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Für Hausaufgaben gibt es einige gute Gründe: Sie sollen den Stoff vertiefen, der im Unterricht in der Schule erarbeitet wurde und gleichzeitig zu selbstständigem Arbeiten anregen. Viele Kinder haben aber Probleme mit dem Lernen. Wie Sie ihnen helfen können, lesen Sie hier.
Für die Hausaufgaben sollten Eltern Kindern einen angenehmen Arbeitsplatz schaffen.
Hausaufgaben haben auch erzieherischen Wert, weil das Kind lernt, Pflichten pünktlich, zuverlässig und ordentlich zu erledigen, sich seine Freizeit einzuteilen und einen eigenen Arbeitsrhythmus zu finden. Viele Kinder bedürfen aber für die Erledigung ihrer Hausaufgaben mindestens phasenweise die Begleitung der Eltern oder anderer Bezugspersonen.
Tipps für Kinder
Den richtigen Zeitpunkt finden. Jedes Kind sollte selbst ausprobieren, wann es am besten arbeitet. Dann ist es aber wichtig, dass der vereinbarte Zeitpunkt eingehalten wird und sich eine gewisse Selbstverständlichkeit ergibt.
An einem angenehmen Arbeitsplatz sitzen. Am besten dort, wo sich das Kind entspannt und konzentriert hinsetzen kann, wo ihm alle Arbeitsmaterialien zur Verfügung stehen und wo nicht Störendes oder Ablenkendes herumliegt.
Sich vor und während den Hausaufgaben erholen, etwas essen und trinken.
Aufgaben nach Dringlichkeit sortieren. Was muss auf den nächsten Tag erledigt werden, was ist erst nächste Woche fällig?
Versuchen, immer etwas im Vorsprung zu sein. Grosse Arbeiten wie z.B. das Lernen für Prüfungen aufteilen. Lieber sechs mal 15 Minuten statt einmal eine halbe Nacht lernen.
Aufgaben, die besonders unangenehm sind, zuerst erledigen. Solche, die man lieber macht, als «Dessert» aufsparen. Oder vielleicht gerade umgekehrt: Sich mit Aufgaben, die einem leicht fallen «aufwärmen».
Nicht alle Kinder sind gleich: Ob ein Kind nach mehreren Schulstunden eine Pause braucht oder ob es sich lieber gleich hinter die Hausaufgaben setzt, hängt davon ab, welcher Hausaufgaben-Typ es ist.
Typ A = So lange nicht alle Pflichten erledigt sind, kann das Kind nicht ruhig spielen. Die Hausaufgaben sind ihm eine Last, die es sich gleich nach der Schule vom Hals schaffen muss. Sein Feierabend steht unter dem Motto: «Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.»
Typ B = «Arbeit muss sein, Vergnügen auch.» Anstrengung und Entspannung müssen sich sinnvoll abwechseln. Die BTypen nehmens gelassener. Für sie spielen auch praktische Überlegungen eine Rolle: Um fünf wird es schon dunkel. Will ich noch draussen spielen, muss ich das gleich nach der Schule tun; nach dem langen Stillsitzen will ich mich bewegen, mich austoben.
Sie selbst sind ein A-Typ? Wie gut, dass auch Ihre Tochter/Ihr Sohn ein gewissenhafter A-Typ ist. Sollte Ihre Kind aber ein B-Typ sein, dann nehmen Sie es gelassen. Gönnen Sie ihm die wohlverdiente Pause nach der Schule. Es wird, wenn sein Hunger gestillt, sein Bewegungsdrang ausgelebt und seine sozialen Kontakte gepflegt sind, umso konzentrierter und effizienter arbeiten.
(Aus: wir eltern-Ratgeber «Thema Schule», Claudia Gürtler u.a, 1994)
- 1. Teil Tipps für Hausaufgaben
- 2. Teil Tipps für Eltern
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Kommentare
Die entscheidenden Schwierigkeiten mit den Hausaufgaben liegen nicht außen sondern innen. Womit können wir Hausaufgaben wirklich gut machen, wenn nicht mit den Talenten, die wir dafür haben? Und wie gehen wir damit um? Nach meinen jahrzehntelangen päd. Recherchen bekommt man Hausaufgaben oft, damit man nicht so einfach wegkommt. Man bekommt sie also GEGEN und nicht FÜR seine Talente. Als Ich-kann-Schule-Lehrer habe ich schon oft den Ausweg aus dieser Falle gezeigt: Jeder kann kraft seines Geistes seinen Aufgaben für sich einen neuen SINN geben. Und wenn mich die Lehrerin noch so sehr damit ärgern will, kann ich sie doch ZU MEINER FREUDE machen. Dann speichert sie mein Gedächtnis MIT FREUDE und ich treffe in mir in der Erinnerung nur FREUDE an. Leider speichern die allermeisten Kinder mit den Aufgaben auch den vorgegebenen Gefühlsschrott und haben in ihrem Gedächtnisspeicher dann einen Riesen-Misthaufen voll Ärger, Qual, Wut, Ohnmachtsgefühlen u.dgl.m. Das Gedächtnis kann ja nicht auswählen und muss ALLES speichern, wie es kommt. Drum lautet die goldene Ich-kann-Schule-Regel: "Mache für Hausuafgaben nicht den kleinen Finger krumm, ehe du dich nicht in den Zustand versetzt hast, den du gerne erinnern möchtest!" Guten Erfolg also! Franz Josef Neffe
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