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Forscher der Universität Zürich sind auf eine ganz einfache Methode gestossen, um negative Gefühle abzubauen. Dazu genügt es, die Gefühle bewusst wahrzunehmen. Bereits das kann den Stresspegel deutlich senken.
Für ihre Studie liessen die Forscher der Universität Zürich 30 Probanden mit einem Magnetresonanz-Tomografen untersuchen. Während der Untersuchung wurden die Teilnehmer angewiesen, über sich selbst nachzudenken, oder sich ihre eigenen Gefühle zu vergegenwärtigen.
Das Ergebnis der Tomografie zeigte, dass beim Nachdenken über die eigenen Gefühle die Aktivität in der Mandelkern-Region des Gehirns enorm gesenkt wurde. Von diesem Bereich des Gehirns werden Emotionen gesteuert. Je stärker jemand sich aufregt, desto mehr Aktivität wird dort verzeichnet. Das tritt unter anderem bei Gefühlen wie Angst auf.
Die Wissenschaftler ziehen aus diesem Versuch die Schlussfolgerung, eine einfache Methode gegen Aufregung gefunden zu haben. Sie raten, sich bewusst mit schwierigen Gefühlen wie Stress, Angst oder Ärger auseinander zu setzen. Erkennen kann man diese negativen Emotionen unter anderem an körperlichen Auswirkungen wie ein Kribbeln im Bauch oder Beklemmung in der Brust. Ziel dabei ist es, sich durch das Bewusstmachen eher von den Gefühlen distanzieren zu können.
Allerdings kann dieser Prozess einige Übung erfordern. Beginnen sollte man mit dem Üben bereits in einem Zustand der Ausgeglichenheit, damit man das Verhalten in Stresssituationen besser anwenden kann.
Bianca Sellnow am 24.3.2010
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