
Immer mehr Väter wünschen sich mehr Zeit mit der Familie. Wie Männer eine Teilzeitkarriere realisieren können, zeigt sich am Beispiel von Familie Fischer. »

Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern, sollten familienfreundliche Unternehmen auf Teilzeit und Home Office setzen. Warum, sagen Experten. »

Die tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau ist noch weit entfernt. Auch Männer und Väter sind dazu aufgerufen, sich für ihre Anliegen einzusetzen. »
Arbeitsteilung. Jedes Paar kennt es, es geht um individuelle Ansprüche, wirtschaftliche Verhältnisse und vor allem um die Kinder. Eine Studie hat die Situation der Schweiz untersucht und mit anderen europäischen Ländern verglichen. Das Ergebnis erstaunt: Schweizerinnen sind die besten Teilzeit-Mütter.
Und wer reduziert jetzt das Arbeitspensum?
Ein Paar hat sich gefunden und will eine Familie gründen. Aber auf welches Modell bei der Arbeitsteilung soll es sich einigen? Was lassen die wirtschaftlichen Verhältnisse zu? Was ist das Beste für das Wohl der Kinder? Die Erwerbsmodelle der Paarhaushalte zeigen ein Bild der Gesellschaft - ihre Werte, ihre Möglichkeiten und spiegeln die Bedingungen. Das Bundesamt für Statistik hat erstmals einen internationalen Vergleich der Erwerbsmodelle in Paarhaushalten mit Personen zwischen 25 und 49 Jahren publiziert.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine Herausforderung, welche die ganze Familie betrifft. (Zitate aus der Studie, Bundesamt für Statistik)
Die Studie zeigt deutlich: In Paarhaushalten in der Schweiz wird gearbeitet – ob Kinder da sind oder nicht. Das Doppelverdienermodell, bei dem sowohl der Mann als auch die Frau einer Erwerbstätigkeit nachgehen, kommt durchschnittlich auf über 65%. Das traditionelle Alleinverdienermodell, bei dem einer arbeitet und der andere sich zuhause um die Kinder kümmert, bringt es nicht mal ganz auf 25%. Nicht von anderen Ländern unterscheidet sich die Schweiz allerdings in der Tatsache, dass meist der Mann Vollzeit arbeitet. Und zwar in mindestens 8 von 10 Paarhaushalten.
Im internationalen Vergleich wird deutlich: Der Schweiz geht es wirtschaftlich noch gut. Denn nach den Niederlanden weist die Schweiz den geringsten Anteil an Familienhaushalten auf, in denen beide Partner Vollzeit erwerbstätig sind (Niederlande 15,3%, Schweiz 23,4%, Deutschland 28,3% Österreich 32,2%).
Betrachtet man etwa Länder mit traditionellerweise ausgeprägten Familienwerten wie Italien oder Spanien, zeigt sich, dass in diesen Ländern über 30% der Frauen auch mit kleinen Kindern unter 6 Jahren Vollzeit arbeiten (Italien 30,6% bei Kindern unter 6 Jahren, Spanien 38,1%, Portugal 68.9%, Finnland 52,7%). In Rumänien, einem wirtschaftlich schwachen Land, lassen sich kaum noch Unterschiede zwischen Paaren mit und solchen ohne Kinder bei der Erwerbstätigkeit feststellen. Und auch das Alter der Kinder hat keinen Einfluss auf die von Eltern gelebten Erwerbsmodelle. Ganz anders in der Schweiz.
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