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Sie fühlen sich ausgebrannt? Die Naturärztin Elké Richter-Diehl, die selbst von einem Burn-Out betroffen war, gibt in diesem Beitrag Hilfe für Mütter. »

Eine Langzeitstudie aus den USA zeigt, dass berufstätige Mütter im Alter von 40 Jahren gesünder sind als Hausfrauen. Wieso das so ist, erfahren Sie hier. »
Kaum etwas verändert das Leben so nachhaltig wie die Gründung einer Familie und das Zusammenleben mit Kindern. Damit verbunden ist meist auch die Frage nach der beruflichen Entwicklung von Frau und Mann. Paare, die frühzeitig Ideen für eine faire Aufteilung der bezahlten und der unbezahlten Arbeit entwickeln, gewinnen neue Fähigkeiten und Freiräume für sich selber, sparen Kräfte, Zeit und Geld.
Sich in der Partnerschaft auf eine faire Arbeitsteilung zu einigen ist wichtig für beide. Foto: ©iStockphoto.com/Catherine Yeulet
Eine partnerschaftliche und faire Arbeitsteilung ergibt sich nicht von selbst, sie muss insbesondere bei der Familiengründung und bei Veränderungen der Lebenssituation immer wieder neu verhandelt werden. Voreilige Kompromisse führen selten zu einem Happy End. Gefragt sind Lösungen, die sowohl materiell als auch gefühlsmässig für beide stimmen.
Frauen und Männer bleiben auch in der Paarbeziehung und bei der Familiengründung Individuen mit ihren je eigenen Lebensplänen und Vorstellungen. Wichtig ist, diese erst einmal für sich selber zu klären und anschliessend einander zu erzählen. Auf dieser Basis kann der kommende Lebensabschnitt bewusst gemeinsam geplant und gestaltet werden.
Wie soll die Berufs- und Familienarbeit aufgeteilt werden? Wie organisieren wir uns im Haushalt und in der Kinderbetreuung? Für wen ist wann welcher berufliche Entwicklungsschritt möglich oder ein Verzicht darauf angesagt? Wie können wir Freiräume für uns allein und Zeit für uns als Paar einplanen? Wie finden wir den richtigen Dreh mit dem Geld und den Versicherungsfragen? Wollen oder müssen wir Abmachungen schriftlich regeln oder läuft es auch ohne vertragliche Vereinbarungen? Für den Aushandlungsprozess solcher Fragen ist praktisches Denken ebenso gefragt wie Dialogbereitschaft und respektvolles Streiten. Dafür gibt es bei Bedarf Unterstützungsangebote. Wichtig ist aber auch eine ständige Bereitschaft, die aktuelle Situation zu überprüfen, veraltete Abmachungen über Bord zu werfen und die Arbeitsteilung neuen Gegebenheiten anzupassen.
Elternschaft ist ein langfristiges Projekt. Deshalb ist es sinnvoll, schon zu Beginn zu überlegen, was bei einer allfälligen Trennung als Paar einer gemeinsamen Weiterführung der elterlichen Sorge förderlich wäre. So kann z.B. eine partnerschaftliche Arbeitsteilung dazu beitragen, dass beide Eltern auch nach einer Trennung weiter gemeinsam für das Wohl der Kinder sorgen können.
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