Weitere Artikel

Selbständigkeit als Lösung

a | A
Drucken

Nachtarbeit ist auch für den selbständigen Architekten Andreas Knöpfel* die Lösung für das Betreuungsproblem. Seine drei Töchter gehen in Kindergarten und Schule: «Die Organisation der Betreuung nach Schule und Kindergarten hat uns fast verrückt gemacht, weil alle zu unterschiedliche Zeiten los mussten und wieder nach Hause kamen», erinnert er sich. Er hat sich deshalb entschieden, zu Hause zu arbeiten um zeitlich flexibler zu sein. «Das grenzt natürlich an Selbstausbeutung, weil ich vor allem spät abends noch arbeite. Ich tröste mich damit, dass es ja vielleicht besser wird, wenn mit dem neuen Volksschulgesetz Blockzeiten eingeführt werden.» Das neue Volksschulgesetz (VSG) umfasst neben der Einführung von Blockzeiten eine professionalisierte Schulaufsicht, also Schulleiterinnen und – leiter sowie das Angebot ausserschulischer Betreuung. Alle vom neuen VSG verlangten Reformen müssen bis zum Jahre 2011 überall umgesetzt sein.

Mit Blockzeiten und mehr Krippenplätzen wird der Balanceakt «Kinder und Karriere» für viele Eltern sicherlich einfacher, vielleicht auch bezahlbarer. Richtig entspannt wird er wohl nie. Das liegt ganz allgemein in der Natur des Kinderhabens.

* Namen geändert

Text: Ulrike Braun

Mehr zum Thema

 



Das könnte Sie auch interessieren

Hier können Sie mitdiskutieren

Newsletter

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter. Jede Woche weitere nützliche Artikel, Tipps und Veranstaltungshinweise

  • Twitter
  • Facebook
  • studiVZ
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • Reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

Kommentare

  • Anna 10.05.2012 14:58 Uhr
    Auch ich musste die bittere Erfahrung machen, dass man als Mami mit einem guten Job nicht mehr erwünscht ist und ein Teizeitpensum ab einer gewissen Kader Position in der Schweiz allgemein fast unmöglich ist. Ich habe gute Qualifikation mit grosser Berufserfahrung und arbeitete immer 100%. Ich wurde ein spätes Mami. (von meinem Arbeitgeber mit meinem alter 35+ wohl nicht mehr erwartet. )Vor der Schwangerschaft war alles bestens. 2 Wochen nach der Geburt teilte man mir per Telefon mit, dass man mich in ein neues Tätigkeitsgebiet nach der Mutterschaft versetzen werde, plus neu bekam ich die ganze Schweiz als Gebiet zu betreuen. ( vor der Geburt hatte ich nur ein Teil. Als ich nach der Mutterschaft zurück kam 100% ( da ein Teizeitpensum für den Arbeitgeber nicht in Frage kam), begann bereits in der ersten Woche Mobbing und ein \"Horror Trip\" Hürdenlauf begann während mehrere Monaten. Ich versuchte mich nicht runter zu kriegen und kämpfte bis zur Erschöpfung. Anschliessend wurde mir aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt.
  • tolu 14.02.2012 22:09 Uhr
    Gibt es auch Mütter wie ich welche grosse Probleme haben einen Teilzeitjob zu finden? Ich bin Mutter von zwei Kindern und suche seit der Geburt meines erstes Kindes eine Teilzeitstelle in der Zentralschweiz. Bis jetzt hatte ich nur Absagen und langsam empfinde ich dies als ziemlich erniedrigend. Vor der Geburt meiner Kinder arbeitete ich im Kanton als kaufmännische Sachbearbeiterin. Mir wurde gesagt, dass ich doch mitteilen soll wieviel und wann ich wieder zurückkommen könnte. Als ich dann das Gespräch mit meinem Vorgesetzten gesucht habe, hat er mir mitgeteilt, dass einen Wiedereinstieg nur zu 100% möglich wäre. Super!!! Obwohl ich bei meinen Bewerbungen erwähne, dass die Kinderbetreuung familienintern geregelt ist, hab ich bis heute keine Chance bekommen. Rein psychisch brauche ich den Ausgleich zwischen Familie und Job. Kann mir da jemand einen Tip geben bevor ich komplett die Hoffnung verliere je wieder eine Stelle zu finden?
  • FamFemme 13.02.2012 10:59 Uhr
    Als ich nach meinem ersten Kind wieder in den Beruf einstieg, musste ich als erstes jemanden finden, der sich um Haus und Garten kümmert (www.gebaeudereinigung.net), denn sonst hätte ich die Dreifachbelastung "Familie-Leben-Arbeiten" nicht unter einen Hut bringen können. Ohne diese Entlastung hätte ich auf das Bisschen Privatleben, dass ich noch hatte, vollkommen verzichten müssen.

Zu den weiteren Kommentaren

Einen Kommentar schreiben

Name:
E-Mail:
Kommentar:
Sicherheitscode: Sicherheitscode
Bild neu laden


Geben Sie die sichtbaren Zeichen ein
 

nach oben