgebildete Mütter zählen.
Obwohl die Stadt Bern vorbildlich jedes Jahr neue, subventionierte Kita-Plätze schafft, konnte bis jetzt die Warteliste mit den etwa 700 wartenden Kindern (das entspricht in etwa 200 Vollzeitplätzen) nicht abgebaut werden. Diese sehr hohe Nachfrage nach familienexternen Betreuungsplätzen führte dazu, dass die SP der Stadt Bern 2006 unter der Federführung der Stadträtinnen Ursula Marti und Annette Lehmann die Kita-Initiative lancierte und erfolgreich einreichen konnte. Ziel der Initiative ist es, dass jedes Kind in der Stadt Bern einen Rechtsanspruch auf einen subventionierten Kita-Platz hat, dies spätestens 6 Monaten nach Anmeldung. Wie bis anhin würden die Tarife je nach Einkommen festgelegt.
Dieser Rechtsanspruch ist uns ein zentrales Anliegen. Die Geburt der Kinder bringt für die Eltern viel Neues und Unbekanntes mit sich. Damit Väter und Mütter sich auf diese wichtigen Aufgaben einlassen können, brauchen sie Sicherheit und Ruhe. Durch den Rechtsanspruch können sich die Eltern bei der Planung ihres Alltags nach dem Wiedereinstieg ins Berufsleben auf einen garantierten Platz verlassen und sich somit ohne Sorgen voll und ganz dem anspruchsvollen Alltag mit den Kleinen widmen.
Die wegweisende Initiative blieb in der Stadt Bern natürlich nicht unbestritten. Die Fraktionen GFL/EVP, GLP, FDP und BDP/CVP haben eine Motion eingereicht, welche im Falle einer Annahme als direkter Gegenvorschlag dem Stimmvolk unterbreitet werden soll. Die Motion beinhaltet verschiedene Anliegen, wobei aber nur ein Bruchteil wirklich etwas mit unserer Initiative zu tun hat.
Das wohl wichtigste Anliegen der Motionäre und Motionärinnen ist es, das bisherige System völlig umzukrempeln. Anstatt wie heute Plätze zu subventionieren, sollen die Eltern nun Betreuungsgutscheine erhalten. Diese können sie dann in jeder Kita einlösen. Problematisch an dieser Motion finden wir, dass die einreichenden Parteien die Mittel zur Subventionierung der Kitas nicht erhöhen wollen. Dieser Punkt machte es uns dann auch unmöglich, diese Motion zu unterstützen. Denn egal ob die Subventionierung über den Platz oder das Kind stattfindet, müssen unserer Meinung nach mehr Plätze geschaffen werden – schliesslich wollen wir ja, dass jedes Kind in der Stadt Bern von einem subventionierten Platz profitieren kann und nicht nur ein paar Auserlesene. An dieser Stelle muss ich noch anmerken, dass ein Rechtsanspruch durchaus auch mit dem Gutscheinsystem realisiert werden könnte.
Trotz der Bedenken der Ratslinken wurde die Motion mit einer deutlichen Mehrheit überwiesen. Der Ball liegt nun beim Gemeinderat – er muss bezüglich der Einführung des Gutscheinssystems diverse Abklärungen tätigen um dann einen Gegenvorschlag zur Initiative ausarbeiten zu können.
Uns bleibt im Moment nichts anderes übrig, als den Entwurf des Gemeinderates zum Gutscheinsystem abzuwarten. Klar ist indessen, dass wir uns weiterhin dafür einsetzen werden, dass die Mittel zur Subventionierung von Kita-Plätzen im Sinne unserer Initiative deutlich erhöht werden.
Text: Lea Kusano, 2010
Lea Kusano ist Stadträtin der SP/Juso Fraktion Bern, arbeitet zur Zeit an ihrer Masterarbeit zum Themenkreis Teilzeitarbeit bei Vätern.
Sie ist verheiratet und die Mutter der beiden Mädchen Noa (3) und Liam Ethel (1.5)
Das könnte Sie auch interessieren

In der Kindertagesstätte Natur erleben
Die Kindertagesstätte «Chlyne Prinz» wird nach Grundsätzen der Elementarpädagogik geführt. Dazu gehört, dass die Kinder viel draussen in der Natur sind. mehr
Kinderbetreuung: Modelle und Kosten im Vergleich
Wenn beide Eltern berufstätig sind, muss eine Kinderbetreuung her. Hier finden Sie einen Vergleich der Modelle und einen Überblick über die Kosten. mehr
Kinderbetreuung im Wandel
Heute soll ein Kind in der Kita lernen, sich selbst zu verwirklichen. Ein Interview mit dem Frauenverein über den Wandel in der Kinderbetreuung. mehr
Hier können Sie mitdiskutieren
-
- Erziehung ohne Strafen: Seien S...
gestern 16:39 Uhr
von neue_regina
- Erziehung ohne Strafen: Seien S...
-
- Wenn die Hand ausrutscht: «Gew...
gestern 15:10 Uhr
von Ruth
- Wenn die Hand ausrutscht: «Gew...
-
- Mangelernährung in der Schweiz...
10.05.2012 10:32 Uhr
von Manya
- Mangelernährung in der Schweiz...
-
- Gelassen durch die Trotzphase
09.05.2012 16:05 Uhr
von Anja Berger
- Gelassen durch die Trotzphase
-
- Jesper Juul: «Kinder und Jugen...
07.05.2012 23:07 Uhr
- Jesper Juul: «Kinder und Jugen...
-
- Kindern früh genug Grenzen auf...
07.05.2012 23:06 Uhr
- Kindern früh genug Grenzen auf...
Eventkalender
Was koche ich heute

Schnelle Rezepte für die ganze Woche
Zum Beispiel Kartoffelsalat sweet and sour ...
Haben Sie Fragen?
Swissmilk-Ernährungsberater geben gerne Auskunft.
Lokale Suche
Freizeitgestaltung
Ausflüge, Spielplätze und Restaurants...
...über 6000 interessante Orte für Ihre Familie finden Sie mit der neuen Kartensuche
Video

Haustiere sollen glücklich und gesund sein
Was können wir tun, um die Bedürfnisse von Haustieren zu erfüllen?
Unsere Partner
Neueste Beiträge im Forum
Babynamen

Die beliebtesten Vornamen
Sie sind schwanger und suchen einen schönen Vornamen für Ihr Kind? Hier finden Sie die beliebtesten Vornamen in der Schweiz.








Kommentare