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Wenn ein Kind in der Schule gezielt ausgrenzt, ständig beleidigt oder körperlich gequält wird, braucht es Hilfe. Denn die psychischen Folgen von Mobbing können gravierend sein. Doch oft sind sich Eltern unsicher, wie sie ihr Kind am besten unterstützen können.
Befürchten Sie, dass Ihr Kind ein Opfer von Mobbing in der Schule ist? Lesen Sie hier, wie Sie helfen können. Foto: BananaStock - Thinkstock
Im Sommer ist Maria auf eine andere Schule gewechselt. Anfangs kam sie fröhlich nach Hause. Doch seit Wochen wirkt sie bedrückt. Oft reagiert sie sehr gereizt auf Eltern und Schwester. Wegen Bauch- und Kopfschmerzen bleibt sie an manchen Morgen zu Hause. Hin und wieder fehlen Schulhefte oder Schulbücher, ihr neuer Füller ist zerbrochen. Die Eltern machen sich Sorgen: Ist Maria in ihrer neuen Schule ein Opfer von Mobbing geworden?
Mobbing ist ein trauriges, weit verbreitetes Phänomen. Allein im Kanton St. Gallen wird die Kriseninterventionsgruppe des Schulpsychologischen Dienstes etwa 20 Mal pro Jahr in Schulen aktiv. Dabei hilft sie Schülern in der Regel aus besonders schwerwiegenden Mobbing-Fällen. 10 bis 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen werden im Laufe der Schulzeit Opfer von Mobbing, wie Studien der Entwicklungspsychologin Prof. Françoise D. Alsaker von der Universität Bern zeigen.
Ist Mobbing ein Phänomen der letzten Jahrzehnte? Oder gab es Mobbing schon immer? Auf diese Fragen finden die Experten keine einheitliche Antwort. Neu allerdings sind elektronische Medien, die Mobbern neue Möglichkeiten bieten: So werden Kinder auch im Internet in sozialen Netzwerken beleidigt, bedroht und blossgestellt. Dieses Phänomen nennt sich Cybermobbing.
«Mobbing bedeutet, dass ein Kind immer wieder über längere Zeit von einem Kind oder mehreren Kinder geplagt wird», so definiert Prof. Françoise D. Alsaker den Begriff. Zum Mobbing muss nicht immer körperliche Gewalt wie Schlagen, Treten, Kneifen, Beissen oder Festhalten gehören. «In der Schule ist das Plagen mit Worten häufiger», erklärt die Professorin. Wer schon einmal erlebt hat, dass ihm ein grobes, gemeines oder unanständiges Wort hinterher gerufen wurde, weiss, wie weh Beleidigungen tun können. Ausgelacht, blossgestellt, angeschrien, bedroht, erpresst: Der Alltag von Mobbing-Opfern besteht aus vielen Katastrophen.
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