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Die emotionale Belastung beim Verlust eines Babys durch plötzlichen Kindstod st erwiesenermassen einer der schlimmsten Verluste. Die Probleme für die hinterbliebene Familie sind vielschichtiger, als man vielleicht zuerst annehmen würde. Sie können die Beziehung, die Gesundheit aller Familienmitglieder beeinträchtigen, zudem auch finanzielle und soziale Schwierigkeiten hervorrufen.
In einer dänischen Studie wurde das Schicksal von mehr als 21'000 Eltern untersucht, die von SIDS betroffen waren. Suizidrisiko, Krebsrisiko und das Risiko eines tödlichen Unfalls waren deutlich erhöht. Der grundlose Verlust eines Kindes zählt zu den schlimmsten möglichen Erfahrungen - der dadurch bedingte Stress kann zu Bluthochdruck und Herzkrankheiten führen, sagen Mediziner.
Was danach helfen kann
Das Thema Tod ist in unserer Leistungsgesellschaft immer noch ein Tabu. Die Trauer über den Verlust wird deshalb als Privatsache angesehen. Dennoch ist das Verschliessen keine geeignete Bewältigungsstrategie, wenngleich das Tagebuch ein nützlicher Vertrauter werden kann.
Eltern, die den Verlust eines Kindes zu bewältigen hatten, gaben auf die Frage, was ihnen bei der Trauerarbeit half, zur Antwort:
- Sehr viel Zeit
- Teilnahme an der Beerdigung
- Gespräche
- Bilderbücher zum Thema Sterben und Tod
- Gebete
- Besuche von Familie und Freunden
- sich an die schönen Momente mit dem Kind erinnern.
Weiterführende Informationen
bei der Elternvereinigung SIDS Schweiz mit vielen Informationen und Hilfeleistungen für Betroffene (Vermittlung von Selbsthilfegruppen) und weiterführenden Links
Text: Kathrin Fischer
- 1. Teil Plötzlicher Kindstod: Wenn das Baby stirbt
- 2. Teil Diagnose erst nach der Obduktion
- 3. Teil Schuldgefühle und Aufklärung
- 4. Teil Sachzwänge und Trauer
- 5. Teil Probleme der Hinterbliebenen
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Kommentare
22 Jahre ist es her und trotzdem noch immer viel zu nah -
Den Verlust eines Kindes zu überwinden ist für Eltern immer besonders schwer, egal wie alt das Kind war.
Beim Kindstod kommen aber noch Dinge hinzu, die die Verarbeitung so schwierig machen:
- das Gefühl schuldig zu sein: wir sind als Eltern verantwortlich für ein Neugeborenes, all unser Instinkt sagt uns, dass wir es hegen und pflegen müssen und verantwortlich sind - also sind wir auch verantwortlich für sein Sterben (bei mir hat es Monate gedauert, ehe der Verstand über diese instinktive Reaktion des sich schuldig Fühlens siegte)
- die leerlaufenden Instinkte: 9 Monate hat man sich drauf vorbereitet, das Kindchenschema wirkt, die Produktion von Muttermilch läuft auf hohen Touren und von jetzt auf gleich ist da - nichts. Zeitweise habe ich Angst davor gehabt, ich würde irgendwann ein fremdes Baby stehlen, da ich das Gefühl der leeren Arme nicht ertrug.
Ich wünschte, es gäbe nicht 20 Babies in der Schweiz, die jährlich sterben und fühle mit den Familien und wünsche Ihnen Kraft, das zu überwinden!
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