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Paare sollten von Anfang an Klarheit schaffen

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Konkubinatspartner haben viel mehr zu regeln als Ehepaare. Sie können beispielsweise nicht einfach - wie Ehepaare - den Partner vertreten, dazu braucht es eine Vollmacht. Banken und Post haben eigens hierfür Formulare. Dies gilt auch für gesundheitsrelevante Entscheide im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls. Hier ist gegebenenfalls eine Patientenverfügung sinnvoll. Ehepartner müssen gegen einander vor Gericht auch kein Zeugnis ablegen. Das gilt nicht für Konkubinatspartner.

Auch wenn am Anfang noch niemand daran denken mag, im Falle einer Trennung ist es wichtig, dass Klarheit darüber herrscht, wem was gehört. Stirbt ein Ehepartner oder lässt sich das Ehepaar scheiden, findet immer eine güterrechtliche Auseinandersetzung statt, aufgeteilt wird dann aufgrund Errungenschaftsbeteiligung oder anderer bestehender eherechtlicher Regelung.

Bei Konkubinatspaaren erhalten Frauen nach der Trennung grundsätzlich keine Unterhaltsbeiträge, es sei denn es gibt einen Unterhaltsvertrag. Wer geheiratet hat, hat hier eine Absicherung. Besonders wichtig ist dies bei gemeinsamen Kindern.

Heiraten ist nicht das Happyend, sondern immer erst der Anfang.

Frederico Fellini (1920 - 1993)

Versprechen zur Vernunft

Auch wenn eine Ehe heute kaum mehr auf Lebenszeit geschlossen wird, die Liebe als Hauptmotiv für die Ehe hat keinesfalls ausgedient. Immer wichtiger sind aber auch die ganz praktischen Gründe. Die Ehe hat ihren Sinn im zu erwartenden Nutzen, vor allem in der rechtlichen und finanziellen Absicherung. Sie ist denn auch eher ein Versprechen zur Vernunft als ein Versprechen der Liebe. Patrizia, Studentin aus Zürich, bringt es auf den Punkt: «Es ist schön, wenn man erklärt, dass man mit einem anderen Menschen sein ganzes restliches Leben verbringen will. Die Hauptsache ist, dass alle Aussenstehenden wissen, dass die Verheirateten zusammen gehören.» Alle Aussenstehenden, eben auch Arbeitgeber, Vermieter, Pensionskasse und Staat.

Text: Kathrin Fischer

 



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Kommentare

  • tuppabunny 21.03.2012 23:37 Uhr
    Ich finde dem Thema heiraten wird in unserer heutigen Zeit viel zu viel Bedeutung geschenkt. Schlussendlich ist, zumindest für mich, die Ehe einfach ein Blatt Papier wo man seine Partnerschaft bescheinigt kriegt. Eine Partnerschaft die nicht funktioniert hätte auch als Ehe nicht funktioniert und eine Parnterschaft die funktioniert wird nicht daran zerbrechen nur weil man nicht heiraten will. Zumindest seh ich das so.
  • barney_01 19.03.2012 08:45 Uhr
    Ja, das denke ich auch. Der Kennenlernprozess dauert oft viel länger als man denkt. Ich finde man sollte sich Zeit lassen, den Partner wirklich kennen lernen und schon einmal auch ein paar Tiefs durchlebt haben. Denn hat man diese gemeinsam überstanden, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, auch in der Ehe welche zu überstehen. Manchmal habe ich ein bisschen das Gefühl, viele heiraten einfach der Heirat wegen. Ein tolles Fest, die Beziehung in den Mittelpunkt stellen etc. Aber ein Fest kann man auch so machen, ohne zu heiraten. Wichtiger ist doch, dass wenn man eine Beziehung hat, die einem wichtig ist, dran arbeitet, dass sie auch in Zukunft hält. Und das ist mit einer Heirat noch lange nicht getan.
  • *marie* 19.03.2012 08:29 Uhr
    Denis, das klingt ganz nach schlechten Erfahrungen, oder täusche ich mich? Klar hat die Ehe auch Nachteile, wenn sie ein schlechtes Ende nimmt. Trozdem sollte man diesen Schritt meiner Meinung nach machen, wenn man Kinder haben möchte. Und dass so viele Ehen geschieden werden, hat vielleicht auch damit zu tun, dass immer mehr Paare schon nach einem oder zwei Jahren heiraten. Es würde vielen gut tun, sich zuerst richtig kennenzulernen, das dauert nämlich länger als ein paar Monate..

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