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JA zur Musikförderung: Lebenswichtige Für-, Mit-, Von-, Auf- und Zu-Bezüge

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Lucrezia Meier-Schatz empfiehlt bei der Abstimmung im September ein JA zur Musikförderung. Warum? Weil jedes Kind die Chance erhalten sollte, eine musische Ausbildung zu geniessen. Denn das fördert seine Entwicklung ganzheitlich.

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Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz von der CVP

Lucrezia Meier-Schatz erklärt, warum Musikförderung für Kinder so wichtig ist.

Noch fehlt aber ein Bundesverfassungsartikel zur Musik. Es ist nun Zeit, dieses Versäumnis endlich nachzuholen, denn der Sport und seine Förderung sind seit langem Verfassungsauftrag.

Musik und Sport dienen der Entwicklung des Kindes, stärken seine Beweglichkeit sowie die Musikalität und fördern seine Sozialkompetenzen. Wer ein Kleinkind beobachtet, spürt, wie sehr nicht nur Sport, sondern auch Musik eine wichtige Rolle spielt. Kaum kann es sich selbständig im Raum bewegen, übernimmt es den Rhythmus der Musik, tanzt, hüpft und imitiert.

Beweglichkeit und Musikalität gehören zusammen, doch im Laufe der Jahre lassen wir vor allem das Musische verkümmern. Und dies, obschon Singen und Musizieren wesentliche Faktoren in der Menschenbildung sind. Wer sich mit der Wirkung der Musik auf die Entwicklung unserer Kinder auseinandersetzt, weiss, dass diese die Entwicklung anderer Fähigkeiten unterstützt. So konnte z.B. das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in einer Langzeitstudie belegen, dass die Beschäftigung der 6- bis 12-Jährigen mit Musik dazu führt, dass die Sprachentwicklung schneller und deutlicher ausgeprägt ist, insbesondere in Bezug auf die Syntax und den Bau von Sätzen.

Musik fördert Entwicklung, Intelligenz & Kreativität

Musikalische Bildung dient der ganzheitlichen Entwicklung des Kindes, sie fördert seine Intelligenz, unterstützt das Erlernen von sozialen Kompetenzen und öffnet dem Kind den Zugang zur Kreativität und zur Gefühlswelt.

Das Erlernen spezifischer Lebens-Kompetenzen ist für unsere Gesellschaft sehr wichtig: Lebenskompetenzen, die da wären: Miteinander-Schaffen, Voneinander-Lernen, Aufeinander-Zugehen, Füreinander-Dasein. Diese Kompetenzen fördern nicht nur den Zusammenhalt, sondern erlauben dem Menschen zu spüren, dass es auf seinen Einsatz ankommt, er übernimmt mit anderen die Verantwortung für das Gelingen des Ganzen. Diese Kompetenzen erlernen Kinder während des Musizierens, des gemeinsamen Auftretens, des Singens im Chor, des Mitspielens in der Schulband oder im gezielten Musikhören.

Heute aber haben längst nicht alle Kinder einen Zugang zur Musik, obschon Musik in ihrer frühen Kindheit sie zur Bewegung animiert und ihre Beweglichkeit fördert. In vielen Familien verkümmert die Lust an der Musik. In anderen wiederum fehlen die finanziellen Mittel zur Förderung der musikalischen Bildung der Kinder. Deshalb sollten alle Kinder ab Schulbeginn die Chance erhalten, eine musische Ausbildung zu geniessen. Wenn gewünscht, die Möglichkeit ein Instrument zu lernen und, wenn immer möglich, in einem Ensemble ihrer Wahl zu musizieren.

Musikalische Bildung in der Schule fördert dieses geforderte Miteinander-Schaffen, dieses Voneinander-Lernen, dieses Aufeinander-Zugehen, dieses Füreinander-Dasein. Diese Qualitäten sind fundamentale Bedingungen für eine lebendige Gemeinschaft.

Musikförderung bedarf eines eigenen Artikels

Die Förderung der musikalischen Bildung muss uns allen ein grosses Anliegen sein. Sie bedarf, wie dies das eidgenössische Parlament fordert, eines eigenen Artikels zur musikalischen Bildung. Denn Musik ist, gleich wie der Sport, ein eigenständiges Fach von übergeordnetem Interesse für unser Land.

Wenn wir Kinder fördern wollen, wenn wir einen Beitrag zu ihrer Entwicklung leisten wollen, wenn wir ihnen den Zugang zu ihren Gefühls-, Kreativitäts- und Sozialkompetenzen eröffnen wollen, müssen wir den Stellenwert der Musik in unseren Schulen stärken und ein dezidiertes JA in die Urne im September legen.

Text: Lucrezia Meier-Schatz

Lucrezia Meier-Schatz ist Nationalrätin der CVP im Kanton St. Gallen, sowie Geschäftsführerin des Dachverbandes der Familienorganisationen Pro Familia Schweiz.
Sie ist Mutter von zwei Söhnen und lebt mit ihrer Familie in St. Peterzell.

Auf familienleben.ch/familiensache finden Sie jede Woche eine neue Kolumne zur Familienpolitik. Es schreiben die vier Schweizer Politikerinnen Jacqueline Fehr (SP), Lucrezia Meier-Schatz (CVP), Silvia Blocher (SVP) und Christine Egerszegi-Obrist (FDP).

 


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