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Schweizer Jugendliche beschäftigen sich viel häufiger mit dem Handy und dem Internet als Fernsehen zu schauen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und von Swisscom. Vor allem SMS schreiben und surfen in Sozialen Netzwerken wie Facebook sind sehr beliebt.
Das Handy nutzen Jugendliche am häufigsten in ihrer Freizeit. Foto: ©iStockphoto.com/Izabela Habur
Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat in Kooperation mit Swisscom von April bis Juli 2010 eine Studie zur Mediennutzung bei Jugendlichen durchgeführt. Heute wurden die Ergebnisse in Genf vorgestellt. Die JAMES-Studie (Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz) ist die erste umfassende nationale Studie dieser Art. Über 1000 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren wurden befragt. Die Teilnehmenden kamen aus den drei grössten Sprachregionen der Schweiz, nämlich der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin.
Fast in jedem Schweizer Haushalt steht ein Computer. 89 Prozent der Jugendlichen nutzen täglich beziehungsweise mehrmals pro Woche das Internet. Noch häufiger wird das Handy genutzt, nämlich zu 92 Prozent. Am liebsten nehmen die Jugendlichen das Handy, um SMS zu versenden. Die Mädchen nutzen das Handy öfter als Jungen, wohingegen Knaben öfter Computer- und Videogames spielen.
Problematisch ist die Handynutzung, wenn mit integrierten Kameras Schlägereien gefilmt werden oder Pornofilme ausgetauscht werden. Gemäss der Studie ist das besonders unter Knaben verbreitet. Eine frühzeitige und geschlechtsspezifische Aufklärung sei wichtig, heisst es in der Studie. Am besten schon in der Primarschule.
Zur Unterhaltung nutzen die Jugendlichen das Internet und den Computer zum Musikhören und Videos anschauen. An vierter Stelle steht das einfach drauflos Surfen, was im Tessin am beliebtesten ist (80 Prozent), im Vergleich zur Romandie (60 Prozent) und der Deutschschweiz (41 Prozent).
Viele Teenager stellen selbst auch Beiträge ins Internet. 48 Prozent werden in Facebook, Twitter oder anderen Web 2.0 Plattformen mehrmals in der Woche aktiv, 19 Prozent laden Fotos und Videos hoch. 29 Prozent haben schon erlebt, dass Fotos und Videos von ihnen ohne ihre Zustimmung ins Netz gestellt wurden und acht Prozent wurden schon im Web beleidigt.
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