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Pro Wochenende stirbt in der Schweiz durchschnittlich ein Partygänger in einem Verkehrsunfall. Die Anzahl der Toten ist in den letzten zehn Jahren nicht gesunken. Die bfu, Beratungsstelle für Unfallverhütung, schlägt vor, bereits in der Fahrausbildung auf das Thema aufmerksam zu machen.
Laut bfu sind meist junge Männer für die Wochenend-Unfälle verantwortlich.
Das Unfallgeschehen in den Wochenend-Nächten zeigt ein vollkommen anderes Muster auf als das der Nächte unter der Woche. Dies zeigt die Beratungsstelle für Unfallverhütung in einer Auswertung der Strassenverkehrs-Unfallstatistik, bei der speziell auf Tageszeit und Wochentag geachtet wurde. Unter der Woche nehmen schwere Personenschäden im Verlauf des Abends ganz klar ab, während dieser Rückgang in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag entfällt. Meist sind laut der bfu junge, männliche Lenker für die Wochenend-Unfälle verantwortlich. Die häufigste Unfallart ist der Schleuder-/Selbstunfall, bei der das Fahrzeug mit einem festen Objekt kollidiert.
Weitere Erkenntnisse, die aus der Studie hervorgehen, lassen ebenfalls aufhorchen. Neben den 52 Getöteten pro Jahr gab es von 1999-2009 am Wochenende ebenfalls durchschnittlich 410 Schwerverletzte pro Jahr. Fast die Hälfte der schwerverletzten und getöteten Personenwagen-Insassen waren 18-24-Jährige. Die grosse Mehrheit der Betroffenen wird von Männern gebildet. Die Hälfte der involvierten Lenker hatte den Führerausweis erst seit rund eineinhalb Jahren. 20 Prozent besassen ihn sogar weniger als ein halbes Jahr.
Die bfu schlägt einige Präventionsmassnahmen vor, um die Unfallquote bei Partybesuchern zu reduzieren. Schon in der Fahrausbildung sollte man gezielt die Selbstwahrnehmung und – kontrolle stärker fördern. Themen rund um Risikoverhalten, Umgang mit Emotionen und Empfänglichkeit für Gruppendruck sollten also zum üblichen Suchtpräventionsprogramm hinzukommen. Im Umkreis von Clubs ausserhalb des Ortszentrums müssten an Wochenenden zudem vermehrt gut sichtbare Polizeikontrollen durchgeführt werden. Die Infrastruktur sollte man ausserdem so gestalten, dass die Strassen möglichst einfach zu «lesen» sind und keine missverständlichen Zeichen entstehen.
Text: Sabrina Stallone am 12.10.2011
Quelle: bfu
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