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Steigende Stromtarife und hoher Stromverbrauch für elektrisches Heizen machen vielen Hausbesitzern zu schaffen. Welche Alternativen haben sie zu der häufig verwendeten Elektroheizung?
Mit Wärmepumpen lässt sich umweltfreundlicher heizen als mit Elektroheizungen.
Die Stromkosten für die Elektroheizung hatten sich seit 1981 auf 3000 Franken pro Jahr verdoppelt. Für Markus Rüttimann stellte sich nach zwanzig Jahre Betrieb deshalb die Frage: Was tun? Das Elektrizitätswerk wäre ihm finanziell grosszügig entgegengekommen, wenn er die alte durch eine neue Elektroheizung ersetzt hätte. Rüttimann winkte ab: «Wir wollten nicht länger Strom als sehr hochwertige Energie einfach verheizen.» Die Rüttimanns entschieden sich im Jahr 2001 für eine Erdsonden-Wärmepumpe und somit für eine höhere Investition von 45000 Franken. Dafür sind die laufenden Kosten tiefer – obwohl Rüttimanns für den Betrieb der Wärmepumpe ein Mischprodukt aus Ökostrom und Wasserkraft beziehen. Die Einsparung von mehr als zwei Dritteln des Stromverbrauchs – rund 12000 Kilowattstunden pro Jahr – überwiegt den Aufpreis für grünen Strom bei weitem.
Ersatz oft nicht bezahlbar
Die Rüttimanns haben sich von den hohen Investitionen nicht abschrecken lassen. Doch für viele Besitzer von Elektroheizungen liegt genau hier das Hauptproblem. Das zeigt eine aktuelle Studie der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.) im Auftrag des Bundesamtes für Energie. Die Auswertung der Befragung von 951 Besitzern von Elektroheizungen ergab als eine der häufigsten Antworten: Der Ersatz ist nicht finanzierbar. Das gilt vor allem für Elektro-Einzelraumheizungen, weil das Wärmeverteilsystem im Gebäude fehlt. Es muss beim Heizungsersatz nachträglich eingebaut werden. «Diese Situation wirkt lähmend», sagt S.A.F.E.-Experte Jürg Nipkow. Das Problem lasse sich nur lösen, wenn die finanziellen Anreize deutlich angehoben werden. Die Studie zeigt nämlich, dass die Investitionsbereitschaft mit Förderbeiträgen ab 5000 Franken deutlich ansteigt. Das bestätigt auch die befristete Aktion des Bundes. Im Rahmen des Stabilisierungsprogramms 2009 bewilligte der Bundesrat 10 Millionen Franken für den Ersatz von Elektroheizungen. Diese Fördersumme war innert kurzer Zeit ausgebucht. Insgesamt wurden 1331 Fördergesuche bewilligt. Zu fast 90% kommen Wärmepumpen als Ersatzheizungen zum Einsatz. Rund 10% sind Pellets-/Stückholz- oder Schnitzelheizungen. Der durchschnittliche Förderbeitrag lag bei 7185 Franken. 2098 Gesuche musste der Bund zurückstellen.
- 1. Teil Wärmepumpe: Vorteile im Überblick
- 2. Teil Stromwirtschaft in die Pflicht nehmen
- 3. Teil Bedingungen für Gebäudeprogramm erfüllen
- 4. Teil So funktionierts
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