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Überbesorgte Eltern übertreiben es mit der Sicherheit. Manche lassen ihre Kinder nur auf Spielplätzen toben, wenn sie einen Helm tragen. Das kann die Gesundheit der Kinder gefährden.
Wie die Pendlerzeitung «20 Minuten» berichtete, sei in Deutschland bereits ein Vierjähriger gestorben, als sich sein Helm im Netz eines Klettergeräts verhakte. «Immer mehr Eltern stecken ihre Kinder in Schutzkleidung und setzen ihnen Velohelme auf, nur schon wenn sie auf den Spielplatz gehen», sagte Thomas Grütz von der «Eltern-Beratung Zürich» gegenüber «20 Minuten».
Daniel Menna von der Beratungsstelle für Unfallverhütung erklärte, wenn ein Kind auf dem Spielplatz einen Helm trage, bestehe die Gefahr, dass es sich selber stranguliere, da die Anlagen nicht dafür gebaut sind.
Die Vorsicht der Eltern führt auch dazu, dass Kinder nicht lernen, selbstständig zu werden. Eltern sollten ihre Kinder nicht in Schutzhüllen packen und von allen Gefahren abschirmen wollen, sondern frei spielen und toben lassen.
Text: Angela Zimmerling am 30.3.2011
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Kommentare
Das sehe ich ähnlich: Überbehüteten Kindern tut man keinen Gefallen! Später sind das dann immer Söhne und Töchter, die sich kaum von ihren Eltern lösen können und total unselbstständig bleiben..
Dieser Sicherheitswahn nimmt immer abstrusere Formen an, da kann ich nur noch den Kopf schütteln. Wenn ich nämlich höre und lese, dass Eltern ihren Nachwuchs mit Fahrradhelmen ?bewaffnet? auf die Spiel- und Bolzplätze schicken, sträuben sich bei mir die Nackenhaare. Helme gehören auf den Kopf, ganz klar, aber nur und vor allem im Strassenverkehr. Gerade bei Wildfängen wie bei meinen beiden (5 und 3.5) braucht es viele starke Nerven ;). Schliesslich will jede Mutter doch nur das Beste für ihr Kind ;-) . Ich kann und will meine beiden wilden und neugierigen Kinder aber nicht in Watte packen und ständig vor allen Gefahren beschützen. Sie müssen Gefahren erfahren und diese kennenlernen. Nur so lernen sie mit ihnen umzugehen und gesunder Respekt davor zu entwickeln. Dass dies nicht gleich Stürze aus hoher Höhe und gefährliche Stromschläge sein müssen, ist aber klar. Sie brauchen Freiheiten und müssen auf die Schnauze fallen um wieder aufstehen zu können. Schrammen, aufgeschlagene Knies und blaue Flecken haben weiss Gott noch keinem Kind geschadet und gehören zur gesunden und normalen Entwicklung dazu. Auch ich (Baujahr 1972 ;-) ) habe dies überlebt und lebe übrigens immer noch:-) ! Die Kinder müssen wissen, dass und weshalb Dinge gefährlich sein können. Indem ich sie angeleitet und begleitet zum Beispiel mit Messern und Scheren hantieren lasse, lernen sie spielerisch den Umgang damit. Von hysterischen und panischen Helikoptereltern dauernd überbeschützte und vor Gefahren bewahrte Kinder werden verweichlicht, unsicher und unselbständig. Sie werden in ihrer Entwicklung zu selbstständigen Personen gehemmt und gebremst und draussen im echten Leben, spätestens in der Spielgruppe, Kindergarten, Schule gefahrenmässig auf die Welt kommen. Eine solche Erfahrung will ich meinen ersparen! Zudem kennen die Eltern ihre Kinder am besten und wissen genau, was und wie viel sie ihnen zutrauen können. Neben einigen Sicherheitsvorkehrungen (Helm und Vorsicht im Strassenverkehr, Vorsicht bei offenen Fenstern, vor Strom und am Wasser, Medikamente, Putzmittel und Alkohol ausser Reichweite,?) und etwas Kontrolle braucht es vorallem Vertrauen in seine Kinder und sich selbst, eine Portion Glück, Lockerheit, starke Nerven, gesunder Menschenverstand und eine Heerschar wachsamer Schutzengel. So reifen Kinder zu selbstbewussten, selbstständigen, starken und mutigen Erwachsene heran. Allen Leserinnen und Lesern sowie ihren Kindern wünsche ich eine unfallfreie und sorglose Zeit :)
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