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Schuldgefühle und Aufklärung

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Noch vor aller Trauer leiden die Eltern selbst an quälenden Selbstzermarterungen, Spekulationen und Schuldgefühlen. Deshalb sollen die Fach- und Amtspersonen von Anfang an eine sachliche Aufklärung, Erläuterungen zur Rechtslage und über das amtliche Vorgehen leisten. Die heute bestehenden Rechte und Pflichten sind nicht nur Auflagen für die Eltern, sondern auch ein Schutz.

Das ganze gerichtsmedizinische Vorgehen muss im Detail erläutert werden. Und es ist wichtig, den Eltern zu erklären, was mit ihrem toten Kind geschieht. Schwierige Fragen zu Obduktion und Aufbahrung und Bestattung müssen geklärt werden. Oft möchten die Eltern die Situation selber beeinflussen können - dazu müssen sie aber einbezogen werden und genügend Zeit und Möglichkeit zum Entscheiden und Handeln haben.



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Kommentare

  • AP 06.02.2011 11:55 Uhr
    22 Jahre ist es her und trotzdem noch immer viel zu nah -
    Den Verlust eines Kindes zu überwinden ist für Eltern immer besonders schwer, egal wie alt das Kind war.
    Beim Kindstod kommen aber noch Dinge hinzu, die die Verarbeitung so schwierig machen:
    - das Gefühl schuldig zu sein: wir sind als Eltern verantwortlich für ein Neugeborenes, all unser Instinkt sagt uns, dass wir es hegen und pflegen müssen und verantwortlich sind - also sind wir auch verantwortlich für sein Sterben (bei mir hat es Monate gedauert, ehe der Verstand über diese instinktive Reaktion des sich schuldig Fühlens siegte)

    - die leerlaufenden Instinkte: 9 Monate hat man sich drauf vorbereitet, das Kindchenschema wirkt, die Produktion von Muttermilch läuft auf hohen Touren und von jetzt auf gleich ist da - nichts. Zeitweise habe ich Angst davor gehabt, ich würde irgendwann ein fremdes Baby stehlen, da ich das Gefühl der leeren Arme nicht ertrug.

    Ich wünschte, es gäbe nicht 20 Babies in der Schweiz, die jährlich sterben und fühle mit den Familien und wünsche Ihnen Kraft, das zu überwinden!

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