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Wie Kinder den Tod des Haustieres empfinden

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In den ersten Lebensjahren werden die meisten Kinder nur indirekt mit dem Sterben konfrontiert. Sie besuchen mit Mama und Papa den Friedhof, bekommen ein Sterbebildchen zu sehen oder wissen, dass das gerahmte Bild an der Wand die verstorbene beste Freundin von Mama ist.

Die erste direkte Erfahrung mit einem Todesfall ist meist der Tod des Haustieres. Kinder sind geschockt, können es nicht fassen, warum der tierische Kumpel nicht mehr da ist. Warum Leo im Kaninchenstall nicht mehr genüsslich an einer Karotte knabbert, Jonny nicht mehr durch die Wohnung flattert oder warum das Büsi nicht mehr zusammen gerollt im Kinderbett liegt.

Eltern müssen unbedingt bei der Wahrheit bleiben. Dem Kind ist nicht geholfen, wenn das Haustier heimlich durch ein neues Exemplar ersetzt wird. Bei kleineren Kindern helfen bildhafte Erklärungen bei ihrer Trauerarbeit: Dein Leo ist gestorben, aber er wohnt jetzt im Himmel. Er ist weiterhin dein bester Freund und schaut zu dir hinunter. Sollen wir ihm winken? Ein kleines Grab im Garten als Andenken ist auch möglich. Ein Holzkreuz aus gesammelten Zweigen sieht schön aus. Vielleicht möchte ihr Kind ein Bild oder einen Stein bemalen, welcher unter dem Holzkreuz Platz findet? Oder die geliebten Rüebli des Kaninchens als Abschiedsgeschenk dazulegen?

Ein Sprichwort sagt: Zeit heilt alle Wunden. Diese Weisheit gilt auch in diesem Fall. Manche Kinder brauchen Tage, Wochen oder sogar Monate um den Verlust des Haustieres zu verarbeiten. Eltern sollten ihr Kind nie drängen, nach dem Motto – Jetzt ist aber mal gut. Jedes Kind benötigt seine Zeit. Erst wenn der Tod richtig verarbeitet wurde, kann über einen neuen Freund nachgedacht werden. Zu Lebzeiten des Tieres ist es ratsam, einige schöne Fotos aufzunehmen. Denn auch wenn die Trauer verschwunden ist, das erste Haustier wird immer einen Platz im Herzen haben. So ist es als Erwachsener sehr schön in alten Erinnerungen zu schwelgen und der Lebensgefährtin Leo, Jonny und Mieze aus Kindertagen zu zeigen.



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Kommentare

  • buffy_ch 12.03.2012 14:50 Uhr
    Hallo Sabine Danke dir an dieser Stelle für den Tipp mit dem Buch. Ich habe selber Kinder und deren Grosseltern leben noch alle. Früher oder später (ich hoffe natürlich eher später) müssen wir jedoch von ihnen Abschied nehmen. Ich denke es ist wichtig, dass man schon früh damit beginnt mit den Kindern das Thema Tod und Trauer zu besprechen, damit sie auf eine solche Situation wenigstens ein Stück weit vorbereitet sind und den Verlust eines geliebten Menschen besser verarbeiten können. Ein Buch, wie das von dir beschriebene, ist bestimmt eine gute Variante, um einen ersten Schritt in diese Richtung zu machen. Nochmals danke. Lg, buffy
  • sabine wimpelberg 19.09.2010 01:48 Uhr
    Hallo, Ihr Lieben
    ich wollte zu dem sicher schwierigen Thema Trauer/Tod ein gutes KinderBuch vorstellen.....es erzählt in ergreifenden Worten von der Trauer über den Verlust der geliebten Oma marie. und ich denke, es ist SEHR wichtig, über dieses Thema rechtzeitig mit den Kindern zu reden, denn damit nimmt man ihnen auch ein Stück ihrer oder der verbreiteten Angst vor dem Tod und dem ganzen Thema.
    ich hoffe , dieses Buch kann speziell bei dem Gespräch bzw.der Bewältigung der Trauer ein wenig helfen .
    das Buch heisst „Grossmutter“ und ist meiner meinung - gerade für Kinder - nach sehr zu empfehlen.
    mit lieben grüssen
    sabine

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