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Cybermobbing, Kinderpornografie und nicht-kindgerechte Inhalte: Die Schattenseiten der neuen Medien sind bekannt und von Eltern gefürchtet. Das von Pro Juventute und Sunrise entwickelte Prepaid-Angebot Primobile für Kinderhandys soll die Gefahr nun dämmen. Doch Experten warnen vor Bevormundung.
Mit dem neuen Prepaid-Angebot Primobile können Eltern die Handynutzung ihrer Kinder kontrollieren. Foto: © Monkey Business - Fotolia.com
Durch die neuen Medien sind Kinder heute früher und freier nicht-altersgerechten Inhalten ausgesetzt. Um sich vor Cybermobbing oder Missbrauch zu schützen, fehlt es gerade den jüngsten an Medienkompetenz. Die Kinder- und Jugendstiftung Pro Juventute wirkt dem nun entgegen. Zusammen mit Sunrise bringen sie ein kindergerechtes Prepaid-Angebot mit dem Namen Primobile auf den Markt, das es Eltern ermöglicht ihre Kinder bei der Handynutzung schützend zu begleiten.
Mit Primobile erhalten Eltern Zugriff auf ein passwortgeschütztes Internetportal. Hier können sie jederzeit kontrollieren und festlegen mit wem ihre Kinder telefonieren, Sms schreiben oder welche Internetseiten sie sich anschauen dürfen. Die Nutzungsoptionen der Kinderhandys sollen der Medienkompetenz der Kinder entwicklungsgerecht angepasst werden, so Pro Juventute. Ziel sei es einen besseren Schutz der Kinder vor Internetpornografie, Belästigungen und Nötigungen durch Sms, Chat-, oder Mailnachrichten zu gewährleisten.
Medienpädagogen begrüssen das neue Angebot, warnen aber gleichzeitig vor dem Missbrauchspotenzial, wie 20min berichtete. Gerade für Kinder zwischen 9 und 12 Jahren sei ein gewisser Schutz vor Kontakt mit nicht kindergerechten Medien wichtig. Bei Kindern ab dem 13 Lebensjahr jedoch, stelle sich die Frage, ob diese nicht zu sehr bevormundet werden. Eltern könnten beispielsweise gezielt Nummern von unbeliebten Kameraden sperren. Zudem sei eine permanente Kontrolle der Kinder nicht wünschenswert, denn Kindern werde so die Möglichkeit genommen einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Medien zu erlernen. Medienpsychologen empfehlen Eltern einen Mittelweg zwischen Kontrolle und Freiheit zu finden.
Autor: Jessica Buschor 19.03.2012

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