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Fahrrad fahren in der Schwangerschaft ist ein gutes Training um zuverlässig Krampfadern und Schwangerschaftsdiabetes vorzubeugen. Es regt das Herz-Kreislauf-System an, senkt den Cholesterinspiegel und hält zudem noch fit. Was Sie beim Fahrrad fahren in der Schwangerschaft beachten sollten, lesen Sie hier.
Fahrrad fahren in der Schwangerschaft hält fit und beugt Krampfadern und Diabetes vor. Foto: © Monkey Business - Fotolia.com
Wo man früher dachte, in der Schwangerschaft sei jegliche körperliche Aktivität gefährlich, ist heute klar: Sport in der Schwangerschaft ist gesund. Zudem beugt er noch vielen Schwangerschaftsbeschwerden effektiv vor und bereitet ideal auf die Geburt vor. «Geburt ist Arbeit, und wenn der Körper vor einer Schwangerschaft lang nicht mehr gearbeitet hat, ist er schnell erschöpft», schreibt Hebamme Andrea Hadwiger auf fahrradzukunft.de. Zu den beliebtesten Sportarten gehört das Fahrrad fahren in der Schwangerschaft.
Viele Frauen sind sich unsicher ob Fahrrad fahren in der Schwangerschaft nicht gefährlich für das ungeborene Kind werden könnte. Hier kann jedoch Entwarnung gegeben werden. Fahrrad fahren ist in der Schwangerschaft sogar zu empfehlen und birgt äusserst geringe Risiken.
Fahrrad fahren in der Schwangerschaft bringt viele Vorteile. Zum einen ist die Fortbewegung auf zwei Rädern für viele Frauen angenehmer, gerade wenn der Bauch grösser und der Gang etwas schwerer wird. Es werden die Gelenke und Knochen geschont. Der Velosattel ermöglicht bei vielen Fahrrädern eine aufrechte Haltung, was sogar zuverlässig Rückenschmerzen vorbeugt.
Das Treten der Pedale trainiert die Beine und durch das stete Zusammenziehen der Muskeln werden die Venen in den Beinen beständig zusammengedrückt, was zur Folge hat, dass das Blut vermehrt zum Herzen gepumpt wird. Dies hilft aktiv gegen Blutstau und Krampfadern in der Schwangerschaft. Die Beine fühlen sich schon nach kurzer Zeit nicht mehr so schwer an und auch die Füsse tun weniger weh. Wassereinlagerungen in den Beinen nehmen ab und die Schwangere fühlt sich nach kurzer Zeit fit und entspannt. Dabei ist es aber wichtig, auf eine gesunde und aufrechte Sitzposition zu achten, damit das Blut auch richtig zirkulieren kann. Bei fortschreitender Schwangerschaft müssen eventuell Sattel und Velolenker verstellt werden, um dem Bauch genügend Platz zu bieten und das Sitzen angenehm zu gestalten.
Die aktiven und konstanten Beinbewegungen beim Fahrrad fahren in der Schwangerschaft regen den Kreislauf und die Durchblutung an. Sie steigern zudem die Ausdauer und Leistungsfähigkeit und trainieren den Herzmuskel.
Nicht zuletzt verbraucht das Training auch so einiges an Energie. Fahrrad fahren verbrennt Kalorien und Fett. Dies hilft auch nach der Schwangerschaft schneller wieder die alte Figur zu erhalten. Durch die körperliche Betätigung wird zudem der Blutzucker positiv beeinflusst und gesenkt. Dies beugt bei regelmässigem Training natürlich und zuverlässig der Schwangerschaftsdiabetes vor oder hilft bei bereits vorhandener Schwangerschaftsdiabetes den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten.
Fahrrad fahren in der Schwangerschaft birgt keine besonderen Risiken. Wie bei jedem Sport in der Schwangerschaft sollte darauf geachtet werden, sich nicht zu überhitzen und den Körper nicht zu überfordern. Bei Unsicherheiten kann ein Pulsmesser beim Training getragen werden. «Der Belastungspuls sollte maximal bei 130 - 140 Schlägen pro Minute liegen», so das Infoportal mein-kind.eu.
Die richtige Haltung auf dem Fahrrad ist wichtig, andernfalls kann es zu Fehlbelastungen der Gelenke und Knochen kommen, welche wiederum zu unangenehmen Schmerzen führen können. Die meisten Schwangeren merken aber relativ schnell, wo es beim Sitzen kneift und stellen Sattel und Lenker ganz nach Gefühl richtig ein.
Die grösste Gefahr beim Fahrrad fahren in der Schwangerschaft geht von Stürzen und Unfällen aus. Beim Fahren sollte darauf geachtet werden, die Geschwindigkeit moderat zu halten und besonders auf Unebenheiten im Boden zu achten. Gerade in den letzten paar Monaten der Schwangerschaft kann es auch schwieriger werden, das Gleichgewicht auf dem Fahrrad zu halten. Holprige oder im Winter glatte Wege sollten grösstenteils gemieden werden. Das Baby ist im Fruchtwasser zwar bis zu einem gewissen Grad relativ gut geschützt, allerdings sollte das Glück nicht herausgefordert werden. Schlaglöcher und Unebenheiten im Boden können zudem Stürze verursachen, die grosse Verletzungsgefahr für das Baby bergen. Auch bei langsamer Fahrt kann sich ein Sturz verheerend auf die Schwangere auswirken, zum Beispiel wenn der Bauch auf den Lenker oder den Boden prallt.
Auch im Strassenverkehr besteht ein erhöhtes Risiko für Kollisionen oder Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern. Deswegen sollte in der Schwangerschaft auf Radfahren auf allzu befahrenen Strassen verzichtet werden. Falls das Velo wichtig ist um zur Arbeit zu kommen, versuchen Sie eine Route zu finden, auf der möglichst wenig Verkehr herrscht: Vielleicht durch einen Park oder durch kleine Nebenstrassen.
Was sind Ihre Erfahrungen mit Fahrrad fahren in der Schwangerschaft? Schreiben Sie einen Kommentar zum Artikel.
Autor: Fabienne Wernli

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