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Forscher der amerikanischen Emory Universität sagen voraus, dass die Anzahl der Männer mit Depressionen im 21. Jahrhundert steigen wird.
Der Wandel der traditionellen Rollenbilder in Wirtschaft und Sozialleben werde vielen Männern zum Problem, da er Wurzeln des männlichen Selbstwerts angreife, heisst es in einer Mitteilung des Portals «presstext.ch» vom 2. März. «Bisher hatten Frauen ein doppelt so hohes Depressions-Risiko wie Männer. In westlichen Industrieländern dürfte sich das zu Ungunsten der Männer ändern», sagte Studienleiter Boadie Dunlop.
In den USA sind 75 Prozent, die seit 2007 arbeitslos wurden, Männer. Ausserdem verdienen heute 22 Prozent der US-Frauen mehr als ihre Ehemänner. Im Jahr 1970 waren es nur vier Prozent. Männern falle es oft schwer, die Rolle des Haupterziehers zu übernehmen, erklärt Studienleiter Boadie Dunlop. «Viele fühlen sich gescheitert und schlittern in Depressionen und Ehekrisen.»
Ein Umfrage der Schweizer Selo-Stiftung ergab, dass nur jeder dritte Mann über seine Depression sprechen würde, bei Frauen ist es aber jede zweite. Männer glauben viel häufiger, dass Depression ein gesellschaftliches Tabu ist. Jeder Zwölfte würde sie verschweigen, was doppelt so häufig ist wie bei Frauen. Männer sind auch weniger gut über die Krankheit informiert und geben seltener an, Menschen mit Depression zu kennen.
Mehr zur Umfrage der Selo-Stiftung erfahren Sie unter www.selofoundation.ch. Mehr zu den Ergebnissen der Emory Universtität gibt es unter http://shared.web.emory.edu/.
Text: Angela Zimmerling am 9.3.2011
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