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Jugendliche nutzen das Handy auch zum Fotografieren.
Kontrolle über ungeeignete Inhalte
Mobile Telefongeräte mit Internetzugang oder einer Schnittstelle wie Bluetooth können Plattformen für Inhalte sein, die gegen den Jugend- und Kinderschutz verstossen. Bluetooth macht eine Funkübertragung zwischen Geräten überkurze Distanz möglich.
Es kommt vor, dass auf Schulhöfen Gewaltvideos über das Handy ausgetauscht werden. Auch machen heimlich gedrehte Videoaufnahmen von ahnungslosen Opfern die Runde. Pornografische Internetseiten können ebenso problemlos angeschaut werden.
Teenager machen sich strafbar, wenn sie Gewaltdarstellungen und Pornographie untereinander weitergeben, zeigen, vom Internet herunterladen oder herstellen.
Klären Sie Ihr Kind über die Gefahren auf. Fragen Sie von Zeit zu Zeit nach, ob beunruhigende Fotos, Videos oder Nachrichten auf dem Handy aufgetaucht sind. Ist das der Fall oder haben Sie zumindest einen Verdacht, dann lassen Sie sich von der Polizei beraten.
Wer Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen, andere Gegenstände oder Vorführungen, die, ohne schutzwürdigen kulturellen oder wissenschaftlichen Wert zu haben, grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Tiere eindringlich darstellen und dabei die elementare Würde des Menschen in schwerer Weise verletzen, herstellt, einführt, lagert, in Verkehr bringt, anpreist, ausstellt, anbietet, zeigt, überlässt oder zugänglich macht, wird mit Gefängnis oder mit Busse bestraft.
(Auszug aus dem Strafgesetzbuch, Art. 135)
Informieren Sie sich mit der Bedienungsanleitung des Handys oder bei Ihrem Telefonie-Anbieter, wie die Schnittstelle Bluetooth deaktiviert werden kann. Erklären Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter, dass diese nur eingeschaltet sein sollte, wenn sie gebraucht wird.
Fragen Sie beim Kauf des neuen Handys nach, ob der Anbieter eine Erotiksperre aktivieren kann. Bei einigen wird diese automatisch eingestellt, wenn das Gerät auf den Jugendlichen ausgestellt wird.
Fast alle Schweizer Schulen sind heute bei «Schulen ans Internet» von Swisscom angeschlossen. Diese Schulen profitieren von einem Sicherheitsfilter, der den Zugriff auf ungeeignete Inhalte unterbindet. Der Zugriff auf das Internet via Handy ist aber ungeschützt. Deshalb braucht es ein vernünftiges und selbstverantwortliches Handeln der Kinder selbst. Indem Sie ihr Kind beim Nutzen des Handys begleiten und auf mögliche Risiken aufmerksam machen, können Sie die meisten Probleme nachhaltig umgehen.
Wenn Ihr Kind das Internet via Handy intensiv und regelmässig nutzt, empfiehlt sich ein Abonnement mit integrierter Datenmenge. Bleibt der Datenkonsum unter dieser Limite, entstehen keine zusätzlichen Kosten.
- 1. Teil Handy: Kosten und Sicherheit im Blick
- 2. Teil Die Handy-Kostenfallen
- 3. Teil Kontrolle über ungeeignete Inhalte
- 4. Teil Internetlinks zum Thema
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