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Wenn Jugendliche sich für den Ausgang verabreden oder aktuelle Neuigkeiten im Freundeskreis austauschen, tun sie dies oft in Social Networks. Doch welche Gefahren in sozialen Netzwerken lauern, das können viele nicht einschätzen. Hier finden Jugendliche und Eltern Tipps zum Schutz der Privatsphäre.
Jugendliche veröffentlichen auf sozialen Netzwerken im Internet Fotos von sich. Foto: ©iStockphoto.com/Sean Locke
Lucas* liebt Fussball und seine Freundin Beatrice*. Schon seit einem Jahr ist er mit ihr zusammen. Lucas ist 15 Jahre alt und besucht eine Kantonsschule. Das kann jeder Facebook-Nutzer auf seinem Profil nachlesen. Lucas Freundin Carolin* hat gestern auf ihr Profil geschrieben, dass sie kaputt vom Training ist «Mal seit langem wieder Treppenlauf gemacht *aua*», schreibt sie. Danach sei sie in der Sauna gewesen und jetzt will sie chillen. Carolin spielt nämlich Fussball, ist stolz auf ihre Mannschaft und teilt ihren 256 virtuellen Freunden immer mit, wenn sie ein Match hat.
Lucas und Carolin, das sind zwei von mehr als 500 Millionen Menschen auf der Welt, die sich auf Facebook miteinander vernetzt haben. Im virtuellen Raum treffen sie sich, tauschen das Neueste aus oder präsentieren die Fotos von der Party am Wochenende.
Was ist ein Social Network?
Social Networks, auch soziale Netzwerke genannt, sind Internetplattformen, auf denen Nutzer ihr persönliches Profil erstellen. Persönliche Angaben zur eigenen Person, zu Vorlieben und Überzeugungen sowie Fotos werden darauf veröffentlicht. Das eigene Profil wird mit anderen Mitgliedern vernetzt. So kann ein Austausch zwischen den Nutzern stattfinden.
Quelle: schaugenau.ch und EDÖB
Social Networks wie Facebook sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Heute haben mittlerweile 84 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 12 und 19 Jahren in der Schweiz ein Online-Profil auf Social Networks. Die meisten (73 Prozent) sind bei Facebook angemeldet, aber auch das Jugendportal Netlog (33 Prozent) ist bei Schweizer Teenagern sehr beliebt. Das zeigen aktuelle Zahlen der JAMES-Studie aus dem Jahr 2010. Die Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften erfasst erstmals umfassend die Mediennutzung von Jugendlichen in der Schweiz (mehr zu den Ergebnissen lesen Sie hier).
Auf den Plattformen entwickeln Kinder und Jugendliche ihre virtuelle Identität. Wer nicht mitmacht, wird schnell uninteressant. Kinder, die kein Profil haben, werden mitunter von Ereignissen und Neuigkeiten ausgeschlossen, zum Beispiel wenn die Einladung zur Geburtstagsparty nur bei Facebook die Runde macht.
Es geht aber nicht darum, die sozialen Netzwerke zu verteufeln, sondern einen sensiblen Umgang mit persönlichen Daten zu fördern. Vor allem Eltern sind hier gefragt. Sie sollten mit ihren Kindern über Datenschutz sprechen.
*Die Namen wurden geändert.
Die Rubrik «Medienkompetenz» wird von Swisscom präsentiert. Das Unternehmen hat mehr als 6300 Schweizer Schulen kostenlos ans Internet angeschlossen und setzt sich für den Jugendmedienschutz ein. Mehr Infos ...
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Der beste Schutz ist Medienkompetenz. Je mehr Kinder und Jugendliche für das Thema Medienkompetenz sensibilisiert werden, desto sensibler gehen sie auch mit ihren eigenen Daten im Internet um. Pro Juventute engagiert sich darum unter anderem mit ihrem Angebot Pro Juventute Handyprofis für einen nachhaltigen Umgang mit Neuen Medien, Handy oder Internet. Ubrigens: Pro Juventute unterstützt auch Eltern in IHRER Medienkompetenz, etwa mit speziellen Workshops.
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