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Advertorial - Rund jeder fünfte Erwachsene in der Schweiz reagiert sensibel auf Milchzucker oder hat sogar eine Laktoseintoleranz. Die gute Nachricht ist: Man kann trotzdem Milchprodukte essen und sich gesund ernähren.
Auch mit Laktoseintoleranz ist es möglich sich gesund zu ernähren.
Die Laktoseintoleranz ist eine Reaktion des Verdauungssystems auf Milchzucker, weil der für die Aufspaltung zuständige Dünndarm zu wenig vom Enzym Laktase produziert. Ein Teil des Milchzuckers wird somit nicht aufgespalten, sondern gelangt unverdaut in den Dickdarm. Dort wird er von den Darmbakterien vergärt und es entstehen schmerzauslösende Blähungen. Dass die Laktase-Produktion vollständig ausfällt, kommt sehr selten vor. Die meisten Betroffenen können durchaus noch eine bestimmte Menge Milchzucker problemlos verdauen.
Weshalb 75 bis 95 % der weisshäutigen Menschen Milchzucker meistens lebenslang vertragen, aber ein Grossteil der dunkelhäutigen und asiatischen Weltbevölkerung davon Verdauungsbeschwerden bekommen, hängt einerseits mit dem Ursprung der Land- und Viehwirtschaft vor 10 000 Jahren und anderseits mit der genetischen Veranlagung zusammen. Ursprünglich führte der Verlust der Laktase-Produktion beim Kleinkind etwa nach dem 16. Lebensmonat zum Abstillen, und die Mutter war bereit für ein neues Baby. Kinderreichtum war wichtig für das Fortbestehen der Sippe. In Europa entwickelte sich früh eine Viehwirtschaft, die Menschen erkannten schnell den Nutzen der Milch als Lebensmittel. Sie erlangten im Laufe der Evolution die Fähigkeit, bis ins hohe Alter Milchzucker zu verdauen, was eindeutig ein Überlebensvorteil war. Asien und Afrika hingegen sind keine Grasländer und dort ist die Laktoseintoleranz auch heute noch weit verbreitet.
Laktose ist ein Zweifachzucker, der aus zwei Einfachzuckern besteht: aus Traubenzucker (Glukose) und Schleimzucker (Galaktose). Über die Darmwand können wir aber nur Einfachzucker ins Blut aufnehmen. Milchzucker muss daher im Dünndarm zuerst in seine beiden Bestandteile aufgespalten werden. Dafür ist das Verdauungsenzym Laktase zuständig.
Je nach Restmenge der vorhandenen Laktase wird ein Teil des Milchzuckers im Dünndarm aufgespalten und verdaut. Der andere Teil gelangt ungespalten in den Dickdarm. Dort wird er von Darmbakterien zu Gasen und Fettsäuren abgebaut. Sie verursachen die typischen Beschwerden bei einer Laktoseintoleranz: starke Blähungen, Bauchschmerzen und eventuell auch Durchfall.
Milch ist gesund. Sie liefert dem Körper fast alle Nährstoffe, die er braucht. Auch bei einer Milchzuckerunverträglichkeit ist der Körper auf eine regelmässige Zufuhr von Kalzium und Vitamin D angewiesen. Beide kommen in der Milch vor und zwar so, dass der Körper sie optimal aufnehmen kann. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man trotz Laktoseintoleranz gesund und ausgewogen essen kann und auf nichts verzichten muss.

Trinken Sie Ihren Latte macchiato oder Cappuccino mit laktosefreier Milch.

Ein Müesli schmeckt auch mit laktosearmem Jogurt.

Käse ist immer unproblematisch, denn er ist laktosefrei oder enthält nur noch Spuren von Milchzucker.
Alles, was man selber frisch zubereitet, gibt Sicherheit, dass keine versteckten Milchzuckerquellen im Essen stecken.
Zwei praktische Tipps
Grund: Kleine Mengen Milchzucker, „eingepackt“ in den Speisebrei, strömen langsam in den Verdauungstrakt und geben der Dünndarmschleimhaut ausreichend Zeit, Laktase bereitzustellen. Kommt hingegen in kurzer Zeit viel Milchzucker in den Darm, wird er „überflutet“ und kann nicht mehr rechtzeitig reagieren. Beschwerden gibt es also immer nur dann, wenn die aufgenommene Milchzuckermenge grösser ist als die Laktasemenge, die der Körper produziert.
Text und Fotos: Regula Thut Borner, Swissmilk
Regula Thut Borner ist diplomierte Ernährungsberaterin HF und Ayurveda-Ernährungstherapeutin. Sie ist spezialisiert auf Familienernährung.
Haben Sie Ernährungsfragen? Schreiben Sie eine E-Mail an: familienleben@swissmilk.ch Frau Regula Thut Borner gibt Ihnen gerne Auskunft.
Der Ernährungstipp wird präsentiert von Swissmilk.
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