Was darf ich in der Schwangerschaft?

Darf ich Alkohol trinken? Ist Kaffee am Morgen okay? Muss die Katze aus dem Haus? Was darf ich in der Schwangerschaft? Was nicht? Wer zum ersten Mal schwanger ist, weiss oft nicht genau, was in der Schwangerschaft erlaubt ist. Wir haben für Sie eine Liste mit den wichtigsten Dingen zusammengestellt, auf die Sie jetzt achten sollten.

Manche Lebensmittel sind in der Schwangerschaft verboten.

Manche Lebensmittel gehören in der Schwangerschaft nicht in Ihren Einkaufskorb. Foto: Fuse, Thinkstock

Sobald der Schwangerschaftstest die zwei Streifen zeigt, beginnt für viele Frauen eine Zeit, in denen sich in die Freude auch viele Fragen mischen. Was darf ich in der Schwangerschaft? Was ist verboten? Schliesslich möchten Sie das Beste für Ihr Kind von Anfang an. Gut gemeinte Ratschläge von Familie, Freunden und sogar völlig Fremden können noch zusätzlich verunsichern.

Bei allen Vorsichtsmassnahmen sollten Sie eines nicht vergessen: Geniessen Sie Ihre Schwangerschaft. Wenn Sie ein paar (wenige) Grundregeln beachten und Ihren gesunden Menschenverstand benutzen, dann sind die Tabus weit weniger kompliziert, als Sie dies am Beginn der Schwangerschaft vielleicht zunächst annehmen. Wenn Sie unsicher sind, können Sie auch jederzeit Fragen mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme besprechen.

Ernährung in der Schwangerschaft – das sollten Sie meiden

Keine Angst, Sie müssen nicht Ihren gesamten Speiseplan umstellen, weil Sie schwanger sind, aber auf ein paar Dinge sollten Sie jetzt lieber verzichten:

Lebensmittel aus Rohmilch – Camembert oder anderen Weichkäse, der aus Rohmilch hergestellt ist, sollten Sie jetzt besser aus Ihrer Ernährung streichen. Dabei besteht das Risiko, dass Sie sich mit Listeriose anstecken. Die Infektionskrankheit, die durch Bakterien in Tieren verursacht wird, kann für Ihr Kind sehr gefährlich sein.

Rohes Fleisch und Fisch – Sushi mit Fisch oder auch ein blutiges Steak sollten Sie in der Schwangerschaft meiden, da sonst die Gefahr einer Ansteckung mit Toxoplasmose besteht. Gemüse und Obst sollten Sie aus dem gleichen Grund besonders gründlich waschen. Es kann allerdings sein, dass Sie auf Toxoplasmose immun sind. Ihr Arzt kann dies mit einem Bluttest herausfinden.

Alkohol – Es gibt verschiedene Studien mit verschiedenen Ergebnissen. Manche Experten raten zu völligem Alkoholverzicht in der Schwangerschaft, andere sind der Meinung, dass ein Glas ab und zu nicht schädlich ist. Fakt ist, dass übermässiger Alkoholgenuss in der Schwangerschaft zu schweren Schäden beim ungeborenen Kind führen kann. Wie viel Alkohol noch ohne Folgen bleibt, kann keiner genau sagen. Wenn Sie also auf Nummer sicher gehen wollten, sollten Sie in der Schwangerschaft besser ganz verzichten.

Kaffee – Zu viel Kaffee kann das Fehlgeburtsrisiko erhöhen. Auch hier gibt es verschiedene Studien, bei welcher Menge das der Fall ist. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt, nicht mehr als 300mg Koffein täglich zu sich zu nehmen. Das entspricht ungefähr drei Tassen Kaffee.

Andere Dinge im Alltag

Medikamente und Vitaminpräparate – Wenn Sie ständig Medikamente einnehmen, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob diese auch in der Schwangerschaft sicher sind oder ob er Ihnen Alternativen empfehlen kann. Auch wenn Sie in der Schwangerschaft krank sind, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen, was zu empfehlen ist. Nehmen Sie in der Frühschwangerschaft unbedingt Folsäure ein. Ob noch andere Nahrungsergänzungsmittel, wie zum Beispiel Eisen, nötig sind, sollten Sie zunächst mit Ihrem Arzt besprechen. Eine Einnahme von Vitamintabletten ist oft nicht nötig.

Haustiere – Nein, die Katze müssen Sie in der Schwangerschaft nicht weggeben. Das Katzenklo sollte jedoch besser Ihr Mann säubern. Auch das Schmusen mit Ihren Haustieren sollten Sie beschränken und sich danach immer gründlich die Hände waschen. Sonst besteht Toxoplasmose-Gefahr. Das gilt übrigens auch für Gartenarbeit, für die Sie jetzt besser Gartenhandschuhe tragen sollten.

Sport – Sport in der Schwangerschaft ist eine sehr gute Idee und tut Ihnen und Ihrem Baby gut. Einige Sportarten sollten Sie jedoch meiden. Tauchen zum Beispiel ist jetzt nicht angebracht. Auch andere Sportarten, bei denen ein erhöhtes Fallrisiko besteht, sollten nur mit Einschränkung ausgeübt werden. Eine ausführliche Liste der geeigneten und weniger geeigneten Sportarten finden Sie in unserem Artikel «Sport in der Schwangerschaft: Das ist erlaubt».

Chemikalien im Haushalt – Es wäre zwar ein guter Grund, Ihrem Mann den Putzlappen für die Dauer der Schwangerschaft in die Hand zu drücken, Haushaltschemikalien wie Geschirrspülmittel oder Waschpulver sind jedoch nach derzeitigem Wissensstand nicht schädlich. Zur Sicherheit sollten Sie allerdings das Einatmen von Sprays und ähnlichen Dingen vermeiden. Auch wenn das Babyzimmer noch gestrichen werden soll, sollten Sie die Farbdämpfe besser nicht einatmen und für genügend frische Luft sorgen. Das Färben von Haaren ist übrigens ohne Bedenken möglich.

Bergsteigen – In der Schwangerschaft können Sie auch weiterhin wandern gehen. Allerdings sollten Sie darauf achten, unter 2500 Höhenmetern zu bleiben, denn sonst könnte die Sauerstoffversorgung für Ihr ungeborenes Baby nicht mehr sicher gestellt sein.

Zusammenfassend gilt für die meisten Dinge in der Schwangerschaft: Hören Sie auf Ihren Körper und Ihren gesunden Menschenverstand. Dann ist Ihnen sicher selbst klar, dass Sie nicht unbedingt auf die höchste Sprosse der Leiter klettern sollten und nicht schwer heben sollten,wenn Sie renovieren oder dass Rauchen für Ihr ungeborenes Kind schlecht ist. Das Beste, was Sie sich und Ihrem ungeborenen Kind tun können, ist eine entspannte Schwangerschaft.

Zum Weiterlesen:

Das Bundesamt für Gesundheit BAG veröffentlicht regelmässig Publikationen und Studien mit verschiedenen offiziellen Empfehlungen für die Schwangerschaft. So gibt es zum Beispiel:

Autor: Julia Wohlgemuth

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