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Sport in der Schwangerschaft: Das ist erlaubt

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Spazieren oder Schwimmen und Beine hoch empfahl man früher den Schwangeren. Heute weiss man: Sportliche Frauen fühlen sich besser, haben oft leichtere Schwangerschaften und bleiben beweglicher. Zuviel Sport in der Frühschwangerschaft kann aber auch das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Worauf soll frau denn nun achten?

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Während der Schwangerschaft Sport zu treiben birgt Risiken, da unter anderem der Gleichgewichtssinn gestört sein kann, aber es gibt auch ungefährliche Sportarten für werdende Mütter

Achtung, beim Yoga nicht hinfallen. Durch die Schwangerschaft kann der Gleichgewichtssinn beeinträchtigt sein. Foto: ©iStockphoto.com/robertas narkus

Früher galt die Devise, dass Schwangere möglichst viel körperliche Ruhe benötigen, damit dem Nachwuchs nichts passiert. Heute empfiehlt man moderaten Sport in der Schwangerschaft. Moderat, das heisst: Nicht ausser Atem dabei kommen und sich wohl dabei fühlen. Sport kann - geeignete Umstände vorausgesetzt - viele Vorteile haben. Die körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden profitiert, das Leiden unter den typischen Schwangerschaftsbeschwerden wird reduziert, Rückenschmerzen oder Verstopfung vermindert. Der Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt, die Abwehrkräfte gestärkt, es wird weniger Wasser im Gewebe eingelagert, frau schläft besser und ist generell fitter für die Geburt, so heisst es. Die Geburt sei ferner weniger schmerzhaft und auch die Wehen seien weniger stark, man erhole sich rascher im Wochenbett. Medizinische Studien zu diesen Aussagen gibt es allerdings erst einige wenige.

Zu früh und zu viel Sport ist ungesund

Weltweiter Schrecken löste dann allerdings eine Studie aus, die Ende 2007 publiziert wurde. Für diese wurde über 92'000 Schwangere zu Ernährungs- und Lebensgewohnheiten und zu ihren sportlichen Betätigungen befragt. Durchgeführt wurde die Studie von der dänischen Universität in Odense. Das erschreckende Fazit: Zu viel Sport in den ersten Wochen der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Fehlgeburt. Über 3000 Frauen erlitten eine Fehlgeburt - die meisten von ihnen waren bis zur 18. Schwangerschaftswoche sportlich ausserordentlich aktiv.

Die Schwangerschaft ist keine Zeit für Hochleistungssport. Denn der Körper arbeitet durch die ablaufenden Veränderungen bereits auf Hochtouren.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Sporthäufigkeit und dem Risiko einer Fehlgeburt, errechneten die Wissenschaftler. Zudem: Bei den Frauen, die bis zur 18. Woche mehr als sieben Stunden Sport pro Woche trieben, war auch das Risiko einer Frühgeburt dreieinhalb mal höher als bei sportmuffeligen Schwangeren.

Am besten: Sich fit fühlen mit dem richtigen Sport

Die Sportart scheint ebenfalls einen Einfluss auf das Frühgeburtsrisiko zu haben, folgerten die Forscher. Sogenannte High-Impact-Sportarten wie Jogging, Fussball oder Tennis, aber auch die Low-Impact-Sportarten wie Aerobic, Tanzen, Wandern und sogar der regelmässige Besuch im Fitnessstudio schienen das Risiko einer Frühgeburt zu erhöhen. Einzig Schwimmen senkte das Risiko. Hatten unsere Vorfahren also doch recht?

Nicht ganz. Denn die Forscher selbst lenkten ein: Sie hätten die Frauen meist erst nach dem Frühgeburtenereignis befragt. Die unbewusste Suche nach einer möglichen Erklärung könnte dem Image des Sport geschadet haben. Ist Sport in der Schwangerschaft also zu empfehlen? Ja. Denn das körperliche und psychische Wohlbefinden hochschwangerer Frauen hängt mit der subjektiv erlebten Fitness zusammen. Eine neue Studie mit 61 Teilnehmerinnen belegt, dass ochschwangere Frauen, die sich körperlich aktivierter fühlten, weniger Anzeichen an Depressivität zeigten. Frauen, die sich trainierter fühlten, gaben eine bessere Stimmung an. Die Empfehlung der Experten: «Schwangere Frauen sollen trotz erhöhter Vorsicht weiterhin körperlich aktiv bleiben und sich dabei vor allem wohl fühlen. Die kompetente und angemessene Belastungswahrnehmung der Schwangeren selbst spielt für das Wohlbefinden eine besonders entscheidende Rolle.»



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