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Sicherheit für Frauen und Mädchen durch Selbstverteidigung

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Sexuelle Belästigungen und gewalttätige Angriffe nehmen zu - viele Frauen und Mädchen haben Angst. Die richtige Verteidigungstechnik und das nötige Selbstbewusstsein lassen sich trainieren.

Selbstverteidigung gibt Frauen und Mädchen Selbstbewusstsein

Verteidigungstechniken zu erlernen gibt Mädchen und Frauen Selbstvertrauen und hilft ihnen, sich im Notfall zu wehren.

Gewalt gegen Frauen findet in neunzig Prozent der Fälle im familiären Umfeld oder im Bekanntenkreis statt. Wer sich in diesen schwierigen Situationen durchzusetzen weiss, kann Übergriffe vermeiden. Selbstverteidigung bedeutet in erster Linie, sich selbst schützen zu können. Aber auch sich in einer Notsituation körperlich und verbal wie auch nonverbal wehren zu können. Niemand will ein Opfer sein, und darum ist es wichtig, die reale Gefahr zu erkennen und seine eigenen Stärken zu erfahren.

Frauen wollen sich wehren können

Die Gruppe von sechs Frauen trifft sich zum dritten Mal in Zürich; weitere fünf Mal werden folgen. Die Körpergrösse wie auch die teils zierlichen Figuren der Damen lassen nicht darauf schliessen, dass diese sich in einer Notsituation wehren können. Doch der äussere Eindruck täuscht. Die Frauen haben gelernt, auch anders sein zu können – wenn es denn sein muss. Eine der Kursteilnehmerinnen steht breitbeinig da und reisst bei einer Abwehrübung bedrohlich die Faust in die Luft. Sie wirkt selbstbewusst und schon fast ein bisschen furchteinflössend. «Ich will mich wehren können, wenn mich jemand von hinten angreift», sagt eine der Frauen und übt sich im Blick und der Stimme. Sie alle wollen namentlich nicht genannt werden. Zu unterschiedlich sind die Beweggründe, warum sie das Verteidigungstraining besuchen.

Selbstbewusstsein ist lernbar

«Hau ab, hau ab!» schreit eine andere Kursteilnehmerin so laut wie sie nur kann. Sie liegt am Boden und wehrt sich vehement gegen eine der Kampfpartnerinnen. Sie dreht sich ab und rollt gekonnt mit dem Becken weg. Die Füsse sind zum Schlag bereit, ihre Körperhaltung ist angespannt, ihr Gesicht konzentriert und ihr Blick hart. Die anderen Teilnehmerinnen des Selbstverteidigungskurses schauen aufmerksam zu. «Sehr gut», ruft Trainerin Silvia Bren. Sie ist seit mehr als 20 Jahren Expertin von Pallas, der Schweizerischen Interessengemeinschaft Selbstverteidigung für Frauen, Mädchen sowie Seniorinnen und Senioren.

Gründe, warum Mädchen ab 10 Jahren und Frauen jeden Alters ins Selbstverteidigungstraining kommen gibt es viele. Die einen haben Anmache, rassistische oder lüsterne Belästigungen erlebt – oder bereits schlimme körperliche, sexuelle Übergriffe. Andere wollen für alle Fälle vorbereitet sein. Und wieder andere haben einfach eine Heidenangst, sich abends alleine auf den Heimweg zu begeben. Angst, in den Keller zu gehen. Angst – oft unbegründet!



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