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Koffein in der Schwangerschaft: Wie ungesund ist es wirklich?

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Bis zu drei Tassen Kaffee am Tag sind unschädlich, hiess es bislang. Eine neue Studie zeigt allerdings auf, dass schon eine geringe Menge Koffein im Blut das Ungeborene erheblich schädigen kann. Warum und wie viel Koffein sich wirklich negativ auf das Baby auswirkt, erfahren Sie hier.

Koffein in der Schwangerschaft kann schädlich sein!

Koffein in der Schwangerschaft kann schädlich für das Ungeborene sein, wie eine Studie belegt. Foto: © Tomasz Pawlowski - Fotolia.com

Koffein in der Schwangerschaft kann schädlich sein. Eine ältere Studie aus Dänemark besagt zwar, dass bis zu drei Tassen Kaffee pro Tag unbedenklich sind und sogar das Risiko einer Fehlgeburt senken können, doch laut dem Gesundheitsportal Frauenärzte im Netz zeigt eine neue, amerikanische Studie hingegen auf, dass schon eine kleine Menge an Koffein im Blut das Risiko einer Fehlgeburt erheblich erhöhen kann.

Die Studie zeige, dass das Risiko einer Fehlgeburt bei schwangeren Frauen, die regelmässig zwei oder mehr Tassen Kaffee pro Tag tranken, doppelt so gross sei wie bei Schwangeren, die völlig auf Koffein verzichteten, so das Portal. Auch Schwangere die weniger als 200 Milligramm Koffein (entspricht etwa zwei Tassen Kaffee)  pro Tag zu sich nahmen, wiesen noch immer ein um 40% erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt auf.

Koffein wirkt sich negativ auf den Fötus aus

Koffein ist eine Substanz, die das menschliche Nervensystem anregt. Es steigert Herztätigkeit und Blutdruck und sorgt für Energie. Warum genau sich Koffein schlecht auf das Ungeborene auswirken kann, ist allerdings bis heute unklar. Vermutet wird, dass es ungefiltert in die Plazenta und so direkt in den Blutkreis des Ungeborenen gelangt. Ein Fetus kann das Koffein allerdings nicht so schnell abbauen wie die Mutter, weshalb er der Wirkung des Koffeins viel länger ausgesetzt ist.  Es kann in der Folge zu Durchblutungsstörungen kommen und darüber hinaus das Wachstum gehemmt werden. Eine britische Studie ergab, dass Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft regelmässig Kaffee tranken oder anderweitig Koffein zu sich nahmen, kleiner und leichter auf die Welt kamen.  Diese Frauen hatten durchschnittlich sogar nur 159 Milligramm Koffein zu sich genommen, berichtet Spiegel Online. Das entspricht nur etwa eineinhalb Tassen Kaffee.

Da Koffein zudem harntreibend wirkt, sorgt es damit ausserdem dafür, dass die Mutter durch häufigeren Toilettengang auch viele Vitamine und Mineralstoffe (vor allem für den Fetus wichtiges Kalzium) über den Harn ausscheidet, anstatt sie an das Ungeborene weiterzugeben. Auch wird dem Koffein nachgesagt, dass es die Zufuhr von Eisen, das gerade in der Schwangerschaft wichtig ist, zum Blut hemmt.

«Maximal 200-300 mg Koffein pro Tag»

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt, auf jeden Fall nicht mehr als 300 mg Koffein (das entspricht ungefähr drei Tassen Kaffee) pro Tag zu sich zu nehmen. Je nach Sorte, Röstung und Verarbeitung des Kaffees variiert allerdings der jeweilige Koffeingehalt einer Tasse, also gilt es gut aufzupassen. Spezielle Tabellen helfen dabei, die Maximalmenge von 300 mg nicht zu überschreiten. Auf der sicheren Seite befindet man sich aber nur, wenn man in der Schwangerschaft ganz auf das schwarze Gebräu verzichtet. Wer den Geschmack nach Kaffee vermisst, sollte am besten auf koffeinfreien Kaffee zurückgreifen

Aber aufgepasst: Nicht nur Kaffee enthält den schädlichen Stoff Koffein. Wer anstatt zu Kaffee zum Wachmacher Schwarz- oder Grüntee greift, ist in die Falle getappt. Denn auch diese Getränke enthalten das schädliche Koffein. Auch Energy Drinks wie Red Bull oder Softdrinks wie zum Beispiel Coca Cola enthalten den Fitmacher und sollten deshalb in der Schwangerschaft nur mässig konsumiert oder sogar ganz vermieden werden. Selbst in Schokolade und in Kakao kann Koffein vorkommen. Und auch in Mokkajoghurt oder Glacé ist Koffein enthalten.

Koffein in der Stillzeit

Nach der Geburt denken sich viele Mütter: «Endlich beim Frühstück wieder Kaffee trinken!» Doch auch während der Stillzeit ist der Konsum von Koffein bedenklich. Denn der aufputschende Stoff gelangt auch in die Muttermilch. Das kann zur Folge haben, dass das Baby nervös wird, schlecht schläft, mehr schreit und insgesamt unausgeglichener ist. Auch hier raten Experten während der Stillzeit nicht mehr als 2-3 Tassen Kaffee zu sich zu nehmen, sofern nicht ganz verzichtet werden will.

Wie sind Ihre Erfahrungen zum Thema Koffein in der Schwangerschaft? Schreiben Sie einen Kommentar zum Artikel.

Autor: Fabienne Wernli


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