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Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Gründe für Krankmeldungen. Kein Wunder, dass Rückenschmerzen in der Schwangerschaft ebenfalls sehr verbreitet sind. Schliesslich ist der Körper einer Schwangeren stark beansprucht. Das kann auch über den Rücken gehen. Mit ein paar Dingen kann man vorbeugen.
Rückenschmerzen können besonders beim Schlafen ein Problem sein. Foto: iStockphoto, Thinkstock
Ich weiss noch genau, wie es bei mir anfing: In der 32. Schwangerschaftswoche konnte ich plötzlich nichts mehr ohne Rückenschmerzen tun. Nachts hielt mich mein Rücken vom Schlafen ab, am Tag humpelte ich ins Büro und sass dann angespannt vor dem Computer. Einige Wochen ging das so und wurde erst kurz vor der Geburt wieder besser.
So geht es vielen Schwangeren. Das Familienportal babycenter.ch schätzt, dass dreiviertel aller Schwangeren unter Rückenschmerzen in der Schwangerschaft leiden. Viele Frauen, die schon vor der Schwangerschaft mit Rückenproblemen zu kämpfen hatten, können in dieser Zeit verstärkt davon betroffen sein. Aber auch wem Kreuzschmerzen vorher völlig unbekannt waren, kann in der Schwangerschaft darunter leiden.
Das hohe Risiko für Rückenschmerzen in der Schwangerschaft liegt zum grossen Teil an dem immer dicker werdenden Bauch, den Sie mit sich herumschleppen. Deshalb treten die Rückenschmerzen in der Regel im letzten Drittel der Schwangerschaft auf. Mit dem wachsenden Bauch geht oft eine Schwächung der Bauchmuskeln einher und der Druck auf die Lendenwirbelsäule steigt. Viele Frauen neigen dazu, das körperliche Ungleichgewicht durch ein Hohlkreuz ausbalancieren zu wollen. Dies verstärkt aber noch die Belastung des Rückens. Hinzu kommt, dass durch die hormonellen Umstellungen in der Schwangerschaft die Bänder und Gelenke entspannt werden und leichter nachgeben.
Vorbeugen ist besser als heilen. Das gilt auch für Rückenschmerzen in der Schwangerschaft. Besonders wenn Sie wissen, dass Sie zu Rückenschmerzen neigen, sollten Sie sehr auf Ihren Rücken achten.
Eine gerade und aufrechte Haltung ist zur Vorbeugung von Rückenschmerzen sehr wichtig. Überprüfen Sie gegebenenfalls im Spiegel, ob Sie ein Hohlkreuz machen.
Heben Sie keine schweren Lasten, sondern lassen Sie sich lieber helfen. Wenn es sich denn nicht umgehen lässt, gehen Sie zum Heben in die Knie und halten Sie die Last so nahe wie möglich am Körper. Beugen sollten Sie überhaupt vermeiden, wo es geht. Beispielsweise beim Zähneputzen ist eine aufrechte Haltung empfehlenswert.
Bewegung ist weiterhin ein perfektes Mittel, um den Rücken stark zu machen. Rad fahren, Yoga oder auch Schwimmen sind alle gut geeignet. Ihre Hebamme kann Ihnen noch weitere Übungen für Ihren Rücken, aber auch für Ihren Beckenboden zeigen. Denn ein trainierter Beckenboden stützt auch Ihren Rücken.
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