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Beziehungen zu den Eltern pflegen

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Unterricht in der Waldschule bedeutet auch mit anzufassen.

Während der freien Spielzeit können die Kinder ihrer Phantasie freien Lauf lassen.

Der Verein naturspielwald und die Lehrerinnen sind nicht die einzigen, die sich für die Waldschule engagieren. Auch die Eltern sind mit eingebunden. Jeden Tag begleitet ein Elternteil die Kinder im Bus und wenn an der Waldschule mal etwas umgebaut werden muss, dann sind sie auch dabei.

Die Einbindung der Mütter und Väter der Waldschüler ist eine Grundvoraussetzung und wichtiger Bestandteil des Konzepts. Für die Erziehungsberechtigten bedeutet die Waldschule daher zwar mehr Zeit zu investieren, als in einer normalen Schule. Doch Eltern wie Ursula Staubli ,Mutter der Schüler Noe und Chiara, machen das gern: «Die Waldschule ist für meine beiden genau das Richtige», sagt sie. Und selbst, wenn die Kleider der zwei Kinder nach einem Regentag im Wald vor Dreck stehen und sie Mühe hat, alles wieder sauber zu bekommen, weiss die Mutter: «Der Aufwand lohnt sich, denn die Vorteile der Waldschule überwiegen deutlich.» Und diese Vorteile zeigen die Kinder anscheinend auch anhand ihrer Entwicklung, wenn sie in eine normale Schule wechseln. «Wir hören immer wieder, dass unsere ehemaligen Schüler über ein sehr gutes Konzentrationsvermögen und eine gute Wahrnehmung ihrer Umwelt verfügen. Ausserdem denken sie lösungsorientiert und sind sehr kreativ», meint Lehrerin Sibylle Egloff.

Auch von den Kindern würde keines die freie Natur mit einer normalen Schule tauschen. Denn obwohl die Primarschüler unter ihnen zusätzlich zweimal wöchentlich im nahegelegenen Dorf Münzlihausen in dem Raum eines Schulhauses unterrichtet werden, lernen sie lieber im Freien. «Im Wald macht Schule viel mehr Spass als im Klassenzimmer.» bestätigt Noe.

Mehr Informationen zur Waldschule Baden

Vor 12 Jahren begann das Projekt naturspielwald mit einer Waldspielgruppe. Wegen immer weiter steigender Nachfrage folgte vor sechs Jahren der Waldkindergarten. Schnell wurde jedoch klar, dass das Angebot sich erweitern sollte. So wurde vor zwei Jahren die Waldschule ins Leben gerufen. Insgesamt werden dort jetzt 26 Kinder von vier bis acht Jahren unterrichtet. Die Warteliste ist jedoch lang.

Die Waldschule schliesst Kinder vom Kindergartenalter bis in die zweite Klasse ein. Danach müssen sie auf eine andere Schule wechseln. Die Altersspanne ist bewusst so gesetzt. «In diesem Alter können die Kinder gut miteinander und auch voneinander lernen. Bei grösseren Altersunterschieden wird der gemeinsame Unterricht schwieriger.» erklärt Verena Speiser, Präsidentin des Vereins naturspielwald.

Text und Fotos: Bianca Sellnow



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