
Die Stillkampagne 2013 mit dem Thema ?Muttermilch wächst mit? zeigt auf, wie einzigartig und von Natur aus ausgewogen Muttermilch ist. »

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Muttermilch gilt in den ersten Lebensmonaten als die beste Nahrung für einen Säugling. Viele Mütter fragen sich, wie lange sie ausschliesslich stillen sollten. Hier erfahren Sie, welcher Zeitpunkt für die erste Beikost günstig ist.
In den ersten Monaten brauchen Säuglinge keine Nahrungszusätze.
Das Baby liegt entspannt im Arm. Mit regelmässigen Zügen saugt es an der Brust seiner Mutter. Keine Frage: Muttermilch ist in den ersten Lebensmonaten die beste Nahrung für einen Säugling.
«Muttermilch ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementenund Immunglobulinen», sagt Brigitte Benkert, Pressesprecherin der Berufsverbandes der Schweizerischen Stillberaterinnen (IBCLC). Die Zusammensetzung der Nährstoffe in der Muttermilch passt sich den Bedürfnissen des Babys seinem Entwicklungsstand entsprechend an.
Aufgrund der besonderen Qualität von Muttermilch raten viele Experten Müttern, ihre Babys ein halbes Jahr lang ausschliesslich zu stillen. «Säuglinge benötigen in den ersten sechs Lebensmonaten keine Nahrungs-Zusätze wie Brei und Pulvermilch», sagt Brigitte Benkert. Mit dieser Einschätzung folgt sie der Leitlinie der Weltgesundheitsbehörde (WHO). Die WHO stützt sich auf Untersuchungen, nach denen Säuglinge, die ein halbes Jahr lang ausschliesslich Muttermilch trinken, am besten vor Infektionen geschützt sind. Denn Studien belegen: Sechs Monate gestillte Babys haben die geringste Sterberate.
Doch: Das lange auschliessliche Stillen birgt auch gesundheitliche Risiken. Während bislang angenommen wurde, die Einführung der Beikost erst nach dem sechsten Monat verhindere auch die Entstehung von Allergien, scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Das belegen neue wissenschaftliche Untersuchungen.
Wissenschaftler vom University College in London kamen zu dem Ergebnis: Babys, die länger voll gestillt werden, entwickeln leichter Allergien als Babys, die früher Beikost erhalten (British Medical Journal, Band 342, 5955). In Industrienationen, in denen es sauberes Wasser gibt und kaum lebensbedrohliche Magen-Darm-Infektionen auftreten, sei es sinnvoll, Babys bereits nach dem vierten Monat zuzufüttern, folgern die Wissenschaftler.
Eine schwedische Studie untermauert diese Empfehlung. Sie zeigt: Zöliakie, eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten in Getreide, kann durch frühe Beikost fast um die Hälfte gesenkt werden. Kinder, die bereits zwischem dem vierten und dem sechsten Lebensmonat Brei mit einer geringen Menge Getreide bekommen, erkanken seltener an Zöliakie.
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