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Der FDP-Nationalrat, Unternehmer und Stiftungsgründer Otto Ineichen ist heute morgen an einem Herzversagen gestorben. Er brach auf einer Strasse in Sursee zusammen. Der Gründer der Ladenkette Otto's war vielen wegen seines Engagements für Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen, bekannt.
Otto Ineichen engagierte sich für arbeitslose Jugendliche. Foto: Parlamentsdienste, 3003 Bern
Wie verschiedene Medien heute berichteten sei Otto Ineichen kürzlich wegen Herzbeschwerden in ein Spital eingeliefert worden. Doch habe er nach der Entlassung wieder an Ratssitzungen teilgenommen. Heute morgen sei er auf einer Strasse in Sursee zusammengebrochen. In zwei Tagen hätte der Vater von vier Kindern seinen 71. Geburtstag gefeiert.
Das Parlament legte eine Schweigeminute ein. «Ineichen hätte auch einen Applaus verdient, wie ihn südliche Länder verdienten Mitgliedern der Gesellschaft zuteilwerden lassen», schrieb der Basler-Zeitungsjournalist Hubert Mooser in seinem Nachruf. «Er hat so viele Projekte angerissen, so viele Lösungen angestossen, so viele Ideen im Kopf herumgewälzt, das man gar nicht weiss, wo und womit man beginnen soll.»
Otto Ineichen war vielen durch seine Stiftung «Speranza» bekannt. Sie animiert Firmen, Ausbildungsplätze für Jugendliche anzubieten und will älteren Menschen den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern. «Unser oberstes Ziel ist die Ausbildung und die nachhaltige Integration von jungen und älteren Menschen in den Arbeitsmarkt», heisst es bei der Stiftung. Seit Anfang des Jahres engagiert sich die Stiftung auch für Krippen. Sie plant ein schweizweites Netz von Kinderkrippen zu eröffnen, die auch für Normalverdiener bezahlbar sind.
Dem Politiker war zudem die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Herzensangelegenheit. Er sass im Stiftungsrat der Stiftung «Wirtschaft und Familie» und investierte als erster 100.000 Franken für schulergänzende Tagesstrukturen.
Für sein Engagement wurde Otto Ineichen mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt 2009 von der Jugendsession den Prix Jeunesse. Im Jahr darauf wurde er zum Politiker des Jahres gewählt.
Autor: Angela Zimmerling am 6. Juni 2012

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