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Erstmals legten heute Bund und Kantone gemeinsame bildungspolitische Ziele fest. Dazu gehören die Harmonisierung der kantonalen Schulsysteme und die Erhöhung der Schulabschluss-Quote.
Bund und Kantone haben vereinbart, dass die kantonalen Schulsysteme vereinheitlicht werden sollen.
«Bildungspolitik war in der Schweiz über eine lange Zeit eine weitgehend kantonale Angelegenheit», sagte Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann heute vor den Medien. 2006 hatte das Schweizer Stimmvolk den Auftrag erteilt, dass Bund und Kantone zur Verbesserung des Bildungssystems zusammenarbeiten. Deshalb hätten Bund und Kantone erstmalig in der Schweiz gemeinsame strategische Ziele für das gesamte Schweizer Bildungssystem vereinbart, so Schneider-Amman.
Als erstes Ziel wurde die Harmonisierung der kantonalen Schulsysteme festgeschrieben. Es soll das Eintrittsalter, die Schulpflicht, die Dauer der Bildungsstufen und die Übergänge vereinheitlicht werden. Dafür sollen ebenso nationale Bildungsziele wie beispielsweise für die Fremdsprachen und die Naturwissenschaften festgelegt werden.
Das zweite Ziel ist, dass 95 Prozent der unter 25-Jährigen über einen Abschluss auf Sekundarstufe II verfügen sollen. Heute sind es 90 Prozent. Vor allem Jugendliche, die das Schweizer Schulsystem nicht vollständig durchlaufen haben, stehen dabei im Fokus.
Das dritte Ziel heisst: Der prüfungsfreie Zugang zur Universität mit gymnasialer Matur ist langfristig sichergestellt. Hier wollen sich Bund und Kantone dafür einsetzen, dass alle Maturandinnen und Maturanden wirklich studierfähig sind. Bisher gebe es laut Bildungsbericht noch Lücken.
Das vierte Ziel ist, dass Abschlüsse der höheren Berufsbildung international vergleichbar gemacht werden müssen. Als fünftes Ziel haben Bund und Kantone festgelegt, dass die Attraktivität einer Karriere für junge Forschende an universitären Hochschulen verbessert werden soll.
Als sechstes und letztes Ziel wurde vereinbart, dass Bildungsleistungen validiert werden. «Den zunehmend flexiblen Laufbahngestaltungen mit Umorientierungen, Familienpausen und Wiedereinstiegen soll vermehrt Rechnung getragen werden. Nicht in der Schule erworbene Lernleistungen sollen zunehmend im formalen Bildungssystem als Vorleistungen angerechnet werden können», heisst es dazu in der Mitteilung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements und des Staatssekretariats für Bildung und Forschung.
Weitere Informationen gibt es unter www.news.admin.ch
Text: Angela Zimmerling am 30.5.2011
Weitere intereessante aktuelle Themen gibt es unter familienleben.ch/blog
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