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Likes, Posts und Kanäle – verstehen Sie nur Bahnhof? Ihre Kinder wissen sicher, worum es geht, denn diese Begriffe stammen aus angesagten sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder YouTube. Wir erklären, welche Netzwerke es gibt und worin ihr Reiz liegt.
Wollen Sie wissen, auf welchen sozialen Netzwerk Jugendliche surfen? Wir haben die wichtigsten zusammengestellt. Foto: iStockphoto - Thinkstock
Haben Ihre Kinder in den Ferien neue Bekanntschaften gemacht? Lebt ein Teil der Familie im Ausland? Dank sozialen Netzwerken wie Facebook und Co. ist das Aufrechterhalten eines Kontaktes kein Problem mehr. Ohne Grenzen in Raum und Zeit können Kinder und Jugendliche mit ihren Freunden kommunizieren, Informationen austauschen und Bilder teilen. Doch soziale Netzwerke sind nicht nur da um bereits geknüpfte Kontakte zu pflegen; auch neue Bekanntschaften können übers Internet einfach und schnell gemacht werden. Im Folgenden erklären wir Ihnen die beliebtesten sozialen Netzwerke in Kürze.
Nutzer: Über 900 Millionen (März 2012). Genaue Zahlen werden nicht bekanntgegeben.
Mindestalter: 13 Jahre
Ziele: Kontakte pflegen und knüpfen, sich austauschen
Facebook (deutsch: «Gesichtsbuch») ist das beliebteste soziale Netzwerk weltweit und zählt in der Schweiz zwei bis drei Millionen Nutzer. Über eine Suchfunktion können Jugendliche nach der Anmeldung Freunde, Verwandte und Bekannte finden und Freundschaftsanfragen verschicken, die bestätigt werden müssen. Jedes Profil verfügt über eine eigene Profilseite, die Pinnwand, auf welcher Jugendliche Statusmeldungen schreiben können. So teilen sie ihren Facebookfreunden mit, was sie gerade machen oder was ihnen durch den Kopf geht. Diese Statusmeldungen können von anderen Nutzern kommentiert und «geliked» werden. Wenn man unter einem Beitrag auf «like» (deutsch: «gefällt mir») klickt, zeigt man dem Urheber ohne Worte, dass einem das Geschriebene oder Gezeigte gefällt. Alternativ zu den öffentlichen Nachrichten können User einen Chat eröffnen oder private Nachrichten an befreundete User senden. Auch Unternehmen und Künstler nutzen Facebook um Neuigkeiten zu verbreiten.
Daten behüten auf Facebook mit Tipps von Swisscom: www.swisscom.ch
Nutzer: Über 800 Millionen Nutzer pro Monat.
Mindestalter: 13 Jahre
Ziele: Kontakte pflegen und knüpfen, sich austauschen
Der englische Begriff «Tube» bezeichnet eigentlich eine Röhre, umgangssprachlich aber auch den Fernseher. YouTube kann im Deutschen deshalb als «Du sendest» übersetzt werden. Es handelt sich um eine Plattform, auf der pro Minute insgesamt durchschnittlich 72 Stunden Videos hochgeladen werden. Diese werden anschliessend bewertet, kommentiert und archiviert. Viele Jugendliche sehen sich auf Youtube die neusten Videos ihrer Lieblingsbands, Trailer von Kinofilmen oder selbstgedrehte Kurzfilme an. Mit einer speziellen Software können Videos und Audiodateien zusätzlich von YouTube heruntergeladen werden. Jeder, der mit einem Google E-Mail Account auf YouTube registriert ist, kann auf seinem «Kanal» eigene Videos hochladen oder andere Videodateien als Favoriten kennzeichnen. Im Unterschied zu den meisten sozialen Netzwerken können viele Funktionen von YouTube auch ohne Registrierung benutzt werden.
Nutzer: 268 Millionen (September 2009).
Mindestalter: 13 Jahre
Ziele: Sich im Bereich Musik informieren, Musik hören, Austausch
Das soziale Netzwerk MySpace legt seinen Schwerpunkt seit der Gründung im Jahr 2003 auf die Musik. Künstler und Bands können sich ein Profil einrichten, auf dem sie Bilder, Hörproben und neue Bandvideos hochladen. Das Ziel einer MySpace Seite sind möglichst viele «Freundschaften» zu anderen Künstlern und Fans. Auch wenn die meisten Band-Seiten nicht mehr von den Musikern selber, sondern von Agenten betrieben werden, nutzen noch immer viele Künstler die Plattform um mit ihren Fans in Kontakt zu kommen. Jugendliche fühlen sich ihren Vorbildern dadurch einen Schritt näher. Viele unbekannte Musiker haben es geschafft, durch MySpace Plattenlabels auf sich aufmerksam zu machen.
Nutzer: Über 250 Millionen (Sommer 2012).
Mindestalter: 13 Jahre
Ziele: Kontakte pflegen und knüpfen, sich austauschen
Google+ ist im Sommer 2011 als Alternative zu Facebook entstanden. In einem Monat erreichte das jüngste soziale Netzwerk bereits so viele Mitglieder wie Facebook nach drei Jahren. Das Kernelement beider Netzwerke ist der Stream, auf welchen die Neuigkeiten der befreundeten Kontakte erscheinen. Auch auf Google+ können neben Statusmeldungen Bilder und Videos geteilt werden. Im Gegensatz zu Facebook ist es auf Google+ aber möglich, die Zeitleiste nach bestimmten Suchwörtern, Themen oder Ereignissen zu durchsuchen. So können schneller Menschen mit denselben Interessen gefunden werde. Befreundete Kontakte werden in verschiedene «Kreise» wie «Familie» oder «Fussball-Club» aufgeteilt. Jugendliche können bestimmen, welche Informationen sie mit welchem Kreis teilen. Verbreitet werden können Statusmeldungen, Fotos, Videos und Links. Diese werden von anderen Nutzern kommentiert oder mit +1 versehen, was so viel wie «gefällt mir» bedeutet.
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