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In der achtzehnten Schwangerschaftswoche entstehen beim Baby unter anderem die Geschmacksnerven und bald wird es Zeit für den 2. Ultraschall der Schwangerschaft. Überlegen Sie sich inzwischen auch wie Sie die grossen Geschwister auf das Baby vorbereiten.
Ein dicker Bauch wirft bei den Geschwistern früher oder später Fragen auf.
Jetzt entstehen die Geschmacksnerven bei Ihrem Baby. Das Fruchtwasser schmeckt übrigens meist leicht süsslich, wenn auch nicht immer gleich. Zum Beispiel Alkohol kann dem Fruchtwasser einen bitteren Beigeschmack geben. Wissenschaftler sehen das süsse Fruchtwasser als Grund, warum die meisten Babys süsse Sachen bevorzugen. Auch die Entwicklung einer Reihe von Verdauungsdrüsen hat begonnen. Der erste Stuhlgang, das sogenannte Mekonium, beginnt, sich im Darm anzusammeln. Die dunkle oder schwarze Masse wird nach der Geburt die erste Windel Ihres Neugeborenen füllen.
Obwohl die Augen immer noch geschlossen sind, reagiert die Netzhaut bereits auf helles Licht. In den letzten zwei Wochen hat sich das Gewicht Ihres Babys ungefähr verdoppelt. Jetzt bringt es schon um die 200 Gramm auf die Waage und ist rund 14 Zentimeter lang (Scheitel-Steiss-Länge).
Falls Ihr Baby ein Mädchen ist, ist jetzt bereits das Fortpflanzungssystem entwickelt. Die Eierstöcke enthalten bis zu 6 Millionen primitive Eier, die bis zur Geburt auf eine Million reduziert werden. Diese müssen dann allerdings für den Rest des Lebens reichen, denn danach werden keine mehr produziert. Das Ei also, aus dem jetzt Ihr Baby entstanden ist, tragen Sie als Mutter schon Ihr ganzes Leben in Ihrem Körper.
Bald ist es nun Zeit für den 2. Ultraschall in Ihrer Schwangerschaft. Wenn Ihr Baby mitspielt, kann Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin nun das Geschlecht erkennen. Überlegen Sie sich vorher mit Ihrem Partner, ob Sie es jetzt schon wissen wollen, so dass Ihr Arzt die Information eventuell für sich behalten kann.
Gelegentlich kann es nun auch zu Schwindelgefühlen kommen. Schliesslich arbeitet Ihr Herz jetzt 40 bis 50 Prozent härter als vor der Schwangerschaft. Gönnen Sie sich ausreichende Ruhepausen und nehmen Sie genügend Snacks zwischen den Mahlzeiten zu sich, denn ein niedriger Blutzucker kann das Schwindelgefühl noch zusätzlich verstärken. Obst eignet sich dabei am Besten als kleine Zwischenmahlzeit.
Wenn Sie bereits ein oder mehrere Kinder daheim haben, stehen nicht nur für Sie, sondern auch für diese grosse Veränderungen an. Besonders wenn Sie jetzt mit Ihrem zweiten Kind schwanger sind, muss sich Ihr Erstgeborenes daran gewöhnen, dass es nun seinen «Alleinherrscher»-Status verliert. Machen Sie es Ihrem grossen Kind einfacher, indem Sie die Schwangerschaft zur Vorbereitung auf das neue Baby nutzen. Es gibt keinen idealen Zeitpunkt, wann Sie dem grossen Geschwisterchen vom neuen Baby erzählen sollten. Generell gilt, je älter das Kind, desto eher sollte es davon erfahren. Bei kleineren Kindern reichen manchmal schon ein paar Wochen. Wahrscheinlich sind Sie selbst manchmal voller Ungeduld auf Ihr neues Baby, für ein kleines Kind muss dies dann erst recht lange erscheinen. Aber warten Sie gerade bei etwas grösseren Kindern nicht zu lange. Der dicke Bauch wird früher oder später auffallen und schliesslich wollen Sie sicher nicht, dass das Kind aus Gesprächen mit anderen davon erfährt.
Versuchen Sie, den grossen Bruder oder die grosse Schwester in Ihre Vorfreude mit einzubeziehen, aber seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihr Erstgeborenes zunächst ablehnend reagiert. Bücher zum Thema können helfen, mit dem Kind über die neue Situation zu sprechen und Ängste zu nehmen. Seien Sie dabei ehrlich: Ein kleiner Freund zum Spielen wird das Baby für lange Zeit nicht sein. Auch eine Babypuppe gefällt vielen Kindern «zum Üben». Schläft Ihr Kind noch im Kinderbett und soll dieses dann für das neue Baby genutzt werden, sollte der Umzug ins grosse Bett nicht erst kurz vor der Geburt stattfinden. Dies gilt ebenso für grössere Veränderungen, wie Eingewöhnung in den Kindergarten oder Umzug in ein neues Haus.
Machen Sie sich nun auch auf viele neugierige Fragen gefasst. Haben Sie beispielsweise eine Antwort auf die Frage «Wie kommt das Baby in den Bauch?» parat?
Sie können mit Ihren Kindern auch beraten, wie ihr neues Geschwisterchen denn heissen soll. Lesen Sie dazu auch den Artikel «Beliebte Vornamen in der deutschsprachigen Schweiz».
Text: Julia Wohlgemuth

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