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«Familienfreundlich» - ein Label, mit dem sich immer mehr Unternehmen schmücken. Ist das nur ein Trick im Kampf um qualifizierte Arbeitskräfte? Oder wirklich ein Credo? familienleben.ch hat auf der Suche nach den Besten zwar einige, aber nicht hunderte Unternehmen gefunden.
Familienfreundliche Personalpolitik ist selten.
Es herrscht allerorten Fachkräftemangel. Unternehmen konkurrenzieren sich auf dem Arbeitsmarkt. Gute Angestellte findet nur, wer diesen ideale Bedingungen anbieten kann. Ideale Bedingungen, das heisst im Klartext: Teilzeitarbeit für Mütter und Väter, flexible Arbeitszeitmodelle, die Möglichkeit zur Heimarbeit, trotzdem die Möglichkeit zur Karriere, trotzdem Zugang zur Förderung durch Weiterbildung, zudem Vaterschaftsurlaub und Kinderzulagen, die weit über das gesetzliche Minimum hinausgehen.
Das Zauberwort heisst «Work-Life-Balance». Grosse Unternehmen haben das Zeichen der Zeit erkannt und haben entsprechende Arbeitsmodelle im Angebot. IBM zum Beispiel. Da können Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher Beruf und Familie seit Jahren ohne Probleme vereinbaren. Bei der ETH gibt es Jobsharing für Professoren und Professorinnen. Und das Bundesamt für Statistik hat den Beleg dafür, dass Führungskräfte kontinuierlich ihr Pensum reduzieren.
Die Zahl der Vorgesetzten, die seit 1991 weniger als 90 Prozent arbeiten hat sich mehr als verdoppelt. Schaut man genauer hin, sind allerdings erst 20 Prozent davon Männer.
Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine politische Priorität unseres Landes. Die Unternehmen spielen eine wichtige Rolle bei der Realisierung von Fortschritten in diesem Bereich, vor allem durch die Schaffung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen.
Bundesrätin Doris Leuthard
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Kommentare
Hallo
Es ist doch super, wenn es Firmen gibt, welche die Familen unterstützen und fördern, sei es mit Familienzulagen, Job-sharing, Home-office, vergünstigen Krippenplätzen, oder bezahlem Arbeitsausfall von 3 Tagen pro Fall wenn das Kind mal krank ist.
Doch ist es nich unsere Gesellschaft, die nur "schwarz" und "weiss" unterscheidet?
Im Vergleich zu unseren Nachbarsländer werden arbeitende Mütter als "unnatürlich" angesehen. Frauen denken aber auch selbst, dass sie sich entweder für Kariere oder für Familie entscheiden "müssen".
Frage ist auch, wie viele KMU's sind tatsächlich über die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter informiert? Ist es nicht oft so, dass man einfach vom Chef erwartet, dass dieser etwas unternimmt, ohne jedoch selbst was zu sagen?
Meiner Meinung nach, ist es nicht relevant ob jemand einen akademischen Abschluss hat oder bloss eine Bürolehre - jede Arbeit kann in einem Pensum ausgeführt werden, dass es dem Unternehmen dient und dem Mitarbeiter mehr Raum für Privatleben bietet.
Liebe Grüsse
Mirjana
Hallo,
wollte nur anfügen, dass die Credit Suisse nicht zwei, sondern wie viele andere Unternehmen eine Woche Vaterschaftsurlaub gewährt.
Viele Grüsse
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