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Sicherheit auf dem Kinderspielplatz

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Auf Spielplätzen toben sich Kinder nicht nur aus. Sie testen auch ihre eigenen Grenzen. Da ist es gut, wenn der Spielplatz die Sicherheits-Anforderungen erfüllt. Wie Sie erkennen, ob auf Ihrem Spielplatz alles in Ordnung ist, lesen Sie hier.

Auf dem Spielplatz und auf der Schaukel sollte Sicherheit an erster Stelle stehen

Schaukeln auf dem Spielplatz muss sicher sein.

Der Sturz ist nach Angaben der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) die häufigste Unfallart auf dem Spielplatz. Die meisten Unfälle stehen im Zusammenhang mit Geräten wie Rutschbahnen, Brettschaukeln, Klettertürmen und Wippschaukeln oder mit dem Bodenbelag. Besonders im Alter von bis zu fünf Jahren sind Kinder gefährdet, weil sie Gefahren nicht einschätzen können.

Doch nicht immer sind die Kinder selbst verantwortlich. Auf vielen Spielplätzen kommt es wegen Fehlkonstruktionen und Mängeln an den Spielgeräten zu Unfällen. Um das zu verhindern, sollten Eltern und Betreuer einen Spielplatz vor dem Benutzen genauer in Augenschein nehmen.

Die Kriterien für Sicherheit, welche die bfu in ihrer Broschüre «Kinderspielplätze» für Spielplatzplaner zusammengestellt hat, geben eine Übersicht. Sie finden die Informationen hier als Ratgeber für Eltern zusammengefasst und ergänzt.

Standort des Spielplatzes

Der Spielplatz sollte durch einen Zaun, ein Tor oder ähnliches von der Strasse klar abgegrenzt sein. Die Spielgeräte müssen fest mit dem Untergrund verankert sein. Die Ecken und Kanten der Spielgräte sollten abgerundet sein. Für Erwachsene sind Bänke vorhanden. Die Spielgeräte liegen hauptsächlich im Schatten und sind rostfrei und haben keine vorstehenden Schrauben oder Nägel. Auch Holzgeräte sollten ohne Splitter und noch nicht von Fäulnis befallen sein. Seile und Taue dürfen nicht verschlissen sein.

Anforderungen an Spielgeräte

Sandkasten

Die Einfassung des Sandkastens sollte niedrig genug sein, um hineinzuklettern. Der Sandkasten sollte mit einer Abdeckung vor Tierkot geschützt sein.

Rutsche

Die Rutsche sollte im Schatten liegen. Der Einstieg muss mit einem Geländer gesichert sein. Der Fall des Kindes am Ende der Rutsche sollte zum Beispiel durch Rasen abgedämmt werden. Versichern Sie sich, dass das Ende der Rutsche nicht zu hoch über dem Boden ist.

Schaukel

An einem Gerüst sollten wegen der Stabilität nicht mehr als zwei Schaukeln hängen. Die Schaukelsitze sollten aus weichen Materialien und mit den Seilen oder Ketten gut verbunden sein. Wenn die Schaukel aus Ketten besteht, ist es von Vorteil, wenn ein Kunststoffschlauch vor dem Einquetschen der Hände schützt.

Seilbahnen

Die maximale Fallhöhe darf zwei Meter betragen. Prüfen Sie, ob Sitze und Griffe so gestaltet sind, dass Kinder sich nicht darin verfangen.

Wippschaukeln

Bei Wippschaukeln sollten die Mittelstützen so angelegt sein, dass sich Kinder die Finger nicht darin einklemmen. An allen Sitzgelegenheiten müssen Handgriffe angebracht sein. Das Wippen wird beim Aufkommen auf den Boden abgebremst.

Schaukelpferde

Die Kinder dürfen sich nicht zwischen Pferd und Halterung die Finger einklemmen. Das Schaukelpferd sollte ein stabiles Fundament haben.

Melden Sie eventuelle Sicherheitslücken dem Spielplatzbetreiber. Er sollte den Platz regelmässig warten lassen und kontrollieren sowie Reparaturen übernehmen. Wird Ihr Kind beim Spielen verletzt, weil ein Spielgerät nicht sicherheitsgemäss aufgebaut war, so kann der Eigentümer zur Verantwortung gezogen werden. Es gilt die Werkeigentümerhaftung: «Der Eigentümer eines Gebäudes oder eines anderen Werkes hat den Schaden zu ersetzen, den diese infolge von fehlerhafter Anlage oder Herstellung oder von mangelhafter Unterhaltung verursachen. Vorbehalten bleibt ihm der Rückgriff auf andere, die ihm hierfür verantwortlich sind.» (Art. 58 Obligationenrecht (OR) vom 30. März 1911, SR 220).

Links zum Thema Sicherheit auf dem Spielplatz

  • Broschüre Kinderspielplätze. Die wichtigsten Tipps und Sicherheitshinweise unter www.bfu.ch
  • Broschüre Spielräume. Tipps zur Planung und Gestaltung von sicheren, attraktiven Lebens- und Spielräumen unter www.bfu.ch
  • Eine Checkliste zum Ausdrucken finden Sie hier

 

Text: Angela Zimmerling


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