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Schulangst: Wie Eltern Kindern helfen können

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Wenn Ihr Kind nicht mehr zur Schule gehen will, leidet es möglicherweise an Schulangst. Das kann an verschiedenen Ursachen wie zu grosser Leistungsdruck oder Problemen mit Kameraden liegen. Als Eltern ist es wichtig, auf Warnsignale von Schulangst zu achten und darauf richtig zu reagieren.

Symptome von Schulangst erkennen und richtig reagieren.

Viele verschiedene Ursachen können zu Schulangst führen.

Wenn Erwachsene an ihre Schulzeit zurückdenken, können wohl nur die wenigsten von sich sagen, dass sie mit ihr nur positive Erlebnisse verbinden: Der Vortrag vor der gesamten Klasse, die schwere Prüfung im schwächsten Fach oder die Furcht auf dem Pausenplatz vor den älteren Schülern. Solche Erfahrungen sind zwar unangenehm, aber völlig normal und gehören zum Schulleben jedes Kindes dazu. Doch gehen die Sorgen und Ängste des Kindes nicht wieder vorüber, dann können sie sich zu einer regelrechten Angst vor der Schule entwickeln.

Ursachen von Schulangst kennen

Ursachen für Schulangst gibt es viele verschiedene. Grosser Druck aufgrund von Leistungsansprüchen der Eltern, der Lehrperson oder von sich selbst, kann auf den Kindern lasten und sie überfordern. Oder sie leiden vielleicht unter der Furcht vor schlechten Noten. Genauso kann der Grund für Schulangst aber auch im sozialen Miteinander in der Klasse liegen; Ihr Kind fühlt sich im Klassenverband nicht wohl, es wird möglicherweise ausgegrenzt oder wird von einzelnen Schülern gezielt gemobbt.

Wie Ruth Etienne Klemm vom Schulpsychologischen Dienst der Stadt Zürich weiss, ist es manchmal auch nur ein kleiner unbedeutender Konflikt, der zu Schulangst führen kann: «Auch im normalen Schulalltag kommt es immer mal wieder zu Auseinandersetzungen. Vielleicht ist es gerade so ein kleiner Streit, eine kleinere Unstimmigkeiten zwischen der Lehrperson und einem Kind, der das Kind noch lange beschäftigt und für die Lehrperson schon bald einmal vergessen weil erledigt ist.»

Neben diesen Gründen kann auch die Einstellung der Eltern gegenüber der Schule und der Lehrperson eine Angstentwicklung begünstigen. Möchten sie das Kind beispielsweise noch möglichst lange bei sich zu Hause behalten oder ist die Haltung negativ kritisch, abwertend oder gar feindselig, dann fällt es den Kindern schwer, sich positiv auf die Schule einzustellen und jeden Tag gerne dorthin zu gehen.

Symptome erkennen und schnell reagieren

Die Symptome der Schulangst lassen sich nicht vereinheitlichen. Stress in der Schule wirkt sich auf das psychische und körperliche Wohlsein des Kindes aus. Es kann über diffuse Schmerzen wie Bauch- oder Kopfweh klagen, an Schlafstörungen leiden oder sich weigern, in die Schule zu gehen. «Eltern spüren schnell, wenn mit ihren Kindern etwas nicht stimmt. Treten die Symptome wiederholt auf und handelt es sich nicht um ein vorübergehendes Unwohlsein oder eine Krankheit wie die Grippe, dann sollten Eltern beginnen, sich Gedanken zu machen und zu reagieren», meint Etienne Klemm.

Bei der Schulangst ist es wichtig, dass sie rasch angepackt wird und sich nicht als Vermeidungs- und Ausweichverhalten zum gängigen Reaktionsmuster in schwierigen Situationen entwickelt. Solches Verhalten darf von Eltern weder gestützt noch toleriert werden.

Symptome für Schulangst

  • Schlafstörungen: Ihr Kind schläft schlecht, hat Albträume.
  • Müdigkeit: Ihr Kind hat morgens Mühe mit Aufstehen, es fühlt sich oft schlapp.
  • Schmerzen: Ihr Kind klagt wiederholt über Übelkeit, Bauch-, Kopf- oder Beinweh, ohne eigentlichen körperlichen Hintergrund.
  • Schulverweigerung: Ihr Kind sagt offen: «Ich will nicht zur Schule gehen.» Möchte, dass Sie es vom Unterricht abmelden.
  • Appetitlosigkeit


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Kommentare

  • Franz Josef Neffe 12.04.2012 18:23 Uhr
    Bei Schul-(A)engsten sind die feinen, noch nicht ausgewachsenen, meist auch noch nie gestärkten und durch Üben, Üben und nochmals Üben ausgelaugten in die ENGE geraten. Angst kommt von lat. "angustum = eng". Die meisten Hilfen erschöpfen dann nur die Kräfte noch mehr, da keiner auf die Idee kommt, dass nicht nur der Körper sondern auch Geist & Seele regelmäßig Stärkung und Pflege brauchen. Die Pädagogik lässt die schwachen Kräfte geradezu verhungern. Achtung, Anerkennung, Bestätigung gibt sie immer nur den starken Kräften, die es am wenigsten bräuchten. Vor lauter formalem Gerechtigkeitstreben macht sie mit dem Leben und seinen Kräften oft alles falsch. Das wirkt dann fatal, wenn es dem Kind das Vertrauen in sich selbst, seine eigenen Kräfte und das Leben zerstört. Mit diesem falschen Selbstverständnis kommt man nur sehr schwer aus dem Scheitern wieder heraus. Was könnte ich als Ich-kann-Schule-Lehrer also schon bei der ersten Begegnung Wichtigeres tun als gerade die TALENTE und Kräfte besonders interessiert und voller Hochachtung zu begrüßen, von denen keiner was hält? Wenn das Kind z.B. bereits als "Legastheniker" behandelt wird, setze ich voll auf sein SCHREIBGENIE. Und das mache ich AUF MEIN RISIKO. Wenn das Kind dennoch noch eine schlechte Leistung bringt, behandle ich das als mein Problem und nicht als seins. Das Kind sehe ich eher als den Experten, der mir helfen kann, es noch besser zu behandeln. Wenn es konkret erlebt, dass ich seinen Talenten in der Not treu bleibe, dann lernt es an meinem Beispiel, sich selbst wieder die Treue zu halten, und dann kann alles GUT werden. Wenn das Kind wieder an sich glaubt, dann richtet dieser Glaube seine Kräfte wieder auf und macht sie wachsen. Und dann ist es bald den Aufgaben GEWACHSEN. Was aber können die Eltern tun, wenn das Kind eine Lehrkraft hat, die selbst nicht mit ihren eigenen Talenten umgehen kann und folglich auch Kinder immer wieder unter ihr eigenes Niveau drückt? Die Ich-kann-Schule sagt dazu: "Wenn ich mit deinen Kräften BESSER umgehe als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir." Die 7jährige Sabrina, die schon nicht mehr leben wollte, weil sie täglich von ihrer Lehrerin vor der Klasse blamiert wurde, schickte dieser Frau einfach im Geiste alles, was ihr zum GUTsein fehlte, und sie änderte sich binnen Tagen zum Positiven. So einfach kann das gehen. Ich habe dieses Ich-kann-Schule-Experiment immer wieder mit Kindern mit ähnlichem Ergebnis wiederholt. Die Mama könnte also mit dem Kind der Lehrerin das fehlende GUTE zudenken und sich ihrer Wirkung als SENDER bewusst werden. Sie könnte aber auch ihrem Kind - und sich selbst - alles GUTE zusprechen und zudenken. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten, die ich hier gar nicht alle aufführen kann. Wichtig ist, zu verstehen, dass Problemlösung ein FEINER Umgang mit den tatsächlich zuständigen Kräften von geist und Seele ist. Guten Erfolg! Franz Josef Neffe

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