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Tipps für Eltern

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Von den Eltern lernen Kinder wie sie sich auf dem Schulweg richtig verhalten.

Bevor er zum ersten Mal allein losgeht, sollte der Schulanfänger mit den Eltern den Schulweg geübt haben.

Wenn möglich fahren Sie Ihren Nachwuchs nicht mit dem Auto zum Unterricht, auch wenn das für immer mehr Eltern der sicherste Weg zu sein scheint. Gemäss einer Studie des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts werden mehr Kinder mit dem Auto in die Schule gefahren. Im Jahr 1994 waren es rund zehn Prozent, 2005 rund 15 Prozent. Der Anteil derer, die zu Fuss gehen oder mit dem Velo fahren, sank von 78 auf 71 Prozent.

Kinder, die mit dem Auto in die Schule gefahren werden, lernen nicht, sich allein im Strassenverkehr zurecht zu finden. Ausserdem kann sich mangelnde körperliche Bewegung negativ auf die Gesundheit auswirken.

Ist die Schule nicht zu weit weg, kann der Schulanfänger zu Fuss gehen. Für grössere Entfernungen geht es mit dem Bus, dem Tram oder bei älteren Kindern mit dem Velo zum Unterricht.

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) empfiehlt: «Ihr Kind profitiert am meisten, wenn es den Schulweg zusammen mit den Kameraden zu Fuss gehen kann. Schulbusse, öffentlicher Verkehr und Auto als Alternative zum Schulweg zu Fuss sind als Notlösungen bei weiten oder gefährlichen Wegen zu betrachten.»

Ihre Sprösslinge sollten auffällige bunte Kleidung tragen. Gut ist, wenn sie reflektierendes Material enthält. Besonders auffällig sind die gelben und orangefarbenen Leuchtgürtel oder Leuchtdreiecke.

Planen Sie zudem genügend Zeit für den Weg ein. Schicken Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter rechtzeitig los, damit es nicht in Eile rennt und keine Zeit mehr dafür bleibt, auf den Verkehr zu achten.

Zu Fuss unterwegs

Wählen Sie den sichersten Weg zur Schule und nicht den kürzesten. Sicherer sind verkehrsarme Strassen und solche mit guten Sichtverhältnissen. Bei Überquerungen sind zum Beispiel Unterführungen, Fussgängerampeln und Fussgängerstreifen mit Mittelinseln einer einfachen Strassenüberquerung vorzuziehen. Diesen Weg wie auch den Rückweg gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einige Male vor dem ersten Schultag. Am besten zeigen Sie einmal vor, wie es geht. Dann geht es gemeinsam los und zum Schluss muss Ihr Sohn oder Ihre Tochter allein gehen. Sie beobachten und geben Hinweise.

Weisen Sie auf die möglichen Gefahren hin. Das gilt insbesondere in den Fällen, in denen die Strasse überquert wird oder an unübersichtlichen Stellen, wo verschiedene Verkehrsteilnehmer aufeinander treffen. An Strassen, auf denen an beiden Seiten Autos parkieren, haben Kinder keinen Überblick. Vermeiden Sie hier die Überquerung.

Bei Strassenüberquerungen hilft Kindern häufig der Merksatz: «Warte – Luege – Lose – Laufe». Am Trottoirrand wird gewartet und nach beiden Seiten geschaut. Ist etwas zu hören oder zu sehen? Wenn nichts kommt, geht es auf dem kürzesten Weg zügig über die Strasse. An Fussgängerstreifen dürfen Kinder die Strasse erst dann überqueren, wenn die Autos ganz anhalten oder keine Fahrzeuge zu sehen sind.

Geht ihr Kind allein los, sollten Sie von Zeit zu Zeit beobachten, ob es sich an den Gefahrenstellen immer noch richtig verhält.

Mit dem Bus oder Velo unterwegs

Schenken Sie dem Fussweg zur Bus- oder Tramhaltestelle ebenso viel Aufmerksamkeit wie dem Ein- und Aussteigen. Üben Sie gemeinsam den Weg zur Haltestelle. Achten Sie auf die Punkte, die in den voran gegangenen Abschnitten beschrieben sind. Beim Ein- und Aussteigen in einen und aus einem Bus müssen Kinder auf den Verkehr achten. Ebenso wichtig ist es, ihnen zu erklären, dass beim Warten in der Schlange nicht gedrängelt und geschubst werden darf.

Vielleicht gibt es in Ihrer Nähe auch einen «Pedibus». Dieser besondere Bus funktioniert wie ein Schulbus. Er hält an Haltestellen, Kinder steigen zu und es geht gemeinsam in die Schule. Der Unterschied besteht darin, dass die Kinder zu Fuss gehen und von Erwachsenen begleitet werden. Mehr dazu in einem Beitrag von Lucrezia Meier-Schatz.

Mit dem Velo dürfen Kinder auf der Strasse fahren, wenn sie im schulpflichtigen Alter sind und die Pedale sitzend treten können. Die bfu weiss aber: «Aus Sicht der Verkehrssicherheit sind Erst- und Zweitklässler von ihrer Entwicklung her noch nicht in der Lage, gleichzeitig nach hinten zu schauen, den Arm auszustrecken und einzuspuren.» Das Fahrrad empfiehlt sich daher erst für ältere Kinder. Wichtig sind ein verkehrssicheres Velo sowie ein gut passender Velohelm.



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