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Notstand in Spitälern: Kaum Platz für Frühgeborene

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Die Zentren für früh geborene Kinder sind am Anschlag, Plätze sind kaum noch frei und die Zahl der Frühgeborenen steigt. Weil Personalmangel herrscht, ist sobald auch keine Besserung in Sicht.

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Die Brutkästenplätze werden immer knapper. Foto: © Martin Valigursky - Fotolia.com

Werdende Mütter müssen häufig längere Wege ins Spital auf sich nehmen, wenn sich eine Frühgeburt abzeichnet. Denn die Brutkästen in den spezialisierten Zentren der Schweizer Spitäler sind immer öfter ausgebucht, wie die NZZ am Sonntag berichtete. Oft kommt sogar die Rega ins Spiel, wenn das nächste Spital mit freien Plätzen schlicht weg einfach zu weit entfernt ist. Ursache dafür ist, dass generell mehr Kinder in der Schweizer Bevölkerung geboren werden und somit die Zahl der Frühgeburten ebenfalls ansteigt. Hinzu kommt der medizinische Fortschritt. Ihm ist es zu verdanken, dass die Überlebenschancen dieser ganz kleinen Säuglinge grösser werden und so immer mehr Kinder gerettet werden können. Zu wenig Personal um den Andrang aufzufangen und eine Häufung von Mehrlingsgeburten erschweren die Situation zusätzlich.

Massnahmen werden getroffen – doch mit längerfristigem Erfolg?

Abgezeichnet haben sich die Engpässe schon länger. Eine Umfrage kam auf einen Zusatzbedarf von 100 Neonatologie-Plätzen und 150 Pflegefachpersonen.Im August wird am Unispital Zürich das neue Zentrum für Neonatologie eröffnet. Auch andere Spitäler wollen ausbauen. Jedoch ist damit das Problem noch nicht gelöst. Denn diese neugeschaffenen Plätze müssen mit Personal belegt werden, das jedoch fehlt. Für die Pflege von Frühchen braucht es neben der Ausbildung zur Pflegefachperson eine gezielte Weiterbildung. Das Universitätsspital startet in diesem Zusammenhang eine Informationsoffensive an den Schulen um jungen Leuten den Umgang mit Neugeborenen schmackhaft zu machen.

Trotz all den Massnahmen schätzen Experten, dass sich die Situation in den nächsten Jahren kaum entschärfen wird. Denn die Bevölkerung wächst weiter und die Medizin wird weitere Fortschritte machen.

Autor: Jessica Buschor 12.03.2012


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