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Vertrauen und ermutigen in der Berufswahl

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Vertrauen ist wichtiger als Familienprestige

Eltern, die davon überzeugt sind und zum Ausdruck bringen, dass das Kind seinen Weg schon machen wird, helfen ihm mehr als Eltern, die eine Vorstellung von der Karriere ihres Kindes haben. Denn das Kind wird unbewusst versuchen, auch unausgesprochene Erwartungen zu erfüllen. Menschen aber schöpfen ihr Potenzial nur dort voll aus, wo sie sich wohl fühlen können. Prestige ist deshalb ein schlechter Ratgeber für die Zukunftsgestaltung der Jugendlichen.

Gespräche sind wertvoll

Die Stellen für Berufsberatung betonen es selbst: Eltern haben einen grossen Einfluss auf die Berufs- und Schulwahl ihrer Kinder. Deshalb gilt: Sich oft und genügend Zeit nehmen, um mit dem Jugendlichen über seine schulischen und beruflichen Zukunftsvorstellungen zu sprechen. Auch unrealistische Wünsche dürfen geäussert und auch Berufe, die nicht gängigen Vorstellungen entsprechen, dürfen Platz haben. Denn dies führt zu interessanten Gesprächen, in denen vielleicht Fähigkeiten, Motivationen oder Vorlieben deutlicher zutage treten können.

Offen über eigene Erwartungen und Erfahrungen sprechen

Verborgene Erwartungen beeinflussen oder blockieren die Berufswahl der Kinder. Deshalb ist es besser, offen über die eigenen Erwartungen zu sprechen und den Jugendlichen eigene Erfahrungen nicht vorzuenthalten. Auch negative Berichte über die eigene Arbeit dürfen Platz haben, sofern die positiven Seiten nicht aus dem Blich geraten. Solche Gespräche, und auch die mit Verwandten, Bekannten und Freunden, eröffnen häufig neue Perspektiven für die Berufwahl. Falls die Möglichkeit besteht, sollten die Jugendlichen auch an den eigenen Arbeitplatz mitgenommen werden um ihnen dort alles zu erklären.

Ermutigen und unterstützen

Ermutigen Sie das Kind, seine Kontakte zu nutzen und gehen Sie auch Ihr Netzwerk an. Ermutigen Sie es zum selbst aktiv werden. Aber drängeln Sie nicht. Nicht jedes Kind braucht gleich lang für seinen Entscheidungsprozess. Und nicht jeder verläuft im gleichen Stil. Die jugendlichen wissen selbst oft am besten, was sie weiterbringt und was sie blockiert. Fragen Sie am besten direkt nach, in welcher Form und wo Sie unterstützend gebraucht werden. Bei Absagen und Fehlschlägen sollten Sie Ihrem Kind Mut machen, weiter zu suchen. Denn heute lassen sich bei der Arbeitssuchen Hindernisse und Misserfolge kaum vermeiden.

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Text: Kathrin Fischer



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